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PC-Markt wird in diesem Jahr schrumpfen, glauben Analysten

Von , Wolfgang Gruener - Quelle: Forbes

Nutzer könnten Microsofts neues Betriebssystem schmähen, weil die Hardware entweder die neue Windows-8-Oberfläche nicht unterstützt oder die Geräte zu teuer sind - und das könnte sich negativ auf die Absatzzahlen bei entsprechenden Geräten auswirken

Das US-amerikanische Bankhaus Citigroup hat Intel, AMD und Nvidia herabgestuft und seinen Kunden mitgeteilt, das man davon ausgehe, dass sich der Markt für PC-Systeme in diesem Jahr verkleinert.

Diese neuerliche Einschätzung ist eine deutliche Abkehr von bisherigen Prognosen und soll dem Sturm gerecht werden, der sich aktuell über der Industrie zusammenzieht. Denn auch die viel beschworene Wendung auf dem an sich schon unter Druck stehenden Markt, die Windows 8 bringen soll, sehen die Analysten nicht. So schätzt Glen Yeung, dass weniger als 5% der im zweiten Halbjahr diesen Jahres produzierten PCs mit einem Touch-fähigen Monitor verkauft werden. Damit kommen die Vorteile der neuen Oberfläche von Microsofts kommenden Betriebssystem jedoch kaum zum Tragen kommen. Touch-Bildschirme sind schlicht zu teuer für den großen Durchbruch im Massenmarkt. Selbst hinsichtlich der Tablets mit Windows RT bleibt der Citigroup-Analyst skeptisch: Für das für ARM-Prozessoren gedachte OS verlange Microsoft zu hohe Lizenzgebühren, sodass die Hersteller schon ein Office dazulegen müssen, damit deren Geräte überhaupt noch attraktiv erscheinen.

Dies spiegeln auch die Preisvorstellungen, die die Hersteller z.T. während der IFA durchblicken ließen, wieder. Für ein Windows-RT-Tablet mit einer Tastatur werden im Regelfall mindestens 600 Euro fällig. Tablets mit Intel-Prozessoren und Tastatur sind nicht für unter 700 Euro zu bekommen. Dennoch werden die Geräte die Verkäufe klassischer PC- und Notebook-Systeme beeinflussen.

Yeung deutet damit indirekt auch an, dass Microsoft es verpasst hat, den Hardware-Herstellern und damit seine Kunden das neue Windows-Betriebssystem im nötigen Umfang zu erklären. Zwar besitzt das Betriebssystem durchaus das Potential für hohe Verkäufe, die Oberfläche bleibt allerdings die Achilles-Ferse: Denn diese wird nur dann zu einem Erfolg, wenn nicht nur Hardware erhältlich ist, die das UI unterstützt, sondern diese Hardware muss auch zu den Bedürfnissen der Anwender passen - und wenn das nicht der Fall ist, könnte Windows 8 zu einem Misserfolg werden.

Dementsprechend stufte der Analyst die Aussicht für Intel-Aktien von 32 Dollar auf 25,75 Dollar, bei AMD sieht er einen Preisrutsch von 6,50 Dollar auf 4,25 Dollar pro Aktie und selbst Nvidia muss Federn lassen, hier liegt das Potential der Aktie bei 15,25 Dollar und nicht mehr bei 16,50 Dollar wie bisher.

Es gibt 6 Kommentare. B
Weitere Kommentare
  • 0
    Gaensebluemchen , 14. September 2012 13:58
    Hallo :) 
    Analysten, da hab ich was:
    http://www.youtube.com/watch?v=MdYqwvKc4WQ
  • 0
    Sjem , 14. September 2012 14:20
    früher hat das "analysten gesindel" auf der kirmes mit einer Kugel gesessen, herrlich!

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    matthias wellendorf , 14. September 2012 15:08
    Ein bisschen was ist aber dran. Wozu sollte man sich ein Windows-Tablet für 600-700 Euro mit lahmer Performance zulegen? Und mögen die Kacheln bei Touch-fähigen Displays auch ganz nett sein, auf einem Desktop finde ich die Oberfläche einfach nervig, weil man an manchen Stellen einfach ewig viele Klicks braucht, wo zuvor nur 1-2 nötig waren.
  • 1
    alterSack66 , 15. September 2012 21:58
    Ich warte auf Windows 9 oder so, Vista hab ich auch ausgelassen. Ich möchte nicht auf meine Display rumfingern.
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    Fabo , 17. September 2012 13:45
    vorinstallierten müll will eh keiner haben.es ist so nervig geworden mit notebooks und co.
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    assasa , 17. September 2012 16:31
    Warum meine Nichtbereitschaft jedes mal, wann neues BS rauskommt, das und neuen PC kaufen zum Misserfolg für dieses BS erklärt wird?
    Meine Hardware passt schon seit XP zu meine Bedurfnissen: Lesen, schreiben, kommunizieren, drücken, scannen. (Spielen auch). Das alles lecken und küssen könnte man auch immer, wer darauf steht.