Preview: Intels Z68-Chipsatz bringt SSD-Caching und Quick Sync
Inhaltsverzeichnis
- 1. Z68 Express gibt sein Debüt
- 2. SSD Caching: Enterprise-Ideen steigern Desktop-Performance
- 3. Cachen leicht gemacht - mit Intel
Dank Chipsatz-Bug mussten Enthusiasten erst einmal auf eine funktionierende Sandy-Bridge-Plattform warten. Wir schauen uns ein Mainboard mit Z68-Chipsatz an und klären, ob man lieber gleich auf Intels wahre Enthusiast-Lösung warten sollte.
Mit der Sandy-Bridge-Generation hat Intel eine wirklich durchwachsene Plattform abgeliefert. Die CPUs sind ohne Frage hervorragend gelungen, aber die erste Chipsätze für das neue LGA-1155-Interface, also der H67 und P67, sind es nicht.
Auf unsere Kritikpunkte sind wir bereits in unserem Artikel Lucidlogix Virtu im Preview: Die Lösung für Quick Sync plus Grafikkarte? eingegangen, und wie wir inzwischen gehört haben, gibt es selbst bei Intel Leute, die unsere Meinung teilen: Die beiden Cougar-Point-Chipsätze hätten nie auf die Art und Weise nach Features differenziert werden sollen, wie es am Ende passiert ist.
Kurz gesagt kann man mit dem H67-Express-Chipsatz die HD-2000/3000-Grafikeinheit nutzen, die in jedem Core-Prozessor der zweiten Generation (alias Sandy Bridge) steckt. Mainboards mit P67-Express-Chipsatz benötigen hingegen zusätzliche Grafikkarten. Mit dem H67 kann man die integrierte Grafikeinheit übertakten, während der P67 auf das CPU-Overclocking spezialisiert ist.
Man sollte also denken, dass einem Enthusiasten die Wahl nicht weiter schwer fallen wird. Allerdings ist eines der spannendsten Merkmale der neuen Sandy-Bridge-CPUs sehr eng mit der HD-Graphics-Einheit verquickt: Quick Sync, also Intels spezialisierte Funktionseinheiten, die das Konvertieren und Komprimieren von Videos extrem beschleunigen. Mehr Informationen zu Quick Sync finden sich in unserem Artikel Intels Core-CPUs der zweiten Generation: Das Sandy Bridge Review. Dieses Feature, das definitiv auch und gerade den Enthusiasten anspricht, liegt aber ausgerechnet beim P67-Chipsatz brach, weil der nur mit externen Grafikkarten umgehen kann und die Intel-Grafik ignoriert. In unserem Vorschau-Artikel zu Lucidlogix Virtu lautete deshalb unser Fazit: Anwender, für die Quick Sync ebenso wichtig ist wie eine dedizierte Grafikkarte und die Möglichkeit, die CPU zu übertakten, sollten auf Intels kommenden Z68-Chipsatz warten.

Z68 Express: So hätte P67 Express wohl aussehen müssen
Der Z68-Chipsatz erlaubt nun beides: Die integrierte GPU und den Prozessor zu übertakten. Man könnte nun also einen Core i5-2500K in ein Board mit Z68-Chipsatz stecken und einen Monitor an Intels HD 3000 Grafik anschließen. Doch warum sollte man das tun wollen? Kein echter Gamer wird seine CPU auf 4,5 GHz hochtakten und sich dann mit einer Grafiklösung begnügen, der in einem einfachen Spiel wie World of Warcraft bei 1680 x 1050 die Puste ausgeht.
Und genau da setzt Virtu an: Man steckt eine zusätzliche Grafikkarte ins System, schließt den Monitor an den Ausgang der HD-Graphics-Lösung am Mainboard an, und die Lucidlogix-Lösung sorgt dafür, dass sowohl Quick Sync als auch die Grafikleistung aktueller GPUs zur Verfügung stehen. Im Prinzip werden die Eigenheiten von P67 und H67 verschmolzen, denn man kann gleichzeitig hohe 3D-Leistung und einen schnellen Video-Kodierer nutzen.
Es gibt aber noch en Feature, das wir in unserer Virtu-Vorschau noch nicht erwähnten: Der Z68-Chipsatz beherrscht auch SSD-Caching. Das ist die Fähigkeit, eine kleine SSD in einem bereits fertig installiertes System mit klassischer Festplatte als Cache zu nutzen, um lesende Zugriffe zu beschleunigen. Zugegeben, dieses Feature spricht vermutlich ein eher kleines Publikum an. Für Nutzer, denen SSDs mit 80 GB oder mehr zu teuer sind, die aber zusätzlichen Speicherplatz brauchen, ist Caching eine gute Lösung – und sie funktioniert erstaunlich reibungslos.
Außerdem hat uns Lucidlogix eine neue Version der Virtu-Software geschickt. In unserer Preview gingen wir auf einige Schwachpunkte ein, und wie es aussieht, hat man uns zugehört. Jedenfalls stellte man uns eine neue Version von Virtu zur Verfügung, die unseren größten Kritikpunkt aus der Welt geschafft hat.
Um welchen es sich handelt und ob die Software jetzt besser funktioniert, steht auf den folgenden Seiten. Aber zuerst wollen wir zeigen, wie sich SSD-Caching in der Praxis auswirkt.
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Gutes Review,
nur gibt es einen groben Fehler: auf der Seite "Cachen leicht gemacht - mit Intel"
muss im ersten Punkt "wodurch sich die Auswahl noch weiter auf die LGA-115[B]5[\B]-CPUs der Sandy-Bridge-Generation beschränkt." stehen.
und die ersten Mainboards mit den überarbeiten Chipsätzen tauchen mi Handel auf.
Was!?
Fazit, erster Absatz.
Okay - 1156 ist bei mir einfach noch zu sehr drin.
Ist geändert, danke.

