Geduld zahlt sich bekanntermaßen aus. Als Intels Core-i7-Prozessoren der High-End-Klasse im vergangenen Herbst ins Rampenlicht traten, waren die verfügbaren Motherboards für diese neuen Chips sowohl teurer als auch vergleichsweise wenig ausgereift im Vergleich zu heute. Viele Board-Hersteller haben bei der Einführung ihrer X58-Produkte auch zuerst ihre teuersten Modelle auf den Markt gebracht. Die Folge: Die nun aktuellen Mainstream-Mainboards sollten die die schlimmsten Kinderkrankheiten überstanden haben.
So eine Entwicklung war schon bei einem früheren X58-Motherboard-Roundup Intel X58: Sechs Motherboards bis 300 Euro im Vergleich und unserem Artikel Obere Mittelklasse: X58-Motherboards für Core i7 zu beobachten. Wir erwarten Ähnliches auch beim heutigen Vergleich. Allerdings machen uns die nach und nach steigenden Preise fast schon einen Strich durch unseren »Budget«-Mainboard-Vergleich.
Lang laufende Stabilitätstests, wie sie Teil unseres Overclocking-Parcours sind, bedeuten zwangsläufig, dass ein Artikel wie dieser mehrere Wochen braucht. Der Markt steht in dieser Zeit nicht still, und die Preise einiger der Testkandidaten änderten sich stark. In der Tat hätten wir mindestens zwei der Kandidaten zu ihren jetzigen Preisen ursprünglich gar nicht ins Testfeld mit aufgenommen. Einige Boards stoßen deshalb in Sachen Preis an die Obergrenze dessen an, was normalerweise unter einem »Budget«-Produkt versteht. Trotzdem haben wir versucht, das Augenmerk auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu legen.
- Mehr für weniger - mehr oder weniger
- Die Ausstattung im Vergleich
- ASRock X58 Extreme
- Asus P6T SE
- ECS X58B-A
- Foxconn Flaming Blade
- Gigabyte EX58-UD3R
- Jetway BI-600
- MSI X58 Pro-E
- Test-Settings
- Benchmark-Ergebnisse: Call Of Duty, Crysis
- Benchmark-Ergebnisse: Far Cry 2, World In Conflict
- Benchmark-Ergebnisse: Audio- und Video-Konvertierung
- Benchmark-Ergebnisse: Anwendungen
- Benchmark-Ergebnisse: Synthetische Tests
- Leistungsaufnahme, Wärmeentwicklung und Effizienz
- Overclocking
- Fazit

Asus und Asrock ist ein Unternehmen
Aber schonmal schöner Test.
Stimmt das beim ASRock-Board wirklich mit "Uncore Spannung 1,20 - 1,90V (70mV)"?
70mV scheint mir im Vergleich zu den anderen Kandidaten im Test extrem viel...
Was mir persönlich in diesem Test auch noch fehlt ist eine Preis/Leistungs-Übersicht, da dies für viele potentielle Käufer auch ein Argument ist.
Natürlich ändern sich Preise mitunter stark von einem Tag auf den anderen, aber das tun sie auch bei Grafikkarten und da gibt's auch immer eine P/L-Tabelle
Ich bin so frei und erlaube mir, die Preise (lieferbar) aufzulisten:
ASRock X58 Extreme: 143,17 €
Asus P6T SE: 157,30 €
ECS X58B-A: 133,99 €
Foxconn Flaming Blade: 185,82 €
Gigabyte EX58-UD3R: 160,26 €
Jetway BI-600: N/A
MSI X58 Pro-E: 163,90 €
Alle Preise Stand 2009-8-19, 10:55 Uhr
Auch der Preisvergleich gibt der Empfehlung (heute
Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen: Die Preise fluktuieren enorm stark, und wie im Artikel angemerkt, schwankten sie während des Testzeitraumes so sehr, dass einige der Kandidaten sich zwischenzeitlich gar nicht für den Vergleich qualifiziert hätten.
Es ist immer ein wenig schwierig abzuwägen, ob ein Fazit mit Preisangaben Sinn macht - selbst wenn man die als "zum Testzeitpunkt" kennzeichnet. Würde bei MSI und Gigabyte die Empfehlung anders ausfallen, würden sich die Preise umkehren (oder weiter auseinander ziehen)? Würde man dadurch eventuell eine Empfehlung verfälschen? Gilt dieselbe Empfehlung noch, wenn eines der Boards plötzlich (Lieferengpässe, Angebot/Nachfrage, Produktpolitik) stark im Preis anzieht?
Deshalb haben wir uns in diesem Fall dagegen entschieden, konkret auf Preise einzugehen.
Aber zumindest eine Auflistung der Preise eben "zum Testzeitpunkt" könnte den Lesern eventuell helfen, die Empfehlung nachzuvollziehen, da sie ja auch "zum Testzeitpunkt" vergeben wird.
Schnellten die Preise danach in die Höhe (würde das ASRock jetzt z.B. 180 € kosten), könnte wohl niemand mehr verstehen, wie die Empfehlung zustande kam.
[Edit: Angenommen, das ASRock kostete zu Begin des Tests auch ~130 €]
[Edit2: Was auch zutrifft
[Edit3: Leider zeigt der geizhals-Preisverlauf nur immer den günstigsten, jedoch nicht notwendigerweise auch "lieferbar"-Preis an, deshalb eventuell mit Vorsicht zu genießen.]
Aber ich will mich auch net in Details reinsteigern - nachwievor ein super Test!
Irgendwie schizophren find ich nur, dass für die i7-Plattform so genannte "Budget"-Mainboards existieren.
Für ein Budget-System eignet sich eine AMD-Plattform mit 770er-Chip weitaus besser (kostet die Hälfte AM2+ / AM3) und die CPUs sind auch billiger - aber das ist wohl ein ganz anderes Paar Stiefel
Edit4: Persönliche Notiz: Vielleicht sollte ich das nächste Mal zuerst alle Optionen bedenken und dann einen Beitrag verfassen
warum in alles in der Welt bemängelt ihr immer noch die Position einiger älteren Anschlüsse auf dem MB? Irgendwas muss doch in der "linken unteren Ecke" sitzen. Und was denn sonst als Floppy und alte ATA-Anschlüsse? Braucht doch eh keiner mehr. Ich habe seit 2003 kein Diskettenlaufwerk mehr, und habe es seitdem auch kein einziges mal mehr gebraucht. Und wenn man wirklich das OS neu installieren muss und dazu Flopppy braucht, dann macht man eben die Case-Seite auf und stöpselt sich das Ding für ein paar minuten wieder ran. Wer sich Zeit nimmt das OS neu zu installieren, der kann auch die 3 Minuten noch vertragen.
Und was die P-ATA Anschlüsse betrifft: Alle die noch solche Anschlüsse benutzen haben meist noch ausreichend lange Kabel im Überfluss in einer Ecke rumzuliegen. Und mit Gaffa (auch bekannt als "Panzertape") bekommt man gerade Flachkabel super verlegt.
Also wozu die Aufregung?
Aber ansonsten solider Test, allemal besser als der letzte Gamer-Gehäuse-"Test"
Bitte weiter so