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Intels Z77-Chipsatz im Test: Mehrwert durch USB 3.0 und Lucidlogix MVP

Intels Z77-Chipsatz im Test: Mehrwert durch USB 3.0 und Lucidlogix MVP
Von , Thomas Soderstrom

Ein integrierter USB-3.0-Controller, bessere Managementfunktionen, niedrigere Leistungsaufnahme und eine neue Software von Lucidlogix unterscheiden Mainboards mit dem Z77-Chipsatz von ihren Vorängern. Hat sich das Warten gelohnt?

Die neue Maho-Bay-Plattform, bestehend aus den Ivy-Bridge-CPUs und dem Z77-Chipsatz mit Codenamen Panther Point, ist wohl Intels am schlechtesten gehütetes Geheimnis. Schon im Vorfeld der offiziellen Vorstellung vergangene Woche schwirrten so viele Informationen durchs Netz, dass wir uns in der ungewohnten Situation wieder finden, unseren Lesern die Features nicht so sehr aufzuzählen und zu erklären sondern vielmehr einfach zu bestätigen.

Natürlich lagen uns diese Informationen schon seit einigen Monaten vor, sie waren allerdings vertraulich. Interessant ist eines von Intels internen Dokumenten, das im Prinzip bestätigt, der Z77-Express-Chipsatz sei im Grunde nur ein erweiterter Z68-Express-Chipsatz mit ein paar zusätzlichen Funktionen. Von den neuen Features dürfte der (endlich) integrierte USB-3.0-Controller wohl die größten Auswirkungen auf die Herstellungskosten (des Chipsatzes) und das Mainboard-Design haben. Dank der vier internen USB-3.0-Ports, die der Z77-Chipsatz mitbringt, können die Mainbordfirmen problemlos zwei der bisher notwendigen Zusatzchips weglassen, die sich auf den meisten Z68-Platinen finden.

Die Kombination aus Die-Shrink und integriertem USB-3.0-Cotroller lässt auf eine etwas geringere Leistungsaufnahme hoffen. Für den Heimanwender mag die nicht so riesige Auswirkungen haben, doch Firmen mit vielen PC-Arbeitsplätzen dürften den Unterschied merken. Und wo wir gerade von Firmenkunden sprechen: Intel hat einige Management-Funktionen verbessert, und so steht die Management Engine (Fernwartung) nun in Version 8.0 bereit, während die Rapid Storage Technology (Laufwerksverwaltung) ein Update auf Version 11.0 erhält.

Damit haben wir den trockenen Teil erst einmal hinter uns. Es gibt noch ein weiteres Feature, was für Enthusiasten spannender sein dürfte und auf vielen Z77-Boards zu finden sein wird. Allerdings stammt es nicht von Intel sondern von Lucidlogix. Die neue MVP-Software wird es bei Intel nur zusammen mit den neuen Boards geben, und die Firma verspricht, dass sie die Spieleperformance jeder Grafikkarte verbessern könne. Das ist natürlich eine sehr selbstbewusste Aussage, und gerade Enthusiasten und Gamer dürften dem eher skeptisch gegenüber stehen. Ehrensache, dass wir uns das Feature in der Praxis genauer ansehen!

17 Kommentare anzeigen.
Sortieren nach: Neueste zuerst | Älteste zuerst
  • alterSack66 , 17. April 2012 14:01
    Und was sagt MSI dazu, dass 2 CPUs geschrottet wurden?
  • benkraft , 17. April 2012 16:28
    Du meinst außer "Ups, tut uns Leid. Hier habt ihr eine neue CPU und ein überarbeitetes Board"? :D 
  • alterSack66 , 17. April 2012 16:44
    Na ja wenn sich z.B. jemand vor nen Jahr aus Geiz oder Unwissenheit ein H61/67 Board zu ner K-CPU gekauft hat, sich denkt ich will jetzt doch übertakten und schrottet dann 1 oder auch 2 CPUs gleich beim hochfahren aufm neuen Board der kauft bestimmt nix mehr von MSI :D 
  • Brat , 17. April 2012 17:18
    wer weiss ... waren vielleicht böse i7 ´s von skynet und msi hat wieder einmal die welt gerettet (2x) :( 
  • HFG-TaM , 17. April 2012 18:12
    weis einer wann die Presse Sperre für die neuen Intel Ivy-Bridge-CPUs fällt?
    ich bastelt grade an einem neuen SYStem und mich würde interessieren ob sich warten lohnt
  • benkraft , 17. April 2012 20:35
    Also, wenn man Digitimes glauben darf:
    Intel zieht Ivy-Bridge-Launch um eine Woche vor
  • Saints@guest , 18. April 2012 00:56
    wenn trotz vertical sync halbe frames berechnet werden und dann weggeworfen, warum fällt dann die GPU-Last wenn man es aktiviert??? bin schon verwundert das hier so dreist gelogen wird! Dafür werden aber schon frames vorrausberechnet. das is toll. dann kann ich ja bei cs schon einen um die ecke laufen sehen bevor er es getan hat. alles BULLSHIT
  • FormatC , 18. April 2012 06:17
    Wieder mal einer, der den Text nur grob überflogen, aber dabei leider nicht verstanden hat. :D 

