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Low-Voltage-RAM von A-Data und Kingston

von - quelle: Tom's Hardware DE

Das Prinzip "schneller, höher, weiter" wird nicht mehr nur auf Performance, sondern zunehmend auch auf Effizienz angewandt. A-Data und Kingston verkaufen nun DDR3-Speicher, der mit geringerer Spannungsversorgung arbeitet und Strom sparen soll.

Kingston: LoVo-RAM

Schon Anfang März zur CeBIT kündigte Kingston neue HyperX-Module vor. Die Serie HyperX Ultra-Low Voltage gehört zu einer neuen Produktfamilie, sie sukzessive Zuwachs bekommen soll und von Kingston schlicht "LoVo" genannt wird.

Das erste Produkt firmiert unter der Bezeichnung HyperX DDR3 LoVo KHX1866C9D3LK2/4GX und arbeitet mit nur 1,25 V bei DDR3-1600 oder mit 1,35 V wenn Sie bis zu 1.866 MHz erreichen wollen. Die JEDEC, die offene Standards für Mikroelektronik definiert, gibt für DDR3-Speicher bislang 1,5 V Spannungsversorgung vor. Kingston erreicht somit eine Reduzierung der nominalen Spannungsversorgung um etwa 16%. Das Dual-Channel-Kit ist XMP-konform, so dass die Module auf passenden Intel-Systemen mit Unterstützung für XMP-Profile (Extreme Memory Profile) automatisch die richtigen Einstellungen übernehmen können.

Mit 185 Euro empfohlenem Verkaufspreis ist das 4-GB-Kit ohne Frage sehr teuer. ALternativ gibt es Kits, die mit 1,35 V und DDR3-1600 arbeiten (144 Euro) oder 1,25 V und DDR3-1333 beschränkt sind (140 Euro). Leider sind alle drei Produkte nur für CL9-9-9-27 Timings spezifiziert - schnell ist das freilich nicht. Allerdings muss erwähnt werden, dass agressivere Timings in jedem Fall auch einen höheren Energiebedarf zur Folge hätten und somit nicht zur Reduzierung des Stromverbrauchs beitragen würden.

A-Data: DDR3L

Auch von A-Data erhielten wir dieser Tage eine entsprechende Pressemeldung. Hier heißt die Low-Voltage-Serie schlicht DDR3L; allerdings zieht dieses Produkt ausschließlich auf Server-Systeme ab, denn die Module unterstützen allesamt ECC. A-Data nennt als Einsatzgebiet speziell Server mit Intels neuem Westmere-EP.

Zur Wahl stehen RCC RDIMMs (mit Register-Chip zur Signalpufferung )für DDR3-1066/1333 und 1,35 V Spannung (1, 2 oder 4 GB Kapazitäten) oder konventionelle DDR3-1066/1333-DIMMs. Preise nennt A-Data nicht.

Fazit

Den Ansatz, Speichermodule auf Effizienz zu trimmen und zu optimieren, finden wir richtig und wichtig. Die dazu notwendige Infrastruktur steht großen Herstellern meist zur Verfügung, denn die bekannten Marken selektieren ohnehin Chips für ihre High-Performance-Produkte. Warum also nicht auch Speicherchips für Low-Power-DIMMs identifizieren.

Allerdings muss anhand der uns bekannten Preisbereiche klar festgestellt werden, dass die Hersteller vor allem versuchen, auf der Öko-Welle zu reiten, um ein paar Euro extra verdienen zu können. Das ist verständlich, schließlich sind die Margen bei Hauptspeicher seit Jahren sehr knapp bemessen. Der sich am Ende resultierende Mehrwert durch die Spannungsabsenkung wird jedoch unter Berücksichtigung des systemweiten Stromverbrauchs gering ausfallen, so dass sich die Mehrinvestition für die große Mehrheit der Anwender kaum lohnt. 

Für Enthusiasten empfiehlt es sich, selbst ein bisschen mit der Spannungsversorgung zu spielen, denn Einsparungen von ca. 10% sind nach unserer Erfahrung durch milde Spannungsabsenkungen fast immer möglich. Ein Test derartiger Module in Kürze wird zeigen, ob diese vielleicht auch nach oben hin, also beim Overclocking, noch Vorteile bieten.

