Verzichtet Western Digital auf Kauf von Toshibas Speichergeschäft?

Mit der Übernahme von Westinghouse, einem US-amerikanischen Entwicklers von Nukleartechnologie für Atomkraftwerke, hat sich Toshiba völlig verhoben und an den Rand der Pleite manövriert. Seither steht ein Verkauf der Speicher-Sparte im Raum, der bei der Konkurrenz auf reges Interesse stößt.

Dies gilt insbesondere für Western Digital. Der weltweit größte Festplattenhersteller versucht mit einer Umstrukturierung dem nachlassenden Interesse an HDDs zu begegnen und hat dazu vor zwei Jahren bereits Sandisk übernommen. Auf diesem (Um-)Weg arbeiten Toshiba und WD bereits zusammen, denn die bereits vor der Übernahme bestehende Partnerschaft zu Sandisk wurde auch unter dem neuen Besitzer weitergeführt

Allerdings stießen die Versuche sich die gesamte Speicher-Sparte einverleiben zu wollen bei den Japanern auf Ablehnung. In den vergangenen Wochen wurden immer wieder Differenzen öffentlich, so hat Toshiba unverhohlen damit gedroht, keine Speicherchips der neusten Generation an Western Digital zu liefern. Nun scheint letzterer einzulenken: Offenbar wird sich WD aus dem Bieterrennen um den Toshiba-Speicherbereich zurückziehen. Im Gegenzug könnte der weltgrößte Festplattenfabrikant an einer neuen Halbleiterfertigung im nordjapanischen Iwate beteiligt werden.

Damit rückt ein Verkauf näher, der bisher nach Informationen von Fudzilla vor allem aufgrund der Uneinigkeit zwischen den beiden Unternehmen über ihre künftige Geschäftbeziehung verzögert wurde und nun nur noch von den jeweiligen Wettbewerbsbehörden abgesegnet werden muss.

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