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Bessere Bulldozer-Performance mit Windows 8?

Performance-Check: Hilft Windows 8 der Bulldozer-Architektur auf die Sprünge?
Von , Thomas Soderstrom

Einer der beiden Microsoft-Hotfixes für Windows 7 verändert das Verhalten beim Core Parking, sodass AMDs Bulldozer-Module nicht mehr so häufig in den C6 Schlafzustand wechseln können. Ist dieser Patch installiert, wirkt sich das negativ auf die Leistungsaufnahme aus, was sich wiederum in der allgemeinen Effizienzbewertung des FX-8150 bemerkbar macht. Mit Windows 8 liegt die Leistungsaufnahme dann wieder auf dem Niveau eines regulär per Windows Update aktualisierten Windows 7.

Doch fassen wir nun zusammen: Wie ist es denn nun bei unseren drei Windows-Systemen um die Performance bestellt? Immerhin haben wohl alle Bulldozer-Käufer (und alle, die sich für einen FX-Prozessor mit Piledriver-Architektur interessieren) auf einen großen oder zumindest merklichen Performance-Sprung gehofft.

Laut unseren Tests ändert sich an der Performance beim Wechsel von Windows 7 auf Windows 8 letzten Endes nicht allzu viel. Überhaupt scheint es zudem fast so, als brächten die automatisch installierten Updates AMDs Bulldozer-Architektur kumulativ mehr als die beiden manuell zu installierenden Hotfixes. Tatsächlich ist die Gesamtperformance ohne die Hotfixes sogar einen Tick besser,

Windows 8 sorgt für leicht höhere Benchmarkergebnisse, die man sich aber nicht mit der höheren Leistungsaufnahme der Hotfixes erkaufen muss. Leider kann aber auch Microsoft mit seinem neuesten Betriebssystem kein Performancefeuerwerk zünden, wenn das Problem nicht auf der Softwareseite zu finden ist. Es liegt an AMD, die Bulldozer-Architektur selbst zu optimieren, und mit den FX-Prozessoren der Piledriver-Generation ist die Firma bereits einen Schritt in die richtige Richtung gegangen.

AMD hatte uns bereits im Vorfeld gewarnt, wir sollten auch beim FX-8350 keine großen Performance-Sprünge erwarten. Andererseits will Microsoft anstatt auf ein Service Pack zu warten schon in Kürze einige Updates für Windows 8 verteilen, die sich auf Performance- und Leistungsaufnahme auswirken sollen. Es besteht also immer noch Grund zur Hoffnung auf wenigstens ein Performance-Schübchen.

Andererseits sind softwareseitige Lösungen für Hardwareprobleme nur dann sinnvoll, wenn die Software auch tatsächlich das Problem darstellte. Ist die Hardware selbst aber der Stolperstein, wird auch die beste, intelligenteste Software daran wenig ändern können.

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