Ein zweiter Blick auf Lucidlogix Virtu
Lucidlogix hat mit Virtu eine Software entwickelt, mit der man auf einem Sandy-Bridge-System auch bei gesteckter Grafikkarte auf die Quick-Sync-Transcoding-Einheit für Video zugreifen kann. Unser größter Kritikpunkt war allerdings, dass man gezwungen war, den Monitor an den Ausgang der HD-Graphics-Einheit anzuschließen. Das bringt folgende Probleme mit sich:
- HD Graphics besitzt nur einen Single-Link DVI-Ausgang. Damit scheiden Monitore ab 30 Zoll aus.
- Da die gesteckte Grafikkarte „virtualisiert“ wird, kann es zu Kompatibilitätsproblemen kommen, weshalb eine Whitelist erlaubter/validierter Spiele erforderlich ist.
- Der Ansatz bringt auch prinzipbedingt einen Performanceverlust mit sich. Lucidlogix hat sich größte Mühe gegeben, den so stark wie möglich zu kaschieren, doch wie unsere Benchmarks zeigten, gibt es Situationen, in denen die Framerate deutlich niedriger ausfällt.
(Mehr dazu in unserem Artikel Lucidlogix Virtu im Preview: Die Lösung für Quick Sync plus Grafikkarte?)
Mit Version 1.0.105, die auf der Lucidlogix-Webseite als Testversion zur Verfügung steht, hat die Firma aber die aus unserer Sicht größte Beschränkung aus der Welt geschafft, denn man kann nun auch die gesteckte Grafikkarte als Primärgerät auswählen und ihre Ausgänge nutzen. Dann wird stattdessen die HD-Graphics-Einheit virtualisiert. Anstatt dann eine Liste mit validierten Spielen zu sehen, bekommt man validierte Medienprogramme angezeigt. Davon gibt es deutlich weniger, was die Frage der Kompatibilität stark vereinfacht. Aktuell stehen MediaEspresso und MediaConverter auf der Liste, und fürs Erste sind wir damit auch zufrieden.
Das sind auf jeden Fall hervorragende Neuigkeiten, denn nun kann man ein Z68-System 95 Prozent der Zeit genau so nutzen, wie man es mit einem P67-System tun würde: Man spielt mit der gesteckten Grafikkarte, ohne sich Gedanken um eine Whitelist oder Kompatibilitätsprobleme machen zu müssen. Will man mal eben einen Film für iPad, den mobilen Mediaplayer oder das Smartphone konvertieren, nutzt man eben Quick Sync. Auch hier bekommt man bei aufgrund der Virtualisierung zwar nicht ganz die Performance, die man ohne Virtu bekäme. Doch wie unsere Benchmarks zeigen, ist man schon wirklich nahe dran.
Lucidlogix wird Mainboardherstellern verschiedene Virtu-Lizenzen anbieten. Der Käufer wird davon aber, abgesehen vom Preis, größtenteils nichts mitbekommen. Selbst der Virtu-Aufschlag, wenn man ihn so nennen will, dürfte gering ausfallen. Es wird wohl so aussehen, dass eine Virtu-Lizenz für ein Board, das CrossFire oder SLI bietet, teurer ist als die Variante für ein Mainstream-Board mit nur einem Grafikkartensteckplatz. Wir hoffen allerdings, dass die Boardfirmen sich auch an dieses simple Schema halten und nicht versuchen, Preisspielchen zu spielen, indem sie einem CrossFire/SLI-Board nur die einfachste Lizenz beilegen.
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Gutes Review,
nur gibt es einen groben Fehler: auf der Seite "Cachen leicht gemacht - mit Intel"
muss im ersten Punkt "wodurch sich die Auswahl noch weiter auf die LGA-115[B]5[\B]-CPUs der Sandy-Bridge-Generation beschränkt." stehen.
und die ersten Mainboards mit den überarbeiten Chipsätzen tauchen mi Handel auf.
Was!?
Fazit, erster Absatz.
Okay - 1156 ist bei mir einfach noch zu sehr drin.
Ist geändert, danke.

Und die Boards erscheinen natürlich IM Handel, nicht do re mi Handel...
Das wird immer solange vorher angeköndigt...