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Bratkartoffel 05/04/2010 10:52
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-0+

Na endlich!So langsam läufts.Erst die sparsamen CPU ,dann die sparsamen GPU und jetzt kommt der Speicher!Gut so!!!

sandmann142 05/04/2010 11:19
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--3+

sparen, überall nur sparen... aber zu welchem preis? was die riegel mehr kosten holt man doch nie mit der stromrechnung ein, oder wirken sich lächerliche 0,1 - 0,3 V wirklich so auf die jahresabrechnung? das gleiche mit dem überteuerten nt von enermax! nee, eine vernünftige cpu mit nem tdp von max 45W, onboard grafik, nur !!!eine!!! 5400er hdd, nen max 300 W nt und normale RAMs sparen bei weitem mehr... naja, jedem das seine...

kevchen 05/04/2010 11:36
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Derfnam 05/04/2010 13:06
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-0+

Ich wundere mich über die Nichterwähnung des G.Skill ECO-RAMs, welcher zu normalen Preisen erhältlich und nicht nur mit 9er, sondern auch mit 7er und 8er Timings zu haben ist:
http://www.gskill.com/products.php?index=244
Nichts gegen Kingston und A-DATA, aber so, wie es dort steht, ist es nicht die ganze Wahrheit.

toudoku 05/04/2010 15:26
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-2+

Immer diese Kommentare, in denen versucht wird, den Sinn solcher Entwicklungen an der eigenen Geldboerse festzumachen. Die Energieersparnis fuehrt zu weniger Abwaerme, zu weniger niedrigeren Kosten bei den Klimaanlagen, so vorhanden und global gesehen spart das wenigstens ein ganzes Kraftwerk. Aber wenn der Denkradius schon nur bis zum eigenen Portemonnaie reicht, ist das sicher auch egal solange das Kraftwerk nicht gerade vor der eigenen Haustuer errichtet wird.

Kingston LoVo: Power saving 1.25V DDR3 RAM

Rimtech 05/04/2010 18:05
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-0+

@Derfnam
Das wundert mich auch. Ich habe selbst den G.Skill ECO 4GB Kit gekauft, für DDR1600 bei 1,35V und CL7! Für 100€.

So wird das nix mit dem Kingston.

derGhostrider 06/04/2010 01:19
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-0+

Leute, Leute, Leute... Denkt doch mal ein bisschen weiter:

RAM-Module, die weniger Spannung benötigen, setzen auch weniger Energie in Wärme um und bleiben somit kühler!
DAS wird wohl der Hauptgrund für diese neuen Module sein.

Bei mir sitzen sechs(!) 4GB Module an der CPU und heizen sich gegenseitig auf. Die Teile werden schweine-heiß im Betrieb und müssten schon fast aktiv gekühlt werden.

Es geht hier wohl kaum um die Stromrechnung oder den Umwelt-Schmu, der sonst für alles herangezogen wird. Ich sehe hier den Vorteil in engen Bauformen, bei denen die Belüftung nicht ideal ist und eben bei Servern, bei denen viele RAM-Slots nebeneinander sind und bei DDR3-1333 ungekühlt beinahe zu einer Kernschmelze führen.

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Zum Artikel selbst: "RCC RDIMM" ist ja mal eine seltendämliche Erfindung. Da hoffe ich nun mal, daß das vom Marketing stammt und nicht vom Autor des Artikels. Seit einer halben Ewigkeit ist "REG ECC" als Abkürzung üblich. Oder eben auch RDIMM, wenn man nicht explizit ECC zusätzlich nennen möchte.

Das schönste ist m.E., daß nach den ganzen idiotischen OC-Modulen, die nicht mehr innerhalb der Spezifikationen betrieben werden können, nun Speicher verfügbar ist, der in die entgegensetzte Richtung tendiert. Bei normalem Takt weniger Spannung -> Wer unbedingt etwas höher takten will, kann es dann bei "normaler" Spannung innerhalb der Spezifikationen versuchen und brät sich dann zumindest nicht den Speichercontroller in der CPU.

Zu den Timings:
Bei 1333 sind 999 Timings nichts schlimmes oder ungewöhnliches. Tests hier bei THG haben zudem mehr als hinreichend häufig gezeigt, daß niedrige Timings oder auch schnellere RAM-Taktungen herzhaft wenig bringen und die Ergebnisse von Test zu Test so stark variieren, daß man nicht eindeutig sagen kann, daß Speicher-OC immer zu Voteilen führen würde.
... von den möglichen Schäden und anderer Nebeneffekten mal ganz zu schweigen.
Es hätte dem Bericht gut getan, wenn die Timings einfach nur als "konservativ" oder auch "gewöhnlich" bezeichnet worden wären.
(Anstelle dessen im Artikel: "leider ... nur" ... "schnell ist das freilich nicht." -> Das ist eine zu stark abwertende Bewertung für Timings, die einfach nur den Spezifikationen entsprechen. Immerhin sind die Module nicht langsamer als sie es sein sollten.)

BlackX 06/04/2010 04:51
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gibts auch von G.Skill

Casi 06/04/2010 18:08
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-0+

Die niedriger Stromaufnahme hat doch auch den Vorteil, dass bei normaler Versorgung auch die besseren Timings laufen, die bisher nur mit mehr Saft zu erreichen waren und bei denen es hier und da mal Probleme gab, hatte ich selbst. So sind auf jedem normalen Board garantiert alle Riegel lauffähig.

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