Fazit
Hätten wir doch ein paar ältere CPUs der Xeon-5400-Serie, die hier mitlaufen könnten. Der Sprung vom Xeon 5500 zum 5600 ist schon deutlich, und der war sogar nur evolutionär. Die älteren Harpertown-Modelle hätten die Vorteile der Nehalem-Architektur noch drastischer gezeigt.
Dennoch, dank einem neuen Benchmark-Parcours und einer Plattform mit Intels 5520-Chipsatz, die den Vergleich mehrerer LGA-1366-CPUs stark vereinfacht, können wir gut sehen, wann der Umstieg auf eine Workstation mit zwei Sockeln und 24 Threads sinnvoll ist. Im Vorfeld muss man ein wenig recherchieren und überprüfen, ob die eigene Software von vielen Threads profitiert. Ist dies der Fall, dürfte speziell der Xeon X5680 bessere Performance als jede andere Zwei-Sockel-Konfiguration von Intel liefern.
Wie wir in Adobes CS4-Suite sehen konnten, gibt es aber auch einige Einschränkungen. Teilt man in einer 32-Bit-Anwendung 4 GB Speicher auf 24 logische Prozessoren auf, sollte man sich auf Probleme und unerwartete Ergebnisse einstellen. Auf jeden Fall darf man mit einem Performance-Verlust rechnen. Wer das ganze Potential dieser Plattform in Anwendungen ausschöpfen möchte, die mit mehreren Threads jonglieren können, sollte auf jeden Fall in einer 64-Bit-Umgebung arbeiten.
Das Desktop-Mantra, man solle einen ausgewogenen Rechner zusammenstellen, trifft auch hier zu. Eine leistungsfähige Workstation sollte auch auf ausreichend Arbeitsspeicher und schnelle Festplatten bzw. SSDs zugreifen können. Wie man sehen konnte, harmonierten die 12 GB DDR3-1333-RAM und die beiden 160-GB-SSDs im RAID-0-Verbund sehr gut mit den beiden 12-Thread-CPUs. Natürlich kann auch eine schnelle Grafikkarte Vorteile bringen. In manchen Anwendungen kann sie sogar den größten Einfluss überhaupt auf die Systemleistung haben, während die beiden Xeons sich überhaupt nicht auf die Geschwindigkeit auswirken.
Was wir aber mit Sicherheit sagen können ist, dass der Xeon X5680 viel effizienter in Threaded-Software arbeitet, als sein Vorgänger, der Xeon W5580 – und das, obwohl er nur 133 MHz schneller taktet. Natürlich ist er auch ein gutes Stück komplexer, denn er besitzt nicht nur zwei physikalische Kerne, sondern auch noch 4 MB L3 Cache mehr. Dennoch trägt der Neue dank 32-nm-Herstellung dieselbe 130-Watt-TDP wie sein Vorgänger und verbraucht in unserem LightWave Rendering-Benchmark im Durchschnitt sogar weniger Strom als der Xeon-5500-Chip.
Zwei Sechskern-Xeons sind zwar viel stromhungriger als ein einzelner Core i7-980X. Dank höherer Performance speziell in Threaded-Anwendungen schaffen sie dieselben Aufgaben aber auch viel schneller. Tatsächlich erreichen sie damit sogar einen geringeren durchschnittlichen Stromverbrauch in Watt-Stunden als der Core i7.
Was AMD anbelangt, so hoffen wir, dass die Chipsatz-Komponenten SR56x0 und SP5100 als Wegbereiter für neue Konkurrenz im Workstation-Segment dienen können. Immerhin wäre es mehr als interessant, einen Geschwindigkeitsvergleich zwischen einem Opteron 6100er mit 12 physikalischen Kernen und einem Xeon 5600er mit sechs Kernen und 12 Threads durchzuführen.
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Ein sehr leistungsfähiges System. Wir sind von 2x X5560 auf einen Server mit 2x X5650 umgestiegen.
Der Server verarbeitet hier 4000 gleichzeitige VoIP Verbindungen mit Sprachansagen und Mixing. Sehr beeindruckend :-)
Nebenbei bemerkt ganz schöner Quatsch. Hardware hängt schon immer den (Software-)Anforderungen hinterher. Das wird auch noch lange lange so bleiben.
Endlich mal wieder was richtiges!
HUBRAUM statt SPOILER!
http://www.modellversium.de/galeri [...] taleri.jpg
Der Bugatti hatte 12 Liter Hubraum und soff 50 Liter per stunde!
Hmm haben will..aber zum Gamen gänzlich ungeeignet.
Ist ja putzig, THG testet Server Hardware. Weiter so! Aber bitte AMD Lösungen des selben Formats gegenüberstellen! Alles andere sieht nur nach Intel Beweihräucherung aus. Oder erlaubt euch das Intel nicht? >:>
Ist ja putzig, THG testet Server Hardware. Weiter so! Aber bitte AMD Lösungen des selben Formats gegenüberstellen! Alles andere sieht nur nach Intel Beweihräucherung aus. Oder erlaubt euch das Intel nicht? >:>
Wie lange sollen wir warten, bis AMD was im selben Format anbietet? 1 Jahr? 2 Jahre? Sobald ein AMD-System, welches gerade aktuell auf dem markt schwimmt, getestet werden kann, wird sich nur zeigen, wie groß der Abstand zu den Intels ist und wie gut er dabei mit der Preis-Leistung punkten kann, trotz des großen Leistungsdefizit.
