Download the Tom's Hardware App aus dem AppStore
Die Referenz für aktuelle News aus dem Technologiebereich
Ja Nein

MSI X58 Pro-E

von

MSIs X58 Pro-E ist eines von nur zwei Mainboards im Testfeld, das bis zu sieben Erweiterungskarten aufnehmen kann. Die drei x16-Slots können zwei Grafikkarten mit der vollen Bandbreite versorgen, während der dritte über vier PCIe-Lanes angebunden ist. Im Gegensatz zu Asus, wo ein ähnliches Layout zum Einsatz kommt, ordnet MSI die Slots in x16-x4-x16-Reihung an, was die Luftzufuhr bei übergroßen Karten in einem Multi-GPU-Verbund verbessert, wenn diese in den voll beschalteten Slots stecken.

Wie beim Asus fehlt auch beim MSI die Port-80-Anzeige, die zumindest bei den Produkten der kleineren Hersteller für Enthusiasten, zum Standard gehört.

MSI verzichtet auf den kostenlosen Floppy-Anschluss, verbaut dafür aber den aufpreispflichtigen Ultra-ATA-Controller, obwohl Windows XP derzeit noch häufiger im Einsatz ist als IDE-Geräte. Außerdem sitzt am ATX-Anschlussfeld ein einzelner eSATA-Port, der von einem JMicron-JMB363-Controller verwaltet wird. Wo bei Asus ein weitere solcher Anschluss fehlt, sitzt hier ein zweiter auf dem Board selbst, direkt hinter dem nach vorn abgewinkelten Ultra-ATA-Anschluss.

Auch beim X58 Pro-E sitzen die Pins fürs Front-Panel-Audio an der ungünstigsten Stelle, nämlich in der unteren linken Ecke, wo die Kabel oftmals nicht hinreichen. MSI verbaut einen kleinen »Schaltkasten« mit drei Schaltern, um die Busgeschwindigkeit einzustellen. Dem Board fehlen leider Bohrlöcher für ältere LGA775-Kühler. Upgradewillige können damit beispielsweise ihre alte Wasserkühlung nicht im neuen System nutzen.

BIOS
Die im BIOS angebotenen Einstellmöglichkeiten für Taktrate, Timings und Spannungen haben wir zum besseren Vergleich für alle Kandidaten auf Seite 17 gesammelt.

MSI gilt zwar nicht gerade als Primus bei BIOS-Optionen, will sich aber in diesem heiß umkämpften Segment nicht von der Konkurrenz die Butter vom Brot nehmen lassen. Das X58 Pro-E hält daher die meisten Einstellmöglichkeiten bereit, die auch in MSIs teureren Boards zu finden sind.

Die wichtigsten Spannungs-Optionen – Vcore, Uncore, DRAM, IOH – finden sich zusammen mit einigen anderen im Cell-Menü des X58 Pro-E. Dort sind auch die meisten Taktraten-Einstellungen und Teiler einzustellen. Die Speicher-Einstellungen erscheinen eher einfach. Es werden aber zusätzliche Optionen eingeblendet, wenn man den Punkt »Advanced Memory Settings« auf manuell stellt.

Das X58 Pro-E kann bis zu vier benutzerdefinierte BIOS-Profile speichern, während ein separates Menü das Speichern und Flashen des BIOS direkt aus der Benutzeroberfläche heraus erlaubt. Bootmedien werden somit nicht mehr benötigt.

Zubehör
MSI bauscht sein sehr mageres Bundle optisch mit zusätzlichen Handbüchern auf. Obwohl die Produktseite des MSI X58 Pro-E SLI-Support verspricht, liegt dem Board keine passende Steckbrücke bei. Stattdessen spendiert MSI dem Käufer eine CrossFire-Brücke – was leider überflüssig ist, da diese den meisten CrossFire-Karten ohnehin beiliegt.