    CS läuft doch auf jedem übertaktenen Lockenwickler, schlechtestes Beispiel ever, da null Themenrelevanz.
  • bensen , 18. April 2012 19:53
    Das interessanteste ist der USB 3.0-Controller. Und der wurde nicht getestet. :( 
  • FormatC , 18. April 2012 19:58
    Zitat :
    Das interessanteste ist der USB 3.0-Controller. Und der wurde nicht getestet. :( 
    Wie soll das gehen, wenn das nur mit einer IVY-CPU geht und diese unter NDA stehen?

  • schuwenga , 19. April 2012 12:09
    Wie verhält sich den die Stromaufnahme wenn Lucidlogix MVP und Lucid Virtu auf AMDs ZeroCore Power Funktion trifft. Habe bisher noch keinen Test im Netz gefunden. Weiß da jemand etwas?
  • nsa666@guest , 29. April 2012 18:11
    Zitat :
    Zitat :
    Das interessanteste ist der USB 3.0-Controller. Und der wurde nicht getestet. :( 
    Wie soll das gehen, wenn das nur mit einer IVY-CPU geht und diese unter NDA stehen?



    Wo steht dies das man dafür eine ivy cpu braucht, usb3.0 läuft über den z77. :p 
  • 7664stefan , 3. Mai 2012 11:53
    Nochmal eine wahrscheinlich dämliche Frage zur 'geringeren Leistungsaufnahme': Bezieht sich das auf den Gesamtverbrauch des Systems z.B. im Vergleich zu P67 oder bedeutet das gar, dass eine CPU auf einem Z77-Board eine geringere VCore braucht, als auf einem P67-Brett?
  • benkraft , 3. Mai 2012 17:41
    Zitat :
    Nochmal eine wahrscheinlich dämliche Frage zur 'geringeren Leistungsaufnahme': Bezieht sich das auf den Gesamtverbrauch des Systems z.B. im Vergleich zu P67 oder bedeutet das gar, dass eine CPU auf einem Z77-Board eine geringere VCore braucht, als auf einem P67-Brett?


    Der Effekt ergibt sich daraus, dass der Chipsatz aufgrund des Die-Shrinks (trotz integriertem USB-3.0-Controller) weniger elektrische Leistung aufnimmt. Mit einer geringeren Vcore hat das nichts zu tun.
    Ich hoffe das hilft?
  • 7664stefan , 3. Mai 2012 22:03
    Ja, danke dir. :)  Warum können denn nur die Ivys die max. Transferraten von PCI 3.0 unterstützen/nutzen? Die Tests zur Ivy-CPU zeigen doch, das die Sandies kaum weniger Performance bieten.
  • benkraft , 3. Mai 2012 22:23
    Zitat :
    Ja, danke dir. :)  Warum können denn nur die Ivys die max. Transferraten von PCI 3.0 unterstützen/nutzen? Die Tests zur Ivy-CPU zeigen doch, das die Sandys kaum weniger Performance bieten.


    Da wirfst du gerade zwei Dinge durcheinander - der Z77-Chipsatz enthält einen USB-3.0-Controller. Der Ivy-Bridge-Prozessor wiederum hat einen PCI-Express-Controller der dritten Generation an Bord. Bei Sandy Bridge ist eben nur ein PCIe-2.0-Controller verbaut. Daher der Unterschied.

    Du könntest also auch einen Ivy auf eines der neueren Z68-Boards stecken und hättest dort PCIe 3.0 oder umgekehrt einen Sandy in ein Z77 Board stecken, womit du maximal PCIe 2.0 bekämst.

    USB hängt am Chipsatz: 6er-Serie hat nur USB 2.0 (nativ, also von Hause aus ohne Drittanbieterchips), 7er-Serie besitzt USB-3.0-Fähigkeiten.

    Die Performance ist bei den beiden Generationen in der tat recht ähnlich. Warum das so ist haben wir im Artikel ja auch erklärt.

    Alles klar? ;) 
  • 7664stefan , 3. Mai 2012 22:34
    Jap! Danke dir für die Erklärung an den Technik-Noob. :) 
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