Wiko Ridge 4G im Test: Günstiger Einstieg in die Mittelklasse

Wiko mit einer erstaunlichen Wandlung: Statt auf klobige Plaste-Bomber mit schlichten Mediatek-Prozessoren setzt der Hersteller mit dem Ridge zunächst auf ein schickes Äußeres und solide Mittelklasse-Technik.

Günstige Smartphone mit ansprechenden Leistungen - das ist eines der großen Herstellerversprechen in diesem Jahr und lässt sich sowohl bei Branchengrößen wie Samsung und Sony als auch bei Newcomern wie etwa Wiko beobachten. Selbst einfache SoCs bringen immer mehr Funktionen mit und verfügen heute in vielen Fällen schon von Haus aus über ein LTE-Modem sowie leistungsstarke Kamerasensoren, sodass um diese lediglich noch ein brauchbares Gehäuse geschneidert werden muss.

Ordentliche Ausstattung, fairer Preis

Wiko folgt diesem Schema und hat ein schlankes Gehäuse konzipiert, in dem hinter einem fünf Zoll großen HD-Display ein Qualcomm Snapdragon 410 verbaut wird, der ein LTE-Modem mitbringt. Zudem kann im microSD-Kartenschacht auch eine zweite (Nano-)SIM-Karte genutzt werden.

Daneben versucht das Ridge mit einem 16 Gigabyte großen Datenspeicher und einem Kamerasensor zu punkten, der Auflösungen von 13 (Rückseite) bzw. fünf Megapixeln (Front) schafft. Außerdem soll der Preis locken, denn mit einem Verkaufspreis von rund 215 Euro gehört das Smartphone noch zu den günstigeren Mittelklassemodellen.

Kitkat-Android und Treiberschwierigkeiten

Die erste Stelle, an der der Hersteller bei der Ausstattung spart, findet sich beim Betriebssystem. Denn anstatt des aktuellen Android 5.0 setzt der Hersteller noch auf die Version 4.4.4; wie es um ein Update auf die nächsthöhere Version bestellt ist, ist unklar. Dafür versucht Wiko mit einer eigens gestalteten Oberfläche zu gefallen, die - wie in vielen anderen Fällen auch - auf den beim Standard-Android üblichen Anwendungsbildschirm verzichtet, die Apps werden ähnlich wie bei Apple auf dem Heimbildschirm abgelegt.

Unschön sind die Schwierigkeiten bei der Verbindung mit einem Windows-7-PC, die im Test aufgetreten sind. Zwar konnte der Kamera-Modus aktiviert werden, der Zugriff auf den Datenspeicher blieb genauso verwehrt wie die der Nutzung als Mediengerät (MTP). Hierbei handelt es sich offenbar um eine Unzulänglichkeit des Treibers.

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