Foxconn Blood Rage
Funktionen und Aufbau
Foxconn scheint hinsichtlich der Namensgebung für seinen neuesten Quantum Force Motherboard etwas verwirrt und kann sich zwischen "BLOOD RAGE", "BLOODRAGE", "BloodRage" bzw. "Blood Rage" in diversen elektronischen und Druckmedien nicht entscheiden. Wir mussten jede mögliche Variation zumindest einmal erwähnen, um das Produkt überhaupt suchbar zu machen. Allerdings handelt es sich hierbei, abgesehen von der wenig konstanten Namensgebung, um ein interessantes Produkt.
Wie schon bei vorherigen Quantum Force-Produkten sind auch beim Blood Rage Extrem-Übertakter das Zielklientel. Zudem nutzen die Konfigurationen mit dem schnellsten Speicher immer die geringste Anzahl an erforderlichen Modulen, um alle Kanäle zu füllen. Über das Fehlen eines zweiten Satzes an Speichersteckplätzen lässt sich mit dem Quantum Force Übertaktungs-Thema hinwegsehen, allerdings müssen Anwender, die mehr als 6 GB RAM haben wollen, auf die Verfügbarkeit der Module mit 4 GB warten. In der Regel ist das jedoch verschmerzbar.
Was das Blood Rage zudem einzigartig macht, ist die Fähigkeit einen Kühler für Sockel 775 verwenden zu können. Bei manchen Asus-Boards wie dem P6T ist dies auch möglich – üblich ist das allerdings nicht. Die zusätzlichen Öffnungen machen Sinn, bedenkt man die spärliche Verfügbarkeit von LGA-1366-kompatiblen Wasserblöcken während der ersten Monate, die der Core i7-Prozessor auf dem Markt ist; zudem ermöglichen diese Öffnungen extremen Übertaktern die Verwendung früherer Flüssig-Stickstoff-Kühlungen.
Eine zusätzliche Funktion, die das Blood Rage von anderen Produkten in unserem aktuellen Testvergleich unterscheidet, ist die Unterstützung von 4-Way CrossFireX (QuadFire)-Konfigurationen unter Verwendung einer Single-Slot-Grafikkarte. Konfigurationen mit vier GPUs unter Verwendung von Dual-GPU-Produkten, wie zwei ATI Radeon HD 4870 X2- bzw. GeForce GTX 295-Karten, mit einem leeren Steckplatz zwischen den Karten zur Unterstützung der Kühlung werden ebenfalls bevorzugt. Allerdings dürften Anwender mit 3-Way SLI enttäuscht sein, weil die Platzierung von Double-Slot Grafikkarten in den roten Steckplätzen den Zugriff auf die schwarzen Steckplätze blockiert. Foxconn hätte solche 3-Way-Konfigurationen ermöglichen können, indem es die Positionen des obersten x16-Steckplatzes und dem darüber liegenden x1-Steckplatz getauscht hätte. Die Ingenieure hatten eben andere Pläne.
Die Positionierung der Anschlüsse ist nicht ideal: Der 8-Pin EPS12V-Anschluss befindet sich zwar genau, wo er sein sollte, aber der Floppy-Anschluss wurde unpraktisch unter einem PCIe 2.0-Slot angebracht. Windows XP benötigt weiterhin ein Floppy für AHCI- bzw. RAID-Treiber während dessen Installation. Zudem bevorzugen zahlreiche Gamer weiterhin das alte, aber etablierte und schnelle Betriebssystem.
