Fazit
Soweit man die umständliche Installationsprozedur heil überstanden hat und dabei seine Windows-Installation nicht endgültig ruiniert hat, stellt sich WhatsUp Small Business als brauchbares Werkzeug dar, um die wenigstens per IP-Adresse erreichbare Komponenten in einem lokalen Netzwerk - einschließlich im Internet exponierte Server - zu überwachen, deren Betriebszustand, Verfügbarkeit und Netzwerk-Performance zu überprüfen und zu dokumentieren. Wären da nicht einige Macken wie:
die harte Begrenzung auf zehn Geräte, der exorbitante Hauptspeicherverbrauch, der unverhältnismäßig hohe Bedarf an Festlattenplatz die sehr eingeschränkten Konfigurationsmöglichkeiten, die miserable Skalierung im Performance-Monitor, die lachhafte Export-Funktion nach Excel, die zwar die Gerätenamen, nicht aber die Messwerte in eine Tabelle überträgt, das Fehlen von Log-Dateien, etwa um seinem DSL-Provider Leitungsausfälle nachzuweisen...Insbesondere die harte Begrenzung auf 10 Geräte erweist sich bereits in einem Home-Office als praxisuntauglich, erst recht aber für ein Small Business, das vielleicht zwei, drei Filialstandorte überwachen will - mit (WLAN-)Routern und Bridges, Print-, Web- und E-Mail-Servern. Und wenn Ipswitch, wie es die die Auflistung von Spielkonsolen impliziert, tatsächlich auf das vernetze Heim abzielt, dann reichen zehn Geräte erst recht nicht. Denn wenn ein Privatanwender schon Hunderte von Euros für ein solches Werkzeug hinblättern soll, dann will er alle seine Geräte überwachen: WLAN-Internet-Router hier, WLAN-Bridge da, Print-Server, Smartdisplay, TV-PC-WLAN-Bridge, WLAN-IP-Telefon etc.
Dass WhatsUp Small Business optisch aufgemotzt ist, lässt sich auch andres interpretieren: Das englische Wort "skinny" lautet in der deutschen Übersetzung "mager" - zu mager jedenfalls, wenn man bedenkt, dass dieser Elefant im Ping-Laden so wenige Netzwerkgeräte verwalten kann.