Und die Boards erscheinen natürlich IM Handel, nicht do re mi Handel...
Das wird immer solange vorher angeköndigt...

Aber das vergrössert nur den Wartefrust...
Ich vermisse die Angabe, ob der Chipsatz SATA 6 Mbps und USB 3.0 unterstützt.
Da auch die 67er-Chipsätze SATA 6G unterstützen, wäre es merkwürdig, wenn der "große Bruder" es plötzlich verlernt hätte.
---
Die Virtu-Lösung ist ganz nett, mich wundert es aber schon, daß Intels Graka soviel schneller transkodieren kann als andere Grakas. Oder lag es da an fehlender Unterstützung, so daß das eine mal die CPU transcodiert hat anstelle der gesteckten Grafikkarte?
Da auch die 67er-Chipsätze SATA 6G unterstützen, wäre es merkwürdig, wenn der "große Bruder" es plötzlich verlernt hätte.
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Die Virtu-Lösung ist ganz nett, mich wundert es aber schon, daß Intels Graka soviel schneller transkodieren kann als andere Grakas. Oder lag es da an fehlender Unterstützung, so daß das eine mal die CPU transcodiert hat anstelle der gesteckten Grafikkarte?
Dass Quick Sync deutlich schneller ist, ist so schon richtig und liegt daran, dass es über dedizierte, "fixed function" Schaltkreise vollständig in Hardware funktioniert. GPGPU ist letztendlich eine Software-Lösung, die einfach extrem parallelisiert arbeitet.
Demnächst erscheint ein Artikel zum Thema, der einige Punkte noch mal genauer erklärt - sowohl bei Geschwindigkeit als auch Bildqualität.
Alt. Aaaaaalt. Aaaaaaaaaaaaaaalt!
Das gabs schon und sogar direkt von Intel: TurboMemory.
War damals blöd und ist es jetzt auch. Für den Endanwender, der keine große Datenbank auf seinem Rechner betreibt oder andere sehr spezielle und vergleichsweise seltene Anwendungsgebiete hat, ist das einfach Unfug.
60GB SSD Striped Raid = König, wenn man möglichst viel Leistung für möglichst wenig Geld will.
*60GB SSD _plus_ Striped Raid = König
Irgendwie wurde mein Pluszeichen gefressen
Kann man auch eine SSD herkömmlich für das OS verwenden und eine zweite als Cache für die normalen Festplatten? Kann man definieren für welche Laufwerke der Cache gelten soll?
Ja, genau das kann man über die RST-Sofwtare machen. Man kann also zwei SSDs reinstecken und eine HDD, dann die eine SSD z.B. als Systemlaufwerk und die andere als Cache-Laufwerk für die Festplatte.
Schnell, schneller am schnellsten irgendwann ist Schluß mit dem Geschwindigkeitswahn!
@doll-by-doll Zustimmung! Und? Das ist jetzt der Interims-Chipset Z68 zum Interims-Sockel 1156? Der langt dann bis zu den neuen Weihnachtsgeld-CPU's ab November 2011? Wo bleibt der X68? Kommt der noch? Wenn nei diesem Zeug die Macken raus sind, wird bestimmt alles eingestampft. Wie ich schon immer sagte: Die "Zukunftsfähigkeit" oder Nutzungsdauer der neueren PC Hardware tendiert dann ergo bald zwischen besserer Kondensmilch und einfachem Erdbeerjoghurt?

Ein Vögelchen hat mir gerade gezwitschert daß man das SSD-Feature der Z68-Baureihe bei sämtlichen Intelchipsets bis zurück zum 945 verwenden kann: Man müsse nur die PCI-IDs in den INF-Dateien patchen.
weiss jemand ob es möglich wäre, eine 40/64GB SSD z.B. in zwei partitionen zu teilen:
20GB Windows
Rest Cache
oder wäre das nicht möglich?
@Ben:
Gerade erst die Antwort gesehen.
Oh, daß das dermaßen gelöst ist, hätte ich nun nicht gedacht. Also sozusagen ein art DSP für speziell solche Aufgaben. Intel scheint extrem in diese Richtung zu schwenken. Die Crypto-Engine der neuen CPUs ist nichts anderes.
So kommen dann vermutlich auf diese Weise "hintenrum" die many-Core-Systeme. Es wird nicht wirklich breitgetreten, aber kleine Flecken der Siliziumfläche übernehmen bei Bedarf hochgradig spezialisierte Aufgaben, die von den allzweck Baukästen (x86 Kerne) einfach nur unzureichend flott erledigt werden können.
Das gefällt und erklärt die Ergebnisse. Danke!
1) Wie sieht damit eine Multi-Monitor-Konfiguration aus?
2) Könnte man damit auch eine RAID-Konfiguration beschleunigen?
@Auaa: Was soll das? Dein Kommentar hat nichts mir Virtu und Quicksync zu tun. Plötzlich geh's um SSD's und andere Personen machen bei dem halblschlauen "Themenwechsel" auch noch mit. So ein Schwachsinn.
To be Closed!