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Ergebnisse: Audio- Und Video-Encoding

Xeon E5620 übertaktet: Quad-Core mit mehr als 4 GHz
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Eigentlich hätten wir erwartet, das iTunes in der zehnten Version endlich mehr von Thread-optimierten Prozessoren profitieren kann, was allerdings leider noch immer nicht der Fall ist. Die drei Chips mit 4 GHz liefern in diesem Test annähernd identische Ergebnisse; der 2,4 GHz Xeon lässt durchblicken, welche Folgen ein Defizit von 1,6 GHz bei single-threaded Software haben kann.

Das kommt dem Ganzen schon näher. Der Quad-Core Xeon mit 2,4 GHz hat in dieser frei erhältlichen, gut Thread-optimierten Transcoding-Anwendung keine Chance. Übertaktet man den Prozessor aber auf 4 GHz, schneidet er sogar besser ab als der Core i7-930 von Intel. Für einen besseren Vergleich: Der Sechs-Kern Core i7-970 ist 25% schneller als der Core i7-930, allerdings kostet die zusätzliche Performance 300% mehr. Wer Transcoding nicht professionell betreibt und entsprechend Leistung braucht, dürfte Schwierigkeiten haben, diesen Aufpreis für sich zu rechtfertigen.

DivX macht sich die verfügbare Kernanzahl zunutze und zeigt, wie viel schneller der übertaktete Xeon E5620 im Vergleich zur Standardversion des Prozessors ist. Eine höhere Speicherfrequenz und mehr L3 Cache helfen dem übertakteten Xeon, am Core i7-930 von Intel mit 4 GHz vorbeizuziehen. Die Führung nimmt allerdings der Sechs-Kern Core i7-970 für sich ein - zum entsprechenden Preis.

 

Xvid funktioniert auf dem Gulftown-Chip nicht besonders gut und stürzt vor der Fertigstellung der Aufgabe sogar ab. Dieses Problem ist bereits in früheren Tests aufgetreten und wurde offensichtlich noch nicht behoben. Stattdessen schneidet der übertaktete Xeon hier am besten ab.

Eine um 50% höhere Kernanzahl und zusätzliche 4 MB L3 Cache führen im Vergleich zum Core i7-970 und Core i7-930 zu einer um 34% besseren Performance. Die Skalierung ist zwar nicht perfekt, aber das Ergebnis ist dennoch sehr vernünftig. Der übertaktete Xeon E5620 ist um 2% schneller als der Core i7-930 mit 4 GHz.

 

Threading spielt bei diesem Test eindeutig die ausschlaggebende Rolle – es stellt sich also die Frage: Wer ist bereit, für die überschaubare, höhere Geschwindigkeit einen Aufpreis von mehreren hundert Dollar zu zahlen?

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  • seppjo , 27. Oktober 2010 13:36
    Genialer Test. Der kleinste 32nm XEON scheint wirklich ein lustiges Arbeitstier zu sein. Außerdem hat er ein riesen Übertaktungspotential. Seine Leistungen bei normalem Takt sind auch nicht zu verachten. Ein echt guter Geheimtipp für Bastler, Übertakter und diejenigen die es noch werden wollen.
    Preis/Leistung/Effizienz :o 
  • DHAmoKK , 27. Oktober 2010 14:45
    Moin

    Hmm... es kommt immer darauf an, wo die Prioritäten des Users liegen. Hat er eh eine GTX480 oder sogar zwei drin, ist es ihm ziemlich schnuppe, ob der Prozessor jetzt noch 60W mehr oder weniger braucht. Das kauft man sich aber recht teuer ein, denn für das Geld, was er sich beim i7-930 spart, bekommt er auch einen vernünftigen Kühler. Welcher Kühler wurde hier eigentlich verwendet (nur der Vollständigkeit halber)? Sparen tut der Kunde hier allerdings nicht, die 5W im Idle sind vernachlässigbar.

    Meiner Meinung nach kommt hier aber das Feature AES-NI zu kurz.
  • derwolf92 , 27. Oktober 2010 14:55
    Noctua NH D14
  • roadrunner , 28. Oktober 2010 10:07
    Blöde Frage: das Asus Rampage III Formula als Xeon Untersatz gibt es offiziell noch gar nicht, kann das sein ???
  • avaka , 28. Oktober 2010 10:19
    Was man meiner Meinung nach schön sieht ist, dass die Übertaktung einer i7 basierten CPU für Spiele eigentlich Quatsch ist. Selbst der "kleine" 2,4GHz reicht aus um die 480 in 1920x1200 maximalen Details und Antialiasing an ihre Grenze zu bringen und falls dochmal Luft ist stehen schon 100FPS auf der Uhr, interessiert also nicht.
    In Anwendungen ist das etwas Anderes obwohl man auch hier schon SEHR viel konvertieren muss bis sich das wirklich lohnt.
    Derzeit würde ich eher sagen "Sportsgeist" denn Notwendigkeit. Bringt den Artikel in 2 Jahren nochmal, dann ist das eine lebenserhaltene Maßnahme (ähnlich den C2Q heute).
    Aber nichts desto weniger schöner Bericht.
  • docsmith , 9. November 2010 12:02
    Konnte die im Artikel angegebenen Spannungen verifizieren. Auch mein
    5620 läuft damit bei BCLK=211 stabil. Hatte aber Probleme das Formula zu finden, habe deshalb ein Rampage Extreme III verbaut. Mit 12 GB schnellem Speicher,der CPU und dem Kühler sind das > 1000 Euro. Wenn man 12MB Cache braucht, gibt es trotzdem keine billigere Alternative - ich lasse 8 wissenschaftliche Berechnungen parallel ausführen, da ist der Cache wichtiger als in den Benchmarks des Artikels. Für meine Anwendung ersetzt der 5620 mindestens zwei meiner alten Q6600 - die ich auf 2.9 Mhz getaktet hatte - ohne das der Stromverbrauch höher wäre.
  • patrick_s , 28. November 2010 22:26
    "den erstklassigen Kühler darf man dabei auch nicht vergessen."

    Leider konnte ich nirgendwo entnehmen was für Kühler ihr verwendet habt bei diesem Test.
    Bei der "Testkonfiguration und Benchmarks" sind die Kühler leider nicht aufgelistet dies währe noch sehr hilfreich :) 

    Sonst Top arbeit weiter so !
  • derwolf92 , 28. November 2010 22:27
    Zitat :
    Noctua NH D14


  • Anonymous , 5. Dezember 2010 15:56
    Haben hier eine HP Z600 mit 2 E5620 auf dem Intel-Board. Wir benötigen möglichst hohe Renderpower. Kann man auch ein Dual-Board mit diesen Prozessoren derart übertakten?

    Dank und Gruss

    clx
  • DHAmoKK , 6. Dezember 2010 06:17
    Moin

    @reimos1
    Sicher geht das auch mit Dual-Prozessorboards, wenn man das passende hat. Ich glaube kaum, dass HP auch nur irgendeine Übertaktungsfunktion ins BIOS reingebracht hat.
    Ich weiß nicht, wie das bei Tyan-Boards aussieht, aber mit dem EVGA Classiefied SR-2 geht es definitiv.