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Betriebssystem ohne Fenster: Windows Server 2008 Core

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Der typische Server-Verwalter kommt aus der DOS-Ära und kennt die Welt noch ohne Fenster und Pastellfarben. Die wesentlichen Vorgänge erledigt er per Konsole und muss dazu keine Maus bewegen. Microsoft hat mit der Vorstellung des Server 2008 versucht, einem eingeschworenen Admin-Kreis etwas Gutes zu tun. Wer den Windows Server 2008 installiert, findet eine neue Option vor: Die Core-Installation. Der englische Begriff core steht hierbei für Kern oder Kernstück und zeigt auf, worum es geht: Eine Installation von Kernkomponenten mit der Beschränkung auf das Wesentliche.

Genaugenommen verzichtet die Core-Installation (mit ganz wenigen Ausnahmen) auf jegliche grafischen Elemente des Windows-Betriebssystems. Nach der Anmeldung findet der Administrator lediglich eine Eingabekonsole vor. Es gibt keine Startleiste, keinen Explorer, keinen Server-Manager...

Da mag sich der eine oder andere Leser berechtigterweise die Frage nach dem Sinn einer solchen Plattform stellen. Die Antwort ist klar: Ein Server, der nur eine bestimmte Aufgabe ausführt, benötigt keine überflüssigen Komponenten, die nie genutzt werden. Zudem sinkt die Angriffsfläche und der Server wird resitenter gegenüber Hackern. Auch die Performance des Servers steigt, da weniger Arbeitsspeicher belegt wird und auch auf der Festplatte können einige Gigabytes gespart werden.

Doch administrieren eines Servers über die Eingabeaufforderung - wie geht das überhaupt? Tom’s Hardware zeigt es in diesem Artikel.

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Juzam 28/02/2008 19:03
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-1+

Kommandozeile? Wieso brauche ich dann ein Windows?

derGhostrider 28/02/2008 19:19
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-0+

Die Frage sollte ehr lauten, warum nicht komplett auf die grafische Oberfläche verzichtet wurde. So läuft ja doch fast alles im Hintergrund.

@Juzam: Deine Frage ist einfach zu beantworten:
Wenn Du Anwendungen im Unternehmen für Windows hast und diese eben für das Unternehmen brauchst, dann brauchst Du auch ein passendes Betriebssystem.
Fenster sind oftmals unnötig auf einem Server.

metal_alf 28/02/2008 19:46
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-0+

Ich muss "der Ghostrider" zustimmen, es ist klar das so ca. alle Linux dem Konsolen Windows überlegen wären, aber punkto kompatibilität wird es nicht unschlagbar sondern einfach göttlich sein! Habe schon länger eine rückkehr der Konsole ins Windows erwartet!

jemand84 28/02/2008 19:56
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-0+

derGhostrider :
So läuft ja doch fast alles im Hintergrund.




Ne, läuft nichts im Hintergrund und müsste auch erst durch Startbefehle geladen werden.

jemand84 28/02/2008 19:57
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-0+

metal_alf :
Habe schon länger eine rückkehr der Konsole ins Windows erwartet!




Die Konsole war niemals weg.

Fudde 28/02/2008 21:04
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-0+

jemand84 :
Die Konsole war niemals weg.



genau !
ich benutze seit jahren ein selbsgeschriebens BKP-script auf diversen servern !
und dank einiger erweiterungen durch die Resource-kits und den göttern von SYS-Internals
geht damit so ziemlich alles und wenn etwas nicht geht dann wirds implementiert!
Ich liebe die windows-Shell

joh 28/02/2008 22:19
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-0+

Über 5 GB für ein Core-System? *kopfschüttel"

derGhostrider 28/02/2008 23:22
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-0+

@jemand:
Du hast eine grafische Benutzeranmeldung, Du hast einen Desktophintergrund, Du hast Fenster (Taskmanager, notepad),...

Da läuft ein kompletter Fenstermanager, nur daß kein Explorer Prozess gestartet ist.

Ich fände es konsequenter, wenn, wie es mit der Admin-Konsole bei W2k war, eine REINE Shell angezeigt würde. Keine Grafiktreiber, kein Desktop, Benutzeranmeldung nur im reinen Textmodus, ...
Die Dienste könnten ja trotzdem geladen werden.

jemand84 28/02/2008 23:54
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-0+

Wieso? In dieser Rohfassung ist das System schon entlastet genug. Weniger wäre hier wieder zuwenig. Du hast auch einen Mac zu Hause, was? ^^ Alles "versimpeln" bis zur Produktivitätsbremse.


Überhaupt sollte es eine "Core" Funktion schon beim normalen Windows geben. Ich sach da nur "GameOs" ^^

anonymous 29/02/2008 00:07
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-0+

Na super... und wer bezahlt dann die Admins wenn die Stunden damit verbringen in der Konsole alles mögliche einzugeben .. klar geht bei Linux auch .. nur da gibt es ein paar Konfigs und das wars.. bei MS sind es ja gleich tausende.. welcher Admin macht das ? Bzw welcher Kunde würde das bezahlen .. no Übersicht.. Ich sag nur "Back to the ROOTs" oder ein Schritt in die Vergangenheit ! Programmierern wird es sicher gefallen .. keine Frage :-)

derGhostrider 29/02/2008 00:25
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-0+

@Gandiz:
Die einmalige Einrichtung geht doch noch. Was meinst Du denn bitte, wird da an solchen Servern ewig geschraubt?

Soetwas als PDC oder einfacher Fileserver wär' doch nett.

