Windows Phone: Mehr Freizügigkeit bei der Wahl der Hardware
Um auf seinem mobilen Betriebssystem auf allen Smartphones eine vergleichbar hohe Performance zu verschaffen, hatte Microsoft für Hardware-Hersteller einen Katalog mit Mindestanforderungen an die Hardware entwickelt, der diesen nicht allzu viel Spielraum ließ. Allerdings scheinen sich die starren Vorgaben mit den ersten Nokia-Smartphones zu lockern – zumindest ein bisschen.
So können Hersteller nun zwischen zwei Prozessoren-Serien wählen. Zum einen gestattet Microsoft den Qualcomm Snapdragon MSM8x55, zum anderen den MSM7x30. Prinzipiell sind die beiden Chips baugleich. Allerdings leistet der Skorpion-ARM-Kern beim ersten eine Taktfrequenz von 1 GHz bis 1,5 GHz leistet und zu dem eine Adreno-205-GPU integriert, während der zweite im einem CPU-Takt von 800 MHz wesentlich langsamer ist. Das soll preisgünstigere Geräte ermöglichen.
Ansonsten bleibt vieles beim Alten. Weiterhin muss das Windows-Phone-Smartphone ein kapazitives Display mit einer Auflösung von wenigsten 800 x 480 Pixel, sowie drei (mehr oder weniger) physische Tasten für „Start“, „Suchen“ und „Zurück“ besitzen. Außerdem sehen die Vorschriften einen Beschleunigungsmesser, GPS und WLAN vor. Wenig Veränderung auch hinsichtlich der Speicheranforderungen. Der Arbeitsspeicher darf nicht kleiner als 256 MB RAM sein; für das Ablegen von Daten muss ein mindestens 8 GB großer Speicher zur Verfügung stehen.
Neu in den Windows-Phone-Bestimmungen ist zudem, dass die Verpflichtung zu Fotosensoren gänzlich wegfällt. War der für Videotelefonie gedachte Sensor an der Front schon immer optional, können Hersteller nun auch Smartphones gänzlich ohne Kamera entwickeln. Hier scheint Microsoft Sicherheitsbedürfnissen aus der Industrie entgegenzukommen, die die integrierten Kameras zum Teil als ein gutes Spionagewerkzeug kennenlernen mussten.
Mit der Öffnung seines mobilen Betriebssystems versucht Microsoft auf dem Mobile-Markt attraktiver zu werden, denn bisher ist Windows Phone alles andere als eine Erfolgsstory. Selbst leistungsfähige Smartphones, die das OS verwenden, liegen wie Blei in den Regalen und werden zum Teil zu Ramschpreisen angeboten. Ob die Lockerung der Hardware-Anforderungen oder auch neue Geräte von Nokia etwas ändern können bleibt jedoch abzuwarten.
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Als bald einjähriger Nutzer bin ich mehr als zufrieden mit meinem WinPhone. Seit Mango ist es zudem ein rundum solides, gut bedienbares, unkompliziertes OS. Aber das ist nur die Meinung eines hybriden Konsumenten, der sowohl ein Android-Telefon und iOS-Geräte besitzt.