@ benjamin:
Kann es sein das der maximale Speicherdurchsatz durch das QPI auf 34Gbyte pro Sekunde begrenzt ist? Ich wuerde mal versuchen, ob sich ein Unterschied in der Zugriffszeit messen laesst. Hier laesst sich vielleicht ein Unterschied finden.
PS: Wenn das Diagramm unter dem Intel-Mainboard korrekt ist, koennte es sogar bedeuten, das SIS-Soft Sandra fuer den Speicherbenchmark untauglich ist. Wenn der RAM und der Speichercontroller mit der CPU kommunizieren, ohne das der QPI genutzt wird, kann eine CPU alleine wohl eine hoehere Speicherbandbreite erreichen, solange sie nur auf den Speicherbereich zugreift, der an ihrem Speichercontroller haengt. Aber ich glaube, das der Speichercontroller am QPI haengt.
In dem jetzigem Test ist es auf jeden Fall so, das beide CPUs den Speicherbenmark fahren und die Kommunikation ueber den QPI laeuft. SIS-Soft Sandra wird sicherlich nicht darauf achten, welcher Speicherberich an welcher CPU haengt. Der Durchsatz duerfte mit etwas Glueck minimal hoeher sein als der maximale QPI-Durchsatz, oder eher darunter.
@ amd64: vielleicht solltest du mal lesen, was im Artikel steht. 1. Seite direkt, kaum zu verfehlen.
Aber ich finde es gut, daß du quasi verlangst, man solle auf einem wohl hoffnungslos unterlegenen Gegner noch ein wenig herumtrampeln, weil: ist ja eh schon egal, ne? Dein Nick ist ironisch gemeint, stimmt's?
Ist ja putzig, THG testet Server Hardware. Weiter so! Aber bitte AMD Lösungen des selben Formats gegenüberstellen! Alles andere sieht nur nach Intel Beweihräucherung aus. Oder erlaubt euch das Intel nicht? >:>
Auch von mir noch mal - nicht, dass die passende Textstelle (noch mal) überlesen wird:
Während Intels Xeon 5500- und 5600-Serien auf die Chipsätze 5200 und 5500 bauen können, sind die Optionen bei AMD spärlicher gesät. Zwar hat man immerhin die SR56x0-Serie und die SP5100-Southbridge im Portfolio, die zusammen genommen bei Tyan als Basis für Doppel-Sockel-Mainboards dienen. Dennoch schien man bei AMD einfach nicht daran interessiert, an diesem Vergleich teilzunehmen. Das ist eigentlich mehr als schade. Als AMD damals den Athlon 64 vorstellte, wurde seine exklusive 64-Bit-Architektur vor allem bei den Workstation-Nutzern im Audio-Bereich als großer Pluspunkt gefeiert.
Seite 1, gleich unter dem letzten Bild.
Bitte geben Sie ihre Vorurteile vorn an der Garderobe ab. Vielen Dank!
Das ist sicher ein schoenes System fuer eine Workstation, aber mit einem Hochverfügbarkeits-Server hat es, wenn ich mich nicht sehr irre, ueberhaupt nichts gemeinsam. Nicht umsonst beschraenkt sich Intel unter der Rubrik "Advanced Technologies" auf das TPM des Mainboards. Das zusammengestellte System koennte man maximal im Lockstep-Mode (Spiegelsystem) hochverfuegbar gestalten.
Um ein HA-System (= High Availability) aufzubauen muesste man wenigstens auf die hoeheren CPU-Klassen der 6500er oder der 7500er zurueckgreifen. Selbst mit den stark eingeschraenkten RAS-Features (=Reliability, Availability and Serviceability), die der 5600er-Serie zur Verfuegung stehen, verliert diese massig Leistung, dass man letztendlich billiger mit den teureren CPU-Klassen wegkommt. Etwas HA-Erfahrung hat Intel ja schon mit den Itaniums sammeln duerfen und versucht diese nun auf die unteren preissegmente zu uebertragen, aber der Markt gehoert (noch) anderen (IBM, Fujitsu, Sun(†)), die nicht nur mehr Erfahrung mit Hochverfuegbarkeit haben, sondern auch deutlich performantere (bezogen auf einzelne CPU und auch bezogen auf Gesamtsystem) und besser skalierende Systeme bieten.
Anandtech hatte im Artikel AMD's 12-core "Magny-Cours" Opteron 6174 vs. Intel's 6-core Xeon einen guten Vergleich geliefert. Dieser waere fuer den THG-Artikel eine gute Orientierung und guter Ansatzpunkt zum weiteren Aufbau gewesen. Bei anandtech wird auch deutlich, wo der Opteron noch ein bisschen mithalten kann (sehr gut mit Multicore skalierend und ausgezeichnete Speicherperformance). Es wird aber auch klar, dass diese Opterons eben der Gegenspieler fuer Intels Core2-Architektur war. (Die FSB-Limitierung des S775 ist den meisten hier im Forum ja gut bekannt). Die Groesse des Entwicklungs- und Leistungsschrittes weg von der Core2-Architektur ist wohl in nirgendwo so deutlich wie bei den Multi-CPU-Systemen in Servern. AMD muss und kann hoffentlich spaetestens bis Q2/Q3 naechsten Jahres dem eine leistungsaequivalente CPU entgegensetzen.
Schade das AMD kein Interesse hat, gerade die SR56x0-Serie wäre interessant gewesen.
dass AMD nicht will ist klar, sie wissen ohnen dass man nicht mithalten kann, warum noch Salz auf die Wunde...
Sie haben sehr große Anteile im Server Segment verloren...
Könnte aber auch an THG liegen.... I'm just saying...