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Theoretische Performance

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Was die Performance angeht, ist es immer extrem schwierig, die wahre Bedeutung von publizierten technischen Spezifikationen zu quantifizieren, besonders da die neue Technologie eine radikale Abkehr von der der vorigen Konsole ist. Microsoft behauptet, sie habe die 70-fache Leistung der ersten Xbox! Aber bedeutet diese Behauptung irgendetwas? Nehmen Sie ein aktuelles Spiel mit einem bereits beeindruckenden Niveau von grafischem Realismus. Wie misst man 70-mal mehr als das? Das Ergebnis wäre Virtual Reality à la Minority Report! Sie sehen, dass solche Zahlen völlig abstrakt sind. Man kann sich jedoch die einzelnen Komponenten der Xbox 360 ansehen, um eine genauere Vorstellung davon zu bekommen, was sie wirklich kann.

Hauptprozessor

Die Xbox 360 ist eine radikale Abkehr. Microsoft hat IBM beim Hauptprozessor den Zuschlag erteilt. Die Entwicklung des Chipsatzes, die 2003 begann, dauerte 2 Jahre und endete 2005. Hergestellt wird er in den IBM-eigenen Fertigungsstätten in den USA. Die CPU basiert auf dem 64-Bit-Core des PowerPC-Prozessors, der modifiziert und angepasst wurde, um den spezifischen Anforderungen von aktuellen und künftigen Videospielen gerecht zu werden. Tatsächlich besitzt der neue Chipsatz drei Prozessorkerne, von denen jeder Multitasking-Berechnungen beherrscht . Der Prozessor verfügt über 1 MB integrierten Level-2-Cache. Er wird im 90-nm-Prozess produziert und besitzt 165 Millionen Transistoren. Er auf der Basis des SOI-(Silicon On Insulator-)Verfahrens hergestellt, das von AMD-Prozessoren bekannt ist. Dieses verringert die Verlustleistung (Hitze) und erhöht zugleich die Performance. Während die Taktung mit 3,2 GHz nichts Besonderes ist, wurde die Gesamtbandbreite des Front Side Bus optimiert, um einen beeindruckenden Durchsatz von 21,6 GB/s im DDR-Modus zu erreichen.

Eine weitere Besonderheit des Xbox-360-Prozessors ist, dass er eine "VMX"-Funktion hat, die mit den SSE/MMX-Funktionen von PC-Prozessoren verglichen werden kann, aber speziell für Spiele konzipiert wurde. Das bedeutet, dass sich Entwickler auf sie stützen können, um die Fähigkeiten des Prozessors voll auszunutzen. Der Onboard-Speicher in der Konsole beträgt 512 MB (bei 700 MHz Takt) im GDDR3-Modus. GDDR3 wurde deshalb gewählt, weil der Systemspeicher gleichzeitig vom Grafikchip beansprucht wird und dieser Speichertyp höhere Verarbeitungsgeschwindigkeiten hat als herkömmlicher DDR-(1- oder 2-)Speicher.

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