Alle sechs ICH10R Southbridge SATA-Anschlüsse sind vorwärts ausgerichtet, wodurch zusätzlich Raum zwischen dem Rand des Motherboards und naheliegenden Laufwerksschächten erforderlich wird. Unterhalb liegen Power- und Reset-Schalter, wohingegen zwei auswärts gerichtete Ports links davon den PCIe-basierenden Marvelle SAS-Controller benutzen.
| Foxconn Blood Rage (Erste Revision) | |
|---|---|
| Northbridge | Intel X58 Express |
| Southbridge | Intel ICH10R |
| Spannungsregelung | Vierzehn-Phasen Digital/Analog-Hybrid |
| BIOS | G13 (12/12/2008) |
| 133,3 MHz Grundtaktung | 133,0 (-0,25%) |
| Taktgenerator | ICS 9LPRS139AKLF |
| Anschlüsse und Ports | |
| On-Board | 3 x PCIe 2.0 x16 (Paarweise Shared Pathways) |
| 1 x PCIe x4 | |
| 1 x PCI | |
| 1 x Sonar X-Fi Audio Riser (Firmeneigentum) | |
| 2 x USB 2.0 (2 Ports pro Anschluss). | |
| 1 x IEEE-1394 FireWire | |
| 1 x Floppy | |
| 1 x Ultra ATA (2 Laufwerke) | |
| 8 x SATA 3,0 GBit/s | |
| 1 x Fan 4-Pin (CPU) | |
| 4 x Fan 3-Pins (Gehäuse, Power) | |
| 1 x Power Button | |
| 1 x Reset Button | |
| 1 x Force Reset Button | |
| I/O-Panel | 1 x PS2 (Tastatur) |
| 8 x USB 2.0 | |
| 1 x CLR-CMOS Button | |
| 1 x Digital Audio-Ausgang (Koaxial) | |
| 1 x IEEE-1394 FireWire | |
| 2 x RJ45 Ethernet | |
| 2 x External SATA (eSATA) 3,0GBit/s | |
| Mass Storage Controller | |
| Intel ICH10R | 6x SATA 3,0 GBit/s (RAID 0, 1, 5, 10) |
| JMicron JMB363 PCIe | 1x Ultra ATA-133 (2 Laufwerke) |
| 2x External SATA (eSATA) 3,0 GBit/s | |
| Intel ICH10R | 2x SAS 3,0 GBit/s (RAID 0, 1) |
| Networking | |
| 2 x Realtek RTL8111C PCIe | Dual Gigabit LAN mit Teaming |
| Audio | |
| Foxconn Sonar X-Fi Riser (Realtek ALC889 HD Codec) | 8-Kanal (7.1 Surround) Ausgang |
| EAX Advanced HD 4.0, CMSS-3D, Crystalizer | |
| IEEE 1394 FireWire | |
| TI TSB43AB22A | 2x FireWire 400 (1x intern, 1x I/O-Panel) |
Während ein einzelner PCI Express x1 die vier UltraATA- und Dual eSATA-Ports der JMB363-unterstützten Laufwerke etwas einschränkt sind zwei PCIe-Leitungen für die Dual Realtek RTL8111C Gigabit Ethernet-Controller mehr als angemessen.
Mit lediglich zwei 400 MBit braucht der TSB43AB22A IEEE-1394 Firewire-Controller nichts weiter als einen PCI-Anschluss für optimale Performance.
Eine Lizenz von Creative Labs erlaubt es der Codec-Karte von Foxconn auf Basis der Realtek ALC889 zusätzliche Funktionen mit Software zu unterstützen, einschließlich EAX Advanced HD 4.0.
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Öhm.... Warum werden fast nur Sachen getestet,
bei den CPU und Grafikkarte unabhängig von Mainboard
die Leistung bringen, nicht aber Mainboard limitierte
Dinge wie SATA-, USB-Übertragungsraten und Spannungsstabilität?
Ich hätte auch ein Gigabyte UD-Brett im Test gesehen,
dass ja deutlich weniger Strom fressen soll als alle anderen Bretter.
Dennoch danke für die kurze Übersicht.
Ohne jetzt einen Nutzen für ein solches Brett zu haben, fände ich von den 6 das Gigabyte von Layout am Besten, auch wenn mir die Anordnung der SATA-Ports dort ebenfalls missfällt, dafür finde ich das restliche Design top.
Allerdings wären Tests für HD, RAM, USB und Spannungen, wenn schon jedesmal auf OC-Board hingewiesen wird, deutlich interessanter.