Wikimedia muss Aufnahmen von Gemälden löschen

Der Streit zwischen der Wikimedia und dem Reiss-Engelhorn-Museen entzündetet sich an 17 Aufnahmen von Gemälden unterschiedlicher Künstler.

Diese sind alle bereits seit mehr als 70 Jahren verstorben, demnach besteht kein Urheberrecht mehr auf die Kunstwerke selbst. Hochgeladen wurden jedoch originalgetreue Reproduktionen, also Fotos, die aus einem Bildband der Museen stammen.

Während die Wikimedia Foundation in den reinen Reproduktionen keine ausreichende Schöpfungshöhe sieht, entschied das Gericht zugunsten der Museen und stellte klar, dass der entstehende Aufwand zu einem urheberrechtlichen Schutz als Lichtbild führt.

Die Wikimedia Deutschland hat bereits beschlossen, in die nächste Instanz zu ziehen, überlässt jedoch unabhängig davon der Community die Entscheidung über den Verbleib der Fotos. 

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
1 Kommentar
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • johannes_franke
    Was kann da anderes dahinterstecken, als dass das Reiss-Engelhorn-Museum sich Einnahmen aus Eintrittskarten sichern will? So was von fadenscheinig, sich da hinter Urheberrechten zu verstecken. Da müsste man eigentlich einen Boykott ausrufen, dann überlegen sie sich das vielleicht noch mal. Richtige Kunstgourmets geben sich doch nicht mit einem pixeligen Monitorbild zufrieden, die wollen eh das Original sehen. Alle anderen wären sowieso nicht ins Museum gegangen. Wo ist also das Problem?
    1