Ein integrierter USB-3.0-Controller, bessere Managementfunktionen, niedrigere Leistungsaufnahme und eine neue Software von Lucidlogix unterscheiden Mainboards mit dem Z77-Chipsatz von ihren Vorängern. Hat sich das Warten gelohnt?
Die neue Maho-Bay-Plattform, bestehend aus den Ivy-Bridge-CPUs und dem Z77-Chipsatz mit Codenamen Panther Point, ist wohl Intels am schlechtesten gehütetes Geheimnis. Schon im Vorfeld der offiziellen Vorstellung vergangene Woche schwirrten so viele Informationen durchs Netz, dass wir uns in der ungewohnten Situation wieder finden, unseren Lesern die Features nicht so sehr aufzuzählen und zu erklären sondern vielmehr einfach zu bestätigen.

Natürlich lagen uns diese Informationen schon seit einigen Monaten vor, sie waren allerdings vertraulich. Interessant ist eines von Intels internen Dokumenten, das im Prinzip bestätigt, der Z77-Express-Chipsatz sei im Grunde nur ein erweiterter Z68-Express-Chipsatz mit ein paar zusätzlichen Funktionen. Von den neuen Features dürfte der (endlich) integrierte USB-3.0-Controller wohl die größten Auswirkungen auf die Herstellungskosten (des Chipsatzes) und das Mainboard-Design haben. Dank der vier internen USB-3.0-Ports, die der Z77-Chipsatz mitbringt, können die Mainbordfirmen problemlos zwei der bisher notwendigen Zusatzchips weglassen, die sich auf den meisten Z68-Platinen finden.
Die Kombination aus Die-Shrink und integriertem USB-3.0-Cotroller lässt auf eine etwas geringere Leistungsaufnahme hoffen. Für den Heimanwender mag die nicht so riesige Auswirkungen haben, doch Firmen mit vielen PC-Arbeitsplätzen dürften den Unterschied merken. Und wo wir gerade von Firmenkunden sprechen: Intel hat einige Management-Funktionen verbessert, und so steht die Management Engine (Fernwartung) nun in Version 8.0 bereit, während die Rapid Storage Technology (Laufwerksverwaltung) ein Update auf Version 11.0 erhält.

Damit haben wir den trockenen Teil erst einmal hinter uns. Es gibt noch ein weiteres Feature, was für Enthusiasten spannender sein dürfte und auf vielen Z77-Boards zu finden sein wird. Allerdings stammt es nicht von Intel sondern von Lucidlogix. Die neue MVP-Software wird es bei Intel nur zusammen mit den neuen Boards geben, und die Firma verspricht, dass sie die Spieleperformance jeder Grafikkarte verbessern könne. Das ist natürlich eine sehr selbstbewusste Aussage, und gerade Enthusiasten und Gamer dürften dem eher skeptisch gegenüber stehen. Ehrensache, dass wir uns das Feature in der Praxis genauer ansehen!
- Z77 Express: USB 3.0 und bessere Verwaltungsfunktionen
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- Z77 ist nur die eine Hälfte der Geschichte
ich bastelt grade an einem neuen SYStem und mich würde interessieren ob sich warten lohnt
Intel zieht Ivy-Bridge-Launch um eine Woche vor
CS läuft doch auf jedem übertaktenen Lockenwickler, schlechtestes Beispiel ever, da null Themenrelevanz.
Wo steht dies das man dafür eine ivy cpu braucht, usb3.0 läuft über den z77.
Der Effekt ergibt sich daraus, dass der Chipsatz aufgrund des Die-Shrinks (trotz integriertem USB-3.0-Controller) weniger elektrische Leistung aufnimmt. Mit einer geringeren Vcore hat das nichts zu tun.
Ich hoffe das hilft?
Da wirfst du gerade zwei Dinge durcheinander - der Z77-Chipsatz enthält einen USB-3.0-Controller. Der Ivy-Bridge-Prozessor wiederum hat einen PCI-Express-Controller der dritten Generation an Bord. Bei Sandy Bridge ist eben nur ein PCIe-2.0-Controller verbaut. Daher der Unterschied.
Du könntest also auch einen Ivy auf eines der neueren Z68-Boards stecken und hättest dort PCIe 3.0 oder umgekehrt einen Sandy in ein Z77 Board stecken, womit du maximal PCIe 2.0 bekämst.
USB hängt am Chipsatz: 6er-Serie hat nur USB 2.0 (nativ, also von Hause aus ohne Drittanbieterchips), 7er-Serie besitzt USB-3.0-Fähigkeiten.
Die Performance ist bei den beiden Generationen in der tat recht ähnlich. Warum das so ist haben wir im Artikel ja auch erklärt.
Alles klar?