Beginnen wir mit einem Rückblick und einem Auszug aus dem Fazit unseres Artikels über den Core i7-980X von Intel:
„Ein richtiger Knüller wäre für die Hardware-Enthusiasten eine Familie von Quad-Core-CPUs, die in 32 nm hergestellt werden. Da sie so gut wie sicher noch höhere Taktraten erreichen würden und AES-NI an Bord hätten, würden sie mit ihrer hohen Performance und der niedrigen Leistungsaufnahme perfekt zu den preiswerteren X58-Mainboards passen, die es heute zu kaufen gibt.
Dass so ein Chip möglich wäre, lässt sich an Intels Plänen ablesen, einen in 32 nm gefertigten Xeon-Quad-Core auf Basis des Westmere-EP einzuführen. Darauf angesprochen, lautete die einzige Antwort seitens Intel sinngemäß „Wir prüfen alle denkbaren Möglichkeiten“. Nun ja, es soll niemand sagen, wir hätten es nicht wenigstens versucht.“
Mittlerweile haben wir weitere Versuche gestartet, Intel zur Einführung einer der 32 nm Xeon-Prozessoren als Desktop-Chip zu überreden. Anwender dürften sich über etwas Schnelleres als einen Core i5-600 und etwas billigeres als einen Core i7-970 mit Sicherheit freuen. Vier Kerne sind heute ausreichend – das Unternehmen sollte den Anwendern lediglich etwas an die Hand geben, das auch bei 4+ GHz nicht gleich überhitzt.
Xeon statt Core
Dürfen wir vorstellen: Der Xeon E5620. Dieser Prozessor ist standardmäßig auf 2,4 GHz getaktet und erreicht mit Turbo Boost bis zu 2,66 GHz. Hierbei handelt es sich um einen Quad-Core Chip auf Basis des Westmere-EP-Design mit 12 MB L3-Cache. Mit eingeschaltetem Hyper-Threading stehen dem Anwender bis zu acht Threads zur Verfügung; das QPI-Interface (Quick Path Interconnect) des Prozessors läuft mit 5,86 GT/s.
Da es sich hier um ein Produkt mit lediglich 2,4 GHz handelt, sollte man keine allzu hohen Erwartungen an die Performance haben. Allerdings sind die Xeons generell etwas konservativer und konzentrieren sich vor allem auf Leistung und Zuverlässigkeit. Der 32 nm Xeon E5620 bietet eine VAD-Spanne von 0,75 – 1,35 V und eine niedrige TDP von 80 W.
Die einzige Schwachstelle dieses Produkts ist der Multiplier, der fest auf 18 limitiert ist. Ohne die Multiplikator-Sperre wäre diese CPU ein echtes Biest.
In unserem heutigen Artikel haben wir versucht, das meiste aus ein paar E5620-Exemplaren herauszuholen. Dadurch erhoffen wir uns, aus einem Business- Prozessor, der für Dual-Sockel-Server und Workstations entwickelt wurde, ein gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis für Enthusiasten zu erzielen. Mit etwas Hilfe von Asus (nicht jedes X58-Motherboard unterstützt Xeon-CPUs) haben wir eine schnelle, stabile Gaming-Maschine zusammengestellt, für die keine High-End-Kühlung oder haarsträubende BIOS-Einstellungen notwendig sind.
- Wir stellen vor: Der Xeon E5620
- Intels Xeon übertaktet
- Die Kontrahenten
- Testkonfiguration und Benchmarks
- Ergebnisse: Synthetische Benchmarks
- Ergebnisse: Call Of Duty: Modern Warfare 2 (DX9)
- Ergebnisse: Metro 2033 (DX11)
- Ergebnisse: DiRT 2 (DX11)
- Ergebnisse: Just Cause 2 (DX11)
- Ergebnisse: Audio- Und Video-Encoding
- Ergebnisse: Produktivität
- Stromverbrauch und Temperatur
- Effizienz und Analyse
- Fazit


Preis/Leistung/Effizienz
Hmm... es kommt immer darauf an, wo die Prioritäten des Users liegen. Hat er eh eine GTX480 oder sogar zwei drin, ist es ihm ziemlich schnuppe, ob der Prozessor jetzt noch 60W mehr oder weniger braucht. Das kauft man sich aber recht teuer ein, denn für das Geld, was er sich beim i7-930 spart, bekommt er auch einen vernünftigen Kühler. Welcher Kühler wurde hier eigentlich verwendet (nur der Vollständigkeit halber)? Sparen tut der Kunde hier allerdings nicht, die 5W im Idle sind vernachlässigbar.
Meiner Meinung nach kommt hier aber das Feature AES-NI zu kurz.
In Anwendungen ist das etwas Anderes obwohl man auch hier schon SEHR viel konvertieren muss bis sich das wirklich lohnt.
Derzeit würde ich eher sagen "Sportsgeist" denn Notwendigkeit. Bringt den Artikel in 2 Jahren nochmal, dann ist das eine lebenserhaltene Maßnahme (ähnlich den C2Q heute).
Aber nichts desto weniger schöner Bericht.
5620 läuft damit bei BCLK=211 stabil. Hatte aber Probleme das Formula zu finden, habe deshalb ein Rampage Extreme III verbaut. Mit 12 GB schnellem Speicher,der CPU und dem Kühler sind das > 1000 Euro. Wenn man 12MB Cache braucht, gibt es trotzdem keine billigere Alternative - ich lasse 8 wissenschaftliche Berechnungen parallel ausführen, da ist der Cache wichtiger als in den Benchmarks des Artikels. Für meine Anwendung ersetzt der 5620 mindestens zwei meiner alten Q6600 - die ich auf 2.9 Mhz getaktet hatte - ohne das der Stromverbrauch höher wäre.
Leider konnte ich nirgendwo entnehmen was für Kühler ihr verwendet habt bei diesem Test.
Bei der "Testkonfiguration und Benchmarks" sind die Kühler leider nicht aufgelistet dies währe noch sehr hilfreich
Sonst Top arbeit weiter so !
Dank und Gruss
clx
@reimos1
Sicher geht das auch mit Dual-Prozessorboards, wenn man das passende hat. Ich glaube kaum, dass HP auch nur irgendeine Übertaktungsfunktion ins BIOS reingebracht hat.
Ich weiß nicht, wie das bei Tyan-Boards aussieht, aber mit dem EVGA Classiefied SR-2 geht es definitiv.