Bobbitz 29/02/2008 10:21
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-0+

GAndiZ :
Na super... und wer bezahlt dann die Admins wenn die Stunden damit verbringen in der Konsole alles mögliche einzugeben ..



Eine Firma die einen oder mehrere fixe Admins angestellt hat, die so oder so monatlich Geld kosten, ob sie auf bunte Knöpfe tippen oder Befehle in eine Konsole eingeben.

Zum Beispiel, und ausserdem ist diese Funktion im Win2k8 Server optional und nicht Pflicht, also was solls.

Bobbitz 29/02/2008 10:25
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-0+

Nachtrag: Ausserdem ist diese Variante dann interessant, wenn ein Server mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen soll, und man durch das weglassen der Oberfläche extrem viele System-Ressourcen einsparen kann.

Statt 2 benötigten Servern, ist nur noch 1 Server nötig. Das bedeutet weniger Anschaffungskosten, die laufenden Kosten sinken, der Administrationsaufwand wird geringer (auf Dauer gesehen) und das alles spart Geld ein. Für einen kleinen Betrieb mögen diese Einsparungen eher gering sein, bei Firmen mit zig Servern und mehreren hundert oder tausend Angestellten kann sich so etwas schon extrem auswirken.

hoFFy 29/02/2008 12:51
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*gg* also ich muss ja schon schmunzeln wenn ich das so lese... wir haben hier in der firma NUR linux-server im einsatz. aus alten zeiten noch einen mit novell netware und zwangsweise einen fürs datev mit windoof 2003. aber sonst? und was sollen dann >900 zeilen zum starten vom iis? also für sowas gibts doch die .conf von apache *fg* für mich sind die ganzen grafiken doch nur unnützer ballast auf einem system das ohne doch viel mehr ressourcne zur verfügung hat... "eierlegende wollmilchsäue"? ja man kann es natürlich auch so sehen: "ich will die grafik, dann ists einfacher - okay, dafür brauch ich dann auch ein noch performanteres system, aber hey ich hab grafik" oder man sieht es so wie wir hier: "grafik? kann man sich sparen und das system braucht entweder keine wollmilchsau zu sein, oder ist es und ist dafür noch performanter" letzteres ist natürlich die beste wahl ;-)
also ich schwöre auf die konsole :-p

apocalypsecow 29/02/2008 13:06
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@jemand84: Du machst das aber schon beruflich, oder?
Wenn jeden Prozess per Hand startest, dann tust du mir echt leid, aber immerhin hast Du ja ein paar übrig gelassen, sonst würde das Teil ja nicht bis zur Eingabeaufforderung kommen.... ,-)
Und auch die Konsole war niemals weg, X-Box, Nintendo.... *rofl*

Ich finde das auch super, wenn MS es jetzt noch schafft, dass man wichtige Prozesse mal neu starten kann ohne einen Reboot-Zwang zu haben, dann wäre wir mal einen Schritt weiter.

Schugy 29/02/2008 23:04
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Auf einem infizierten System, dass kein Nero mehr starten konnte, habe ich mal auf Server2003-Tools mit cdburn.exe zurückgegriffen, um meine sysresccd.org zu brennen.
Bevor man sich durch die Systemsteuerung geklickt hat, hat man auch win+R, dann cmd und dann in der cmd ipconfig eingegeben, um die wichtigsten Netzwerkeinstellungen zu sehen. Für so etwas benutze ich garantiert keine Maus.

anonymous 29/02/2008 23:58
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@derGhostrider

Soetwas als PDC oder einfacher Fileserver wär' doch nett.


PDC ? wir haben die Zeit von Active Directory. PDC das war zu NT4 Zeiten :) jup als Fileserver... aber dafür nehme ich auch kein MS Betriebssystem.. da reicht Linux .. und da gibt es die reine Console schon ewig !

Bei nem Problem mit einem der Server.. falls nicht gerade im Cluster.. bekommt man als Admin schnell mal den Chef zu spüren.. mir wäre es da schon lieber wenn ich ein System so schnell wie möglich mit viel Übersicht verwalten könnte.

Ich denke es kommt ganz drauf an.. wie hier schon beschrieben "was will ich mit dem Server machen"

anonymous 01/03/2008 12:48
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Sehr interessanter Beitrag!
Ich nehme als Server ein Enterprise-Linux, lasse allen Schnick-Schnack weg und habe ein System, welches ich über eine sehr komfortabel zu bedienende Shell (bash ist da zu empfehlen) administrieren kann. Konfigurationen lassen sich über ein Heer von guten Shell-Befehlen editieren. Es gibt kaum Binär-Dateien, die man nicht einsehen kann. Windows cmd-Shell administration ist gut ... aber sehr gut ist was anderes.

Uwe82 01/03/2008 14:00
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GAndiZ :
PDC ? wir haben die Zeit von Active Directory. PDC das war zu NT4 Zeiten


Du kennst schon die FSMO-Rollen? Den PDC gibts immer noch und er ist immer noch ziemlich wichtig. Das hat Ghostrider zwar wahrscheinlich nicht gemeint, ich will Dich nur darauf aufmerksam machen ;).
GAndiZ :
jup als Fileserver... aber dafür nehme ich auch kein MS Betriebssystem.. da reicht Linux


Linux für Fileserver? Ne, danke. Linux ist gut als Webserver, DNS, vielleicht noch DHCP, je nachdem, was man braucht. Aber mit der sehr spartanischen Rechteverwaltung auf File-Ebene lockt Linux doch keinen Hund hinterm Ofen hervor im Vergleich zu NTFS ;).

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