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Windows 8 optimiert Update-bedingte Neustarts

Von , Marcus Yam - Quelle: MSDN B8 | B 3 kommentare

Für Enthusiasten ist ein von allein neu startender Computer ein Zeichen dafür, dass irgendetwas im Argen liegt – außer es ist Windows selbst, dass nach einer Update-Installation selbständig neu startet. Bei Windows 8 soll dies noch besser werden.

Es ist zwar eine feine Sache, dass Windows 7 sich so umsichtig mit Updates auf den neuesten Stand hält, aber Power-User nehmen auch solche Sachen gern selbst in die Hand. Laut Microsofts Statistiken erlauben es rund 90 Prozent aller Anwender ihrem System, Updates automatisch zu installieren und sich selbst neu zu starten. 2,38 Prozent möchten vor der Installation benachrichtigt werden, 3,44 Prozent möchten vor dem Download benachrichtigt werden und 4,88 Prozent deaktivieren die Update-Checks sogar komplett.

Das Problem mit dem Auto-Update- und Auto-Neustart-Modell ist die Tatsache, dass einige Anwender dadurch ungesicherte Daten verlieren – nicht gerade benutzerfreundlich. Microsoft will dies in Windows 8 mit der Einführung einer 72-stündigen Gnadenfrist für automatische Updates und Neustarts ändern.

Microsoft plant, die Anzahl der erforderlichen Neustarts dramatisch zu reduzieren, indem alle Updates, die einen Neustart erfordern, an einem einzigen, gemeinsamen "Patch Tuesday" (der zweite Dienstag jedes Monats) ausgeliefert werden. Kritische Sicherheitsupdates wird Microsoft aber wie gehabt sofort ausliefern.

Wenn nun ein Update-bedingter Neustart ansteht, möchte Microsoft Anwendern eine 72-stündige Gnadenfrist zugestehen, um etwaige Arbeitn zu beenden und das (oder die) Update(s) zu installieren. Diese Erinnerung soll auch auf dem Login-Bildschirm eingeblendet werden. Nach Ablauf der 72 Stunden wird Windows Update den Neustart schließlich erzwingen – außer das System entdeckt, dass immer noch "kritische Anwendungen" geöffnet sind.

In einem solchen Fall wird Windows 8 seinen Nutzer dann unmittelbar beim nächsten Login daran erinnern, dass noch Arbeit zu sichern ist und dann innerhalb eines 15-minütigen Zeitfensters neu gestartet werden muss.

Für einen solchen Ansatz ist allerdings eine Menge Vertrauen in die Fähigkeiten von Windows 8 nötig - immerhin bestimmt das Betriebssystem dann selbst, ob der Rechner zu einem Neustart bereit ist oder nicht. Bedenkt man aber alle angesprochenen Änderungen in Sachen Update-Frequenz und -Verhalten, dann ist der neue Ansatz definitiv benutzerfreundlicher als der von Windows 7.

Kommentarbereich
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  • thomaz , 21. November 2011 22:23
    einfach dvbviewer.exe laufen lassen und schon is nix mehr mit runterfahren :D 
  • kmueho , 22. November 2011 16:39
    Einfach die Updates abschalten, dann ist auch nix mehr damit.

    Nachdem sich bei mir ein Vista- und bereits zwei Windows7-Rechner per Auto-Updates selbst zerschossen hatten (bei Windows7 konnte das immerhin über die System-Wiederherstellung repariert werden, bei Vista leider nicht), gehöre ich zu den 4,88 Prozent.

    Gelegentlich starte ich meine Rechner neu, und mache dann alle ausstehenden Updates manuell. Aber im Hintergrund ist mir dass nicht mehr recht! Vor Allem, da ich einige virtuelle Maschinen (vmware) laufen habe, die bei einem Neustart schlicht "den Stecker gezogen" bekommen.
  • TGH1978 , 23. November 2011 13:15
    bei mir sind die Auto-Updates auch deaktiviert bin also auch einer von den 4,88% ... die kommen eh immer zum ungünstigsten Zeitpunkt... außerdem ist man nie davor bewahrt das nicht doch einmal etwas crasht... da lade ich mir lieber alle 1-2 Monate die WinFuture Update Packs runter, und für dann ein manuelles Update aus...