Microsoft: Windows 10 S und Surface Laptop für die Schule

Weil Google für die Nutzung von Chrome OS keine Lizenzgebühren verlangt, erfreut es sich insbesondere in den USA einer immer größeren Beliebtheit und wird vorrangig auf günstigen Notebooks installiert, die somit deutlich zu geringeren Preisen angeboten werden können als Windows-Pendants - denn hier verlangt Microsoft (nicht zu geringe) Lizenzgebühren. Vor allem im US-amerikanischen Schulbetrieb feiert Google große Erfolge und bietet für Schulen mittlerweile eine ganze Reihe zusätzlicher Möglichkeiten. Mittlerweile sind mehr als 50 Prozent der hier genutzten Notebooks sind Chromebooks.

Nun versuchen die Redmonder gegenzusteuern und präsentiert mit Windows 10 S einen Ableger ihres aktuellen Betriebssystems, der speziell für den Einsatz in Schulen konzipiert wurde. Wie Google Chome OS auch handelt es sich bei dieser Windows-Version um ein Cloud-Betriebssystem. Wesentliche Aufgaben bzw. Speicherkapazitäten werden in der Cloud vorgehalten, ein Weg der zwei Vorteile bieten soll: Zum einen kann das Betriebssystem im Vergleich zur Desktop-Version deutlich schlanker gehalten werden und soll so höhere Arbeitsgeschwindigkeiten auf einfacher Hardware bewerkstelligen. Zum anderen kann ein größeres Maß an Sicherheit geboten werden. Anwendungen werden über den Windows Store angeboten und sind somit sicherheitsgeprüft, die Installation über andere Quellen wird zumindest eingeschränkt. Auf dem jeweiligen Rechner werden die einzelnen Anwendungen in einem jeweils abgesicherten Container ausgeführt.

Neben einer Verknüpfung der OneDrive kann mit Windows 10 S auch auf Office 365 zugegriffen werden, ohne das funktionale Einschränkungen befürchtet werden müssen. Außerdem wird Microsoft Zugriff auf Anwendungen aus dem Bildungsbereich von Drittanbietern einräumen.

Mit dem für Schulen bestimmten Windows-10-Ableger präsentiert Microsoft auch ein passendes Mobilgerät der Surface-Baureihe. Das Surface Laptop wurde vom Surface Book abgeleitet und besitzt ein recht ähnliches Gehäuse, das jedoch mit einem edlen Alcantara-Leder-Bezug gewählt werden können. Auch das Display wird bereits in Microsofts erstem Notebook verwendet und bietet ein Panel mit einer Bildschirmdiagonale von 13,5 Zoll, das gleichermaßen auf Berührungen reagiert und mit einem digitalen Stift (Surface Pen) bedient werden kann. Allerdings handelt es sich beim Surface Laptop um einen klassischen Klapprechner. Das Umklappen des Displays um 180 oder gar 360° ist nicht möglich.

Anders als Chromebooks gibt sich das - mehr oder weniger - für die Schule bestimmte Microsoft-Notebook leistungsstark: Im Gehäuseinneren werden Intel-Core-Prozessoren der aktuellen Kaby-Lake-Generation verbaut, die von einem bis zu 16 Gigabyte großen Arbeitsspeicher unterstützt werden. Zur Größe des Datenspeichers wurde nichts bekannt, die Schnittstellenausstattung ist spärlich: Es gibt einen klassischen USB-Steckplatz, ein zusätzlicher Bildschirm kann mit einem Mini-DisplayPort angeschlossen werden, daneben steht ein SD-Kartenleser und eine klassische Kopfhörerbuchse zur Verfügung.

Mit einem Preis von 1149 Euro ist das neue Surface-Notebook zwar deutlich günstiger als das Surface Book - vielen Schülern dürfte es aber immer noch zu teuer sein. Sie müssen darauf hoffen, dass Acer, ASUS, Dell, Fujitsu, HP, Samsung und Toshiba, die ihrerseits Mobilrechner mit Windows 10 S entwickeln, günstigere Preise bieten.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
Noch keine Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar