Mobile WLAN-Speicher mit Batterie: Sechs Airdrives im Vergleichstest

Corsair Voyager Air

Mit dem Voyager Air hat Corsair ein USB-3.0-Laufwerk vorgestellt, das sich als WLAN- und NAS-Festplatte einsetzen lässt und über seinen Akku zeitweilig unabhängig vom Stromnetz agieren kann. Das 2,5-Zoll-Drive ist in zwei Ausstattungs- und Farbvarianten erhältlich: als 500-GB- und als 1-TB-Version, wahlweise im schwarzen oder roten Gehäuse. Wir haben die rote 1-TB-Version getestet, die zum Testzeitpunkt im Online-Handel etwa 190 Euro kostet.

Zusammen mit dem beigelegten USB-3.0-Kabel funktioniert das Voyager Air wie ein herkömmliches externes 2,5-Zoll-Laufwerk. Im Test erreicht es ebenso wie das Seagate Wireless Plus und die PQI Air Bank hohe USB-Datendurchsatzraten. Setzt man das Voyager Air als USB-Laufwerk ein, stehen die übrigen Funktionen wie NAS und WLAN-Hotspot nicht zur Verfügung.

Das ebenfalls mitgelieferte modulare Netzteil kommt dann zum Einsatz, wenn das Corsair-Laufwerk als NAS-System dienen soll. Dazu verbindet man das Voyager Air über den Gigabit-Ethernet-Port mit einem Router, gibt es als Netzlaufwerk frei und kann anschließend im Heimnetzwerk auf seine Dateien und Ordner zugreifen. Mit Übertragungsraten von 31 MB/s beim Lesen und rund 23 MB/s beim Schreiben gehört das Corsair zu den schnellsten LAN-Lieferanten im Test. Ausgefeiltere NAS-Features fehlen dagegen gänzlich – es gibt nur ein öffentliches Verzeichnis, das sich sämtliche Parteien teilen.

Die dritte Fähigkeit des Voyager Air: Das WLAN-Modul erlaubt schnelle Datenübertragungen nach 802.11 b/g/n und verwandelt das Corsair in einen Hotspot für Smartphones, Notebooks und Tablets. Mittels einer Voyager Air-App, die laut Hersteller auf iPad, iPhone, iPod touch sowie den meisten Android-Smartphones und -Tablets läuft (im Test allerdings nicht auf dem Google Nexus 4), kann man unter anderem die Inhalte des Laufwerks durchsuchen und ein WLAN-Passwort setzen. Das drahtlose Netzwerk steht in der Standardeinstellung jedem Teilnehmer offen, kann aber in der App oder über den Webbrowser via WPA2 abgesichert werden. Über den Webbrowser lässt sich das Gerät lediglich konfigurieren, nicht aber die gespeicherten Dateien einsehen oder abrufen.

Schließlich fungiert das Voyager Air auch als Streaming-Server und kommt ab Firmware-Version 1.27 auch mit DLNA- und AirPlay-Support. Multimedia-Inhalte kann der Testkandidat damit an geeignete Smart-TVs, Blu-ray-Player, Spielekonsolen, digitale Videorekordern und Streaming-Media-Clients schicken. Auch PDF-Dateien lassen sich mit der App öffnen. Die gemessene WLAN-Übertragungsrate von bis zu 4,1 MB/s gehört zwar nicht zu den schnellsten, doch im Test konnten wir bei unseren exemplarisch verwendeten Videos keine Ruckler oder gar Aussetzer feststellen. In Kombination mit dem 6.400 mAh starken Akku soll der Voyager Air bis zu sieben Stunden Video-Streaming ermöglichen. Über das USB-Kabel kann der Testkandidat nicht aufgeladen werden, wohl aber über das modulare Netzteil sowie den Auto-Adapter.

Erstelle einen neuen Thread im Artikel-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
1 Kommentar
    Dein Kommentar
  • "Schnell ist auch das Stichwort für die WLAN-Performance: Mit einer CrystalDiskMark-Leserate von 31 MB/s und einer Schreibrate von 23,3 MB/s gehört das Seagate-Laufwerk beileibe nicht zu den schnellsten WLAN-Geräten, zieht der Konkurrenz aber meilenweit davon, die kaum über 5 MB/s hinauskommt."

    Was denn nun, bei den Ergebnissen in der Tabelle kommt die WirelessPlus angeblich nur auf 2,5 bzw 2,6 MB/s?
    Ich selber besitze auch 2 WP Laufwerke sowie diverse andere (nicht getestete) Wlan-Platten (ICY-Box, Intenso M2M, Fantec). Die WP ist im Wlan die absolut schnellste Platte (im Vergleich via SMB) aber auf 30 MB/s kommt sie bei mir nicht jedoch 2,5 MB/s schafft sie allemal.

    Gruss Hendrik
    0