Welche SSD ist die richtige? Wir haben 17 Flash-SSDs in den Disziplinen Durchsatz, I/O-Performance, Beschaffenheit, Leistungsaufnahme, Effizienz und Preisleistungsverhältnis gegeneinander antreten lassen.
Insgesamt 17 Laufwerke sind in dem bislang umfangreichsten SSD-Roundup in der Geschichte von Tom’s Hardware vertreten. Wir bieten eine Checkliste mit allen Informationen, die man beim Kauf eines SSD-Laufwerks beachten muss und werfen einen Blick auf die Testkandidaten bevor wir Empfehlungen abgeben. Wir meinen, die Zeit ist reif für einen Umstieg auf SSDs.
Vor- und Nachteile
Im Grunde genommen ist eine SSD ein Speicherprodukt, das das sich wie eine Festplatte verhält, allerdings werden die Daten bei einer SSD nicht auf magnetischen, rotierenden Plattern gespeichert. Stattdessen nutzen SSDs NAND Flash-Speicher (Silizium-Technologie), der einerseits zahlreiche Vorteile mit sich bringt, bei dem es andererseits aber auch ein paar Dinge zu beachten gilt, um Nachteile zu vermeiden.
Da SSDs keine beweglichen Bauteile aufweisen gelten sie als mechanisch robust. Sollte ein derartiges Laufwerk mal runterfallen, macht das nichts aus, solange die Schweißpunkte beim Aufprall intakt bleiben und das Laufwerk keine anderen Schäden erleidet. Gleichzeitig sind SSDs unempfindlicher gegenüber extremen Temperaturen und die Leistungsaufnahme der jüngsten Produktgeneration ist deutlich niedriger als die herkömmlicher Festplatten. Die Performance ist allerdings auch weiterhin der Hauptgrund, sich für ein SSD-Laufwerk zu entscheiden und wir können vorab schon verraten, dass alle in diesem Test verwendeten SSDs deutlich schneller sind als herkömmliche Festplatten.
Aufgrund der Beschaffenheit von Flash-Speicher ist es unmöglich individuelle Bits zu löschen. Flash kann nicht auf die gleiche Weise beschrieben werden wie DRAM. Stattdessen können nur größere Blöcke gelöscht und programmiert werden, was zudem auch deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt als Lesevorgänge. Hinzu kommt, dass Flash-Speicherzellen nur über eine begrenzte Anzahl an Schreibzyklen verfügen, was von den Flash-Controllern durch Wear-Levelling-Algorithmen berücksichtigt werden muss. Bei optimierten Flash-SSDs gibt es bei der Schreib-Performance keinen Flaschenhals mehr und auch als Write Amplification bekannte Effekt, der sich negativ auf die Performance auswirkt, lässt sich vermeiden. Dieser verursacht, dass das Laufwerk mehr Bits schreibt als für die Anwendungsdaten notwendig ist. Die neuesten SSDs basieren zudem allesamt auf intelligenten Controllern, die auf mehrere Flash-Speicherkanäle zugreifen und mit einem Cache-Speicher arbeiten, um so Schreibvorgänge zu optimieren. Wenn man sich für eines der neuesten Laufwerke entscheidet und ein modernes Betriebssystem wie Windows 7 verwendet, kommt man in den Genuß aller Vorteile, ohne dabei Gefahr zu laufen, echte Probleme zu haben.
| Pros | Cons |
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- Großer SSD-Vergleich
- Die SSD-Landschaft
- Asax Leopard Hunt II (TS25M64, 128 GB)
- Asax Server One 120 (200 GB)
- Crucial RealSSD C300 (64 GB)
- G.Skill Phoenix FM25S2S (100 GB)
- G.Skill Phoenix Pro (120 GB)
- Intel X25-V (40 GB)
- OCZ Vertex 2 (VTX100G, 100 GB)
- OCZ Vertex 2 (E series, 2VTXE120G, 120 GB)
- OWC Mercury Extreme SSD (100 GB)
- RunCore Kylin II SSD (100 GB)
- Test Setup
- Ergebnisse: Zugriffszeit
- Ergebnisse: I/O-Performance
- Ergebnisse: Lese/Schreib-Durchsatz
- Ergebnisse: 4K Random-Reads/Writes und Interface-Bandbreite
- Ergebnisse: PCMark Vantage
- Ergebnisse: Leistungsaufnahme
- Ergebnisse: Effizienz
- Performance-Indizes
- Fazit
- Vergleichstabelle

Intels G3-Nachfolgeserie verspricht im vierten Quartal dieses Jahres wieder ein bisschen frischen Wind in den SSD-Markt zu bringen und wird die anderen Hersteller hoffentlich nicht nur ueber die verdoppelten Kapazitaeten preislich unter Druck setzen.
Kleiner Scherz am Rande
Wünschenswert für jemanden wie mich wäre noch, wenn man den Ergebnissen noch eine "normale" HDD gegenüber stellt, das würde mir den Grund für den Kauf auf den ersten Blick ersichtlicher machen!
LG Micha
Bei G.Skill und Intel gibt es afair 3 Jahre anstatt 2 Jahre Garantie. Auch wenn SSDs angeblich ein MTBF von 1 mio Stunden haben ist das für mich noch ein Kaufargument.
Wäre schon billiger.
Huch ... na das ist ja mal wieder etwas worüber man sich aufregen kann ^^. Was soll das Intel?
P.S.: Bei AMD southbridges gab es ab dem SB700 AHCI, ne?
@sixpack
Der Unterschied ist, dass du mit der PCIe-Variante kein Betriebssystem booten kannst.
Soweit wie ich es gelesen habe soll es wohl auf's Board bzw auf's Bios ankommen.
Das mag sein. Mein Wissensstand war, dass es bisher nicht geht. Gut möglich, dass es jetzt eine Lösung für solche Umstände gibt und es mittlerweile doch funktioniert.
booten vom OCZ Revodrive ohne Probleme möglich. Es muß nur beim W7 installieren der SiliconImage Raid Controller Treiber angezogen werden...
Dann bootet W7Pro64 in 3 bis 4 Sekunden...
Habe seit ca. einem Monat eine OCZ Vertex 2E (120GB) im Einsatz und betreibe sie
- SATA-Interface im AHCI-Modus
- mit "fsutil behavior query disabledeletenotify = 0"
- sowie Registry-Einstellung "HKLM\System\CurrentControlSet\Services\Msahci = 0".
TRIM sollte also funktionieren.
Kann man das überprüfen, ob das auch wirklich so ist?