Western Digital: Mit Mikrowellen 40 TB auf Festplatten speichern

Und wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her: Immer dann, wenn die klassische Festplatten-Technologie ausgereizt zu sein scheint, zaubert einer der verbliebenen Hersteller ein Kaninchen aus dem Hut. Mit Speicherkapazitäten von rund 14 Terabyte schienen die für Festplatten genutzten Technologien endgültig ausgereizt zu sein. Teilweise mussten die Laufwerke bereits mit Helium befüllt werden, um das letzte Quentchen aus ihnen herauszuholen.

Nun präsentiert jedoch Western Digital einen neuen Weg, um die Speicherkapazitäten ein weiteres Mal erheblich steigern zu können: Der Hersteller will von der SMR (Shingled Magnetic Recording) zur MAMR-Technologie (Microwave-Assisted Magnetic Recording) wechseln und zeigt nun eine erste Festplatte auf dieser Basis.

Beim Microwave-Assisted Magnetic Recording wird von einem "Spin Torque Oscillator“ ein Mikrowellenfeld erzeugt, mit dem Dichte bei der Datenspeicherung erheblich gesteigert werden kann, weil der Schreib-bzw. Lesekopf wesentlich genauer platziert werden kann. Die Speicherdichte soll bis 2025 auf vier Terabits pro Quadratzoll steigen, sodass Laufwerke mit einer Kapazität von insgesamt 40 Terabyte und mehr möglich werden sollen.

Mit ersten MAMR-Festplatten für den Einsatz in Rechenzentren rechnet der Hersteller ab 2019, allerdings dürften deren Speichergrößen noch deutlich unter der angepeilten 40-Terabyte-Marke bleiben.

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