Zorin OS 12 und Kaspersky OS: Neue Betriebssysteme

Sicherheit der eigenen Daten und die Abhängigkeit von den OS-Betreibern sind Antrieb für Entwickler wie Nutzer, Alternativen zu existierenden Produkten zu schaffen oder auch anwenden zu wollen. Die Update-Politik einiger Hersteller ist für viele ein rotes Tuch, und die Sicherheit des Internets ein hohes Gut.

Erstere verschreckt oder verärgert Nutzer von Windows 10: Die Verpflichtung, alle Updates früher oder später einspielen zu müssen, um das System weiter nutzen zu können, hat bei vielen den Umstieg verhindert. Jetzt sind auch Meldungen aufgetaucht, dass Windows 10 nach dem Anniversary Update auf älterer Hardware nicht mehr so rund laufen soll, wie es anfangs den Eindruck machte.

Unabhängig vom Grund denken viele anscheinend über den Wechsel zu Linux nach – zumindest erhofft sich das die Linux-Welt. Zorin will jetzt mit der Version Zorin OS 12 eine Benutzeroberfläche vorgestellt haben, die sich weitgehend an Windows orientiert und so den Umstieg einfach machen soll.

Zorin OS basiert auf Ubuntu 16.04 LTS, das bis 2021 mit Sicherheitsupdates versorgt werden soll. Basis dieser Ubuntu-Version ist der Linux-Kernel 4.4, der eine umfangreiche Hardware-Bibliothek unterstützen soll. Neben einer kostenlosen Basisversion soll es auch eine Ultimate-Variante für sparsame 15 Euro geben.

Eine ganz andere Hausnummer soll Kaspersky OS der bekannten Sicherheitsexperten sein. Seit 14 Jahren will Kaspersky daran gearbeitet haben und jetzt ein Betriebssystem komplett haben, das absolut sicher ist. Allerdings nicht für PCs, sondern für die vielen kleinen Geräte des Internet of Things, die in den letzten Wochen für so viel Ärger gesorgt haben.

Und noch weiter sorgen werden, wenn sich die Hersteller nicht kümmern. Kaspersky OS soll auf einer komplett neuen Architