Athlon XP 3000+ mit mehr Cache, Fortsetzung
Zum fünfjährigen Bestehen des Prozessors legt AMD nun noch einmal nach: Die sechste Evolutionsstufe des Athlon in Form des Barton-Kerns ist jetzt mit einem doppelt so großen L2-Cache ausgestattet - im Vergleich zu seinen vier Vorgängern für die Sockel-Plattform. Denn der erste Athlon für den Slot A war ebenfalls schon mit einem 512 kB großen L2-Cache ausgestattet, nur wurde dieser mit maximal 2/3 der Core-Taktrate betrieben und befand sich extern auf der CPU-Platine.

Korrekt erkannt: Der neue Prozessor wird erst nach einem Bios-Update vom Motherboard erkannt - ein Chipsatz mit 166 MHz FSB-Takt ist Voraussetzung.

Alle Daten des neuen Spitzenmodells auf einen Blick.
Die Meilensteine der letzten Jahre sind noch allgegenwärtig: Auf den K7 mit Pluto-Kern im Slot A ab 500 MHz (mit 0,25 µm Leiterbahnen) folgte kurz darauf der K75 mit Orion-Core, der schon im 0,18-µm-Prozess gefertigt wurde. Der erste Sockel-Athlon mit Thunderbird-Kern im Keramikgehäuse hatte den 256 kB großen L2-Cache bereits integriert. Später folgten die Palomino- und Thoroughbred-Typen, wobei mit dem Palomino automatisch das so genannte Model-Numbering eingeführt wurde.
Das heißt für den Anwender im Klartext: Die CPU-Bezeichnung gibt keinen Aufschluss über die Taktrate mehr! Obwohl Erzfeind Intel höhere Taktraten beim P4 bot, war der Athlon deutlich schneller bei den meisten Applikationen. Es folgten weitere Verdrahtungsebenen, die SSE-Erweiterung und die Verkleinerung der Strukturen auf 0,13 Mikrometer.