Verlinken:
13
Kommentare
X
Abschicken

Kommentare
Kommentare alternativ im Forum lesen
_sieben 10/08/2009 14:20
Ausblenden
-0+

Ein schöner Test, gefällt mir. Insbesondere das auch die CPU Phasen mit in Erscheinung getreten sind. Die Anzahl der NB und Ram Phasen würde mich auch interessieren. Unter "Sonstiges" finde ich die Anzahl der Fan Header wichtig. z.B. hat das Asus Gene fünf 4pin Fan Header. Es ist eine feine Sache jeden Lüfer mit der Software zu steuern ;) Bei einigen erwähnten Boards habe ich nur zwei 3 pin Header gefunden...

fruchtquark 10/08/2009 14:57
Ausblenden
-0+

ASRock hat die letzte Zeit extrem viele gute Boards auf dem Markt gebracht mit Sau guten Preis/Leistungs-Verhältnis. Auch für andere Sockel. Langsam aber sicher stellen die ASUS in den Schatten.

_sieben 10/08/2009 15:37
Ausblenden
-0+

"Langsam aber sicher stellen die ASUS in den Schatten."
Asus und Asrock ist ein Unternehmen ;)

f1delity 10/08/2009 15:42
Ausblenden
-0+

Ui, von Asrock sogar was brauchbares bei OC, klingt gut. Ansonsten kenne ich von denen nur Boards die in Standardeinstellung laufen und sonst schnell überfordert sind.

Aber schonmal schöner Test.

ashrakk 10/08/2009 21:12
Ausblenden
-0+

Asrock und Asus, bald wedelt der Schwanz mit dem Hund

oXe 10/08/2009 21:55
Ausblenden
-0+

Die haben einfach dem Asrock Board mal die gleichen Features wie den großen gegeben und deshalb is auch die Performance sau nice für den Preis!

r4z3r 11/08/2009 08:09
Ausblenden
-0+

AsRock ist schon seit längerem ein würdiger Gegner für die anderen Marken und hat nichts mehr mit den oft bemängelten Billigboards von vor ein paar Jahren zu tun. Preis-/Leistung wie immer spitze!

_sieben 11/08/2009 09:34
Ausblenden
-1+

Trotz des Minuspunktes ist Asrock ein Tochter Unternehmen von Asus :heink: ??

Idleking 19/08/2009 11:00
Ausblenden
-0+

Sehr informativer Test!

Stimmt das beim ASRock-Board wirklich mit "Uncore Spannung 1,20 - 1,90V (70mV)"?
70mV scheint mir im Vergleich zu den anderen Kandidaten im Test extrem viel...

Was mir persönlich in diesem Test auch noch fehlt ist eine Preis/Leistungs-Übersicht, da dies für viele potentielle Käufer auch ein Argument ist.
Natürlich ändern sich Preise mitunter stark von einem Tag auf den anderen, aber das tun sie auch bei Grafikkarten und da gibt's auch immer eine P/L-Tabelle ;)
Ich bin so frei und erlaube mir, die Preise (lieferbar) aufzulisten:

ASRock X58 Extreme: 143,17 €
Asus P6T SE: 157,30 €
ECS X58B-A: 133,99 €
Foxconn Flaming Blade: 185,82 €
Gigabyte EX58-UD3R: 160,26 €
Jetway BI-600: N/A
MSI X58 Pro-E: 163,90 €
Alle Preise Stand 2009-8-19, 10:55 Uhr

Auch der Preisvergleich gibt der Empfehlung (heute ;)) Recht (trotz der 10 Euro, die es teurer ist als das ECS).

benkraft 19/08/2009 11:35
Ausblenden
-0+

Idleking :
Was mir persönlich in diesem Test auch noch fehlt ist eine Preis/Leistungs-Übersicht...



Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen: Die Preise fluktuieren enorm stark, und wie im Artikel angemerkt, schwankten sie während des Testzeitraumes so sehr, dass einige der Kandidaten sich zwischenzeitlich gar nicht für den Vergleich qualifiziert hätten.
Es ist immer ein wenig schwierig abzuwägen, ob ein Fazit mit Preisangaben Sinn macht - selbst wenn man die als "zum Testzeitpunkt" kennzeichnet. Würde bei MSI und Gigabyte die Empfehlung anders ausfallen, würden sich die Preise umkehren (oder weiter auseinander ziehen)? Würde man dadurch eventuell eine Empfehlung verfälschen? Gilt dieselbe Empfehlung noch, wenn eines der Boards plötzlich (Lieferengpässe, Angebot/Nachfrage, Produktpolitik) stark im Preis anzieht?
Deshalb haben wir uns in diesem Fall dagegen entschieden, konkret auf Preise einzugehen. :)

Idleking 19/08/2009 13:16
Ausblenden
-0+

Okay, verstehe die Argumentation und hätte es wahrscheinlich genauso gemacht.
Aber zumindest eine Auflistung der Preise eben "zum Testzeitpunkt" könnte den Lesern eventuell helfen, die Empfehlung nachzuvollziehen, da sie ja auch "zum Testzeitpunkt" vergeben wird.

Schnellten die Preise danach in die Höhe (würde das ASRock jetzt z.B. 180 € kosten), könnte wohl niemand mehr verstehen, wie die Empfehlung zustande kam.
[Edit: Angenommen, das ASRock kostete zu Begin des Tests auch ~130 €]
[Edit2: Was auch zutrifft ;)]
[Edit3: Leider zeigt der geizhals-Preisverlauf nur immer den günstigsten, jedoch nicht notwendigerweise auch "lieferbar"-Preis an, deshalb eventuell mit Vorsicht zu genießen.]

Aber ich will mich auch net in Details reinsteigern - nachwievor ein super Test! :)

Irgendwie schizophren find ich nur, dass für die i7-Plattform so genannte "Budget"-Mainboards existieren.
Für ein Budget-System eignet sich eine AMD-Plattform mit 770er-Chip weitaus besser (kostet die Hälfte AM2+ / AM3) und die CPUs sind auch billiger - aber das ist wohl ein ganz anderes Paar Stiefel ;)

Edit4: Persönliche Notiz: Vielleicht sollte ich das nächste Mal zuerst alle Optionen bedenken und dann einen Beitrag verfassen :D

jean luc bizarre 20/08/2009 23:44
Ausblenden
-1+

Sehr netter Test, aber ich muss trotzdem meckern...
warum in alles in der Welt bemängelt ihr immer noch die Position einiger älteren Anschlüsse auf dem MB? Irgendwas muss doch in der "linken unteren Ecke" sitzen. Und was denn sonst als Floppy und alte ATA-Anschlüsse? Braucht doch eh keiner mehr. Ich habe seit 2003 kein Diskettenlaufwerk mehr, und habe es seitdem auch kein einziges mal mehr gebraucht. Und wenn man wirklich das OS neu installieren muss und dazu Flopppy braucht, dann macht man eben die Case-Seite auf und stöpselt sich das Ding für ein paar minuten wieder ran. Wer sich Zeit nimmt das OS neu zu installieren, der kann auch die 3 Minuten noch vertragen.
Und was die P-ATA Anschlüsse betrifft: Alle die noch solche Anschlüsse benutzen haben meist noch ausreichend lange Kabel im Überfluss in einer Ecke rumzuliegen. Und mit Gaffa (auch bekannt als "Panzertape") bekommt man gerade Flachkabel super verlegt.
Also wozu die Aufregung?
Aber ansonsten solider Test, allemal besser als der letzte Gamer-Gehäuse-"Test"
Bitte weiter so

anonymous 02/09/2009 03:08
Ausblenden
-0+

Jetzt noch ein Sli und Cfx Review samt ASRock Extreme und Co.

Beste Angebote

Mehr aus dem Bereich

Newsletters


OK