Google streicht Youtube auf Amazon Fire TV und Echo Show

Zwischen Amazon und Google herrscht dicke Luft: Die beiden Unternehmen sind mit ihren Fernsehlösungen - Fire TV auf der einen, Android TV und Chromecast auf der anderen Seite - sowie ihren intelligenten Lautsprechern zu großen Konkurrenten geworden. Und sie kämpfen mit allen möglichen Mitteln: Auf Android TV und Chromecast steht Amazons Videodienst Prime Video nicht zur Verfügung. Im Gegenzug verzichtet Amazon seit zwei Jahren auf den Verkauf selbiger. Selbst die unter dem Namen Nest angebotenen Lösungen fürs smarte zu Hause werden teilweise nicht verkauft.

Diese Maßnahme, die auch für Apple TV galt (in Cupertino hat man wohl inzwischen eingelenkt und erlaubt wieder den Zugriff auf den Amazon-Videodienst) und wurde damit begründet, dass auf diesem Weg sichergestellt werden sollte, dass Käufer auch tatsächlich zum geeignetsten Gerät für die Nutzung des Prime-Video-Diensts greifen und Verwirrungen bei den Kunden vermieden werden.

Nun folgt die nächste Retourkutsche: Google streicht Youtube für die Amazon-Fire-TV-Lösungen wie auch für den Echo Show. Schon im September war die Video-Plattform nicht mehr über den Echo Show erreichbar, im letzten Monat wurde die Blockade - vermutlich um vom Black Friday zu profitieren - wieder aufgehoben, nun wurde die Sperre wieder eingerichtet.

Die Leidtragenden dieser Scharmützel sind in erster Linie die Nutzer, die mit der Brechstange hin zu einem der beiden Ökosysteme gezwungen werden sollen. Indirekt wird damit auch die Frage aufgeworfen, ob die Dominanz der beiden Unternehmen nicht eine Größenordnung erreicht hat, die eigentlich nicht mehr im gesellschaftlichen Interesse sein kann. Denn eine echte Möglichkeit einem solchen Gebahren zu entgehen, hat der Nutzer nicht mehr.

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2 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Holt
    Beide Firmen gehören zerschlagen! Das diese Konzentration der Marktmacht und deren Missbrauch (surfe mal mit Firefox auf Seiten z.B. mit der reCAPTCHA "Lebenderkennung" von Google und man es dann noch mit Chrome und vergleiche wie viele Versuche nötig sind) nicht schon längst die Kartellbehörden auf den Plan gerufen hat, wundert mich gewaltig!
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  • Aldidas
    "Denn eine echte Möglichkeit einem solchen Gebahren zu entgehen, hat der Nutzer nicht mehr."

    Klar, die beste Möglichkeit heißt Verzicht.
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