Die Metro-Oberfläche von Windows 8 ist für Besitzer von Tablet-PCs sicher toll, für mich als Nutzer eines Desktop-PCs aber mindestens
uninteressant. Nach den ersten Gehversuchen mit dem neuen OS kann ich sogar guten Gewissens sagen, dass sich uninteressant zu ärgerlich und überflüssig gesteigert hat. Warum wird die zweite, neue Benutzeroberfläche auf Desktop-PCs ungefragt installiert? Wo ist das Startmenü? Wo finde ich eine Liste meiner installierten Programme und geht das auch in übersichtlich? Wieso laufen die Apps nur in der Metro-Oberfläche und wieso kann ich nicht gleich auf dem normalen Desktop starten?
Wäre schön, wenn man bei der Installation gefragt worden wäre, ob man das Kachel-Interface nun gerne hätte oder nicht. Keine Chance, sagt Microsoft, denn dort wird erwartet, dass sich Benutzer über kurz oder lang an die neue Hybrid-Bedienung gewöhnen. Keine Chance, sage auch ich, denn was gut für mich ist, entscheide ich selbst. Meine Eingewöhnungsphase mit Metro war dann auch eher kurz. Um Windows 8 überhaupt benutzbar zu machen, musste ich zu Zusatztools wie Classic Shell greifen, die den klassischen Desktop samt Startmenü wieder in den Vordergrund holen.
Mit der Classic Shell lässt sich der Kachel-Irrsinn zwar aus dem Sichtfeld verbannen, aber weder von der Platte putzen noch komplett ausschalten. Schade eigentlich, denn ohne Metro würde Windows 8 durchaus Laune machen, denn es kommt mir insgesamt etwas schneller und reaktionsfreudiger vor als der Vorgänger. So bleibt mir aber nur der Wechsel zurück zu Windows 7, nach den gemachten Erfahrungen alles andere als ein Downgrade. Ich warte auf das hoffentlich bessere Windows 9.
- Windows 8 ist da - und jetzt?
- In Details dann doch überzeugt (Benjamin Kraft)
- Von Kachelmännern und Mausschubsern (Igor Wallossek)
- Windows 8 weist in eine neue Richtung (Matthias Wellendorf)
- Infoterminal mit Meldestörung (Katharina Ulbrich)
- Wischmop 8 (Patrick Afschar)
- Windows Vista reloaded (Manuel Masiero)