Aber das vergrössert nur den Wartefrust...
Ich vermisse die Angabe, ob der Chipsatz SATA 6 Mbps und USB 3.0 unterstützt.
Da auch die 67er-Chipsätze SATA 6G unterstützen, wäre es merkwürdig, wenn der "große Bruder" es plötzlich verlernt hätte.
---
Die Virtu-Lösung ist ganz nett, mich wundert es aber schon, daß Intels Graka soviel schneller transkodieren kann als andere Grakas. Oder lag es da an fehlender Unterstützung, so daß das eine mal die CPU transcodiert hat anstelle der gesteckten Grafikkarte?
Da auch die 67er-Chipsätze SATA 6G unterstützen, wäre es merkwürdig, wenn der "große Bruder" es plötzlich verlernt hätte.
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Die Virtu-Lösung ist ganz nett, mich wundert es aber schon, daß Intels Graka soviel schneller transkodieren kann als andere Grakas. Oder lag es da an fehlender Unterstützung, so daß das eine mal die CPU transcodiert hat anstelle der gesteckten Grafikkarte?
Dass Quick Sync deutlich schneller ist, ist so schon richtig und liegt daran, dass es über dedizierte, "fixed function" Schaltkreise vollständig in Hardware funktioniert. GPGPU ist letztendlich eine Software-Lösung, die einfach extrem parallelisiert arbeitet.
Demnächst erscheint ein Artikel zum Thema, der einige Punkte noch mal genauer erklärt - sowohl bei Geschwindigkeit als auch Bildqualität.
Alt. Aaaaaalt. Aaaaaaaaaaaaaaalt!
Das gabs schon und sogar direkt von Intel: TurboMemory.
War damals blöd und ist es jetzt auch. Für den Endanwender, der keine große Datenbank auf seinem Rechner betreibt oder andere sehr spezielle und vergleichsweise seltene Anwendungsgebiete hat, ist das einfach Unfug.
60GB SSD Striped Raid = König, wenn man möglichst viel Leistung für möglichst wenig Geld will.
*60GB SSD _plus_ Striped Raid = König
Irgendwie wurde mein Pluszeichen gefressen
Kann man auch eine SSD herkömmlich für das OS verwenden und eine zweite als Cache für die normalen Festplatten? Kann man definieren für welche Laufwerke der Cache gelten soll?
Ja, genau das kann man über die RST-Sofwtare machen. Man kann also zwei SSDs reinstecken und eine HDD, dann die eine SSD z.B. als Systemlaufwerk und die andere als Cache-Laufwerk für die Festplatte.
Schnell, schneller am schnellsten irgendwann ist Schluß mit dem Geschwindigkeitswahn!
@doll-by-doll Zustimmung! Und? Das ist jetzt der Interims-Chipset Z68 zum Interims-Sockel 1156? Der langt dann bis zu den neuen Weihnachtsgeld-CPU's ab November 2011? Wo bleibt der X68? Kommt der noch? Wenn nei diesem Zeug die Macken raus sind, wird bestimmt alles eingestampft. Wie ich schon immer sagte: Die "Zukunftsfähigkeit" oder Nutzungsdauer der neueren PC Hardware tendiert dann ergo bald zwischen besserer Kondensmilch und einfachem Erdbeerjoghurt?

Ein Vögelchen hat mir gerade gezwitschert daß man das SSD-Feature der Z68-Baureihe bei sämtlichen Intelchipsets bis zurück zum 945 verwenden kann: Man müsse nur die PCI-IDs in den INF-Dateien patchen.
weiss jemand ob es möglich wäre, eine 40/64GB SSD z.B. in zwei partitionen zu teilen:
20GB Windows
Rest Cache
oder wäre das nicht möglich?
@Ben:
Gerade erst die Antwort gesehen.
Oh, daß das dermaßen gelöst ist, hätte ich nun nicht gedacht. Also sozusagen ein art DSP für speziell solche Aufgaben. Intel scheint extrem in diese Richtung zu schwenken. Die Crypto-Engine der neuen CPUs ist nichts anderes.
So kommen dann vermutlich auf diese Weise "hintenrum" die many-Core-Systeme. Es wird nicht wirklich breitgetreten, aber kleine Flecken der Siliziumfläche übernehmen bei Bedarf hochgradig spezialisierte Aufgaben, die von den allzweck Baukästen (x86 Kerne) einfach nur unzureichend flott erledigt werden können.
Das gefällt und erklärt die Ergebnisse. Danke!
1) Wie sieht damit eine Multi-Monitor-Konfiguration aus?
2) Könnte man damit auch eine RAID-Konfiguration beschleunigen?
@Auaa: Was soll das? Dein Kommentar hat nichts mir Virtu und Quicksync zu tun. Plötzlich geh's um SSD's und andere Personen machen bei dem halblschlauen "Themenwechsel" auch noch mit. So ein Schwachsinn.
To be Closed!