Benchmarks: MatchMover 2011, Vue 8 PLE, Euler3D

Laut Wikipedia bezeichnet Matchmoving „eine Technik im Film, die es erlaubt, virtuelle Objekte in bewegte Film- oder Video-Aufnahmen einzusetzen. Dabei werden die Bewegungen verschiedener Objekte in den Aufnahmen verfolgt (Tracking). Anhand der Verschiebung der Objekte zueinander wird erst die Position der Objekte im Raum und dann die Bewegung und der Bildwinkel der realen Kamera errechnet.“
Der erste Schritt beim Matchmoving besteht darin, Merkmale innerhalb einer Szene zu identifizieren und dann zu verfolgen. Genau das tut unser MatchMover-2011-Benchmark. Dazu verwenden wir wieder Material von Jon Carroll, das er auf dem Hollywood Walk of Fame gefilmt hat.
Threading scheint hier wenig bis gar nicht vorhanden zu sein. Natürlich genießt der Xeon W5680 einen leichten Taktraten-Vorteil gegenüber dem W5580. Warum dennoch die beiden Zwei-Sockel-Systeme vor dem einzelnen Core i7-980X liegen, ist ein wenig schwerer zu erklären. So oder so können wir wohl feststellen, dass ein Umstieg von einem auf zwei Prozessoren nur für diese Anwendung nicht wirklich lohnt.

Vue zeigt andererseits eine ausgeprägte Vorliebe für potentere Prozessoren. Dieses Programm dient übrigens dazu, 3D-Umgebungen zu erstellen, zu animieren und dann zu rendern. Es überrascht also wenig, dass diese für den professionellen Bereich entwickelte Anwendung besonders für Systeme mit mehreren Prozessoren und vielen Threads optimiert ist.
Das Xeon-X5680-Duo stellt unsere Test-Szene in weniger als zehn Minuten fertig. Der Core i7-980X braucht dafür etwas über 18 Minuten. Dazwischen liegt die Konfiguration mit den Xeon-W5580-CPUs. Die Software skaliert also hervorragend mit den vorhandenen Ressourcen.

Euler 3D basiert auf dem Code von STARS Euler3D computational fluid dynamics. Die Projektseite beschreibt die Test-Aufgabe wie folgt:
“The benchmark testcase is the AGARD 445.6 aeroelastic test wing. The wing uses a NACA 65A004 airfoil section and has a panel aspect ratio of 1.65, a taper ratio of 0.66, and a 45 degree quarter-chord sweep angle. This AGARD wing was tested at the NASA Langley Research Center in the 16-foot Transonic Dynamics Tunnel and is a standard aeroelastic test case used for validation of unsteady, compressible CFD codes…The benchmark CFD grid contains 1.23 million tetrahedral elements and 223 thousand nodes. The benchmark executable advances the Mach 0.50 AGARD flow solution. Our benchmark score is reported as a CFD cycle frequency in Hertz.”
Kurz gesagt: Es geht um eine hochkomplexe Berechnung der Verwirbelungen an einem Flügeldesign, die in einem Windkanal auftreten. Diese Variante ist speziell auf Multi-Threading augelegt. Es gibt aber auch eine Single-Thread-Version. Erwartungsgemäß liegt die Zwei-Sockel-Konfiguration mit den Xeon X5680 vorn. Der Xeon W5580 sichert sich den zweiten Platz, wird aber ein wenig von seiner niedrigeren Taktrate ausgebremst.
Neueste Prozessoren News
Neueste Prozessoren Testberichte
- 21/05 – Testbericht AMD A10-4600M: Trinity gibt sein Debüt, mobil
- 26/04 – Ivy, so trügerisch: Core i7-3770K übertaktet
- 23/04 – Intel Core i7-3770K im Test: Wie Sandy Bridge, nur etwas mehr
- 27/02 – OpenCL in Aktion: Programme zur Videonachbearbeitung...
- 13/02 – Gaming-CPUs unter 175€: FX, APU oder Pentium?
Ein sehr leistungsfähiges System. Wir sind von 2x X5560 auf einen Server mit 2x X5650 umgestiegen.
Der Server verarbeitet hier 4000 gleichzeitige VoIP Verbindungen mit Sprachansagen und Mixing. Sehr beeindruckend :-)
Nebenbei bemerkt ganz schöner Quatsch. Hardware hängt schon immer den (Software-)Anforderungen hinterher. Das wird auch noch lange lange so bleiben.
Endlich mal wieder was richtiges!
HUBRAUM statt SPOILER!
http://www.modellversium.de/galeri [...] taleri.jpg
Der Bugatti hatte 12 Liter Hubraum und soff 50 Liter per stunde!
Hmm haben will..aber zum Gamen gänzlich ungeeignet.
Ist ja putzig, THG testet Server Hardware. Weiter so! Aber bitte AMD Lösungen des selben Formats gegenüberstellen! Alles andere sieht nur nach Intel Beweihräucherung aus. Oder erlaubt euch das Intel nicht? >:>
Ist ja putzig, THG testet Server Hardware. Weiter so! Aber bitte AMD Lösungen des selben Formats gegenüberstellen! Alles andere sieht nur nach Intel Beweihräucherung aus. Oder erlaubt euch das Intel nicht? >:>
Wie lange sollen wir warten, bis AMD was im selben Format anbietet? 1 Jahr? 2 Jahre? Sobald ein AMD-System, welches gerade aktuell auf dem markt schwimmt, getestet werden kann, wird sich nur zeigen, wie groß der Abstand zu den Intels ist und wie gut er dabei mit der Preis-Leistung punkten kann, trotz des großen Leistungsdefizit.
@ benjamin:
Kann es sein das der maximale Speicherdurchsatz durch das QPI auf 34Gbyte pro Sekunde begrenzt ist? Ich wuerde mal versuchen, ob sich ein Unterschied in der Zugriffszeit messen laesst. Hier laesst sich vielleicht ein Unterschied finden.
PS: Wenn das Diagramm unter dem Intel-Mainboard korrekt ist, koennte es sogar bedeuten, das SIS-Soft Sandra fuer den Speicherbenchmark untauglich ist. Wenn der RAM und der Speichercontroller mit der CPU kommunizieren, ohne das der QPI genutzt wird, kann eine CPU alleine wohl eine hoehere Speicherbandbreite erreichen, solange sie nur auf den Speicherbereich zugreift, der an ihrem Speichercontroller haengt. Aber ich glaube, das der Speichercontroller am QPI haengt.
In dem jetzigem Test ist es auf jeden Fall so, das beide CPUs den Speicherbenmark fahren und die Kommunikation ueber den QPI laeuft. SIS-Soft Sandra wird sicherlich nicht darauf achten, welcher Speicherberich an welcher CPU haengt. Der Durchsatz duerfte mit etwas Glueck minimal hoeher sein als der maximale QPI-Durchsatz, oder eher darunter.
@ amd64: vielleicht solltest du mal lesen, was im Artikel steht. 1. Seite direkt, kaum zu verfehlen.
Aber ich finde es gut, daß du quasi verlangst, man solle auf einem wohl hoffnungslos unterlegenen Gegner noch ein wenig herumtrampeln, weil: ist ja eh schon egal, ne? Dein Nick ist ironisch gemeint, stimmt's?
Ist ja putzig, THG testet Server Hardware. Weiter so! Aber bitte AMD Lösungen des selben Formats gegenüberstellen! Alles andere sieht nur nach Intel Beweihräucherung aus. Oder erlaubt euch das Intel nicht? >:>
Auch von mir noch mal - nicht, dass die passende Textstelle (noch mal) überlesen wird:
Während Intels Xeon 5500- und 5600-Serien auf die Chipsätze 5200 und 5500 bauen können, sind die Optionen bei AMD spärlicher gesät. Zwar hat man immerhin die SR56x0-Serie und die SP5100-Southbridge im Portfolio, die zusammen genommen bei Tyan als Basis für Doppel-Sockel-Mainboards dienen. Dennoch schien man bei AMD einfach nicht daran interessiert, an diesem Vergleich teilzunehmen. Das ist eigentlich mehr als schade. Als AMD damals den Athlon 64 vorstellte, wurde seine exklusive 64-Bit-Architektur vor allem bei den Workstation-Nutzern im Audio-Bereich als großer Pluspunkt gefeiert.
Seite 1, gleich unter dem letzten Bild.
Bitte geben Sie ihre Vorurteile vorn an der Garderobe ab. Vielen Dank!
Das ist sicher ein schoenes System fuer eine Workstation, aber mit einem Hochverfügbarkeits-Server hat es, wenn ich mich nicht sehr irre, ueberhaupt nichts gemeinsam. Nicht umsonst beschraenkt sich Intel unter der Rubrik "Advanced Technologies" auf das TPM des Mainboards. Das zusammengestellte System koennte man maximal im Lockstep-Mode (Spiegelsystem) hochverfuegbar gestalten.
Um ein HA-System (= High Availability) aufzubauen muesste man wenigstens auf die hoeheren CPU-Klassen der 6500er oder der 7500er zurueckgreifen. Selbst mit den stark eingeschraenkten RAS-Features (=Reliability, Availability and Serviceability), die der 5600er-Serie zur Verfuegung stehen, verliert diese massig Leistung, dass man letztendlich billiger mit den teureren CPU-Klassen wegkommt. Etwas HA-Erfahrung hat Intel ja schon mit den Itaniums sammeln duerfen und versucht diese nun auf die unteren preissegmente zu uebertragen, aber der Markt gehoert (noch) anderen (IBM, Fujitsu, Sun(†)), die nicht nur mehr Erfahrung mit Hochverfuegbarkeit haben, sondern auch deutlich performantere (bezogen auf einzelne CPU und auch bezogen auf Gesamtsystem) und besser skalierende Systeme bieten.
Anandtech hatte im Artikel AMD's 12-core "Magny-Cours" Opteron 6174 vs. Intel's 6-core Xeon einen guten Vergleich geliefert. Dieser waere fuer den THG-Artikel eine gute Orientierung und guter Ansatzpunkt zum weiteren Aufbau gewesen. Bei anandtech wird auch deutlich, wo der Opteron noch ein bisschen mithalten kann (sehr gut mit Multicore skalierend und ausgezeichnete Speicherperformance). Es wird aber auch klar, dass diese Opterons eben der Gegenspieler fuer Intels Core2-Architektur war. (Die FSB-Limitierung des S775 ist den meisten hier im Forum ja gut bekannt). Die Groesse des Entwicklungs- und Leistungsschrittes weg von der Core2-Architektur ist wohl in nirgendwo so deutlich wie bei den Multi-CPU-Systemen in Servern. AMD muss und kann hoffentlich spaetestens bis Q2/Q3 naechsten Jahres dem eine leistungsaequivalente CPU entgegensetzen.
Schade das AMD kein Interesse hat, gerade die SR56x0-Serie wäre interessant gewesen.
dass AMD nicht will ist klar, sie wissen ohnen dass man nicht mithalten kann, warum noch Salz auf die Wunde...
Sie haben sehr große Anteile im Server Segment verloren...
Könnte aber auch an THG liegen.... I'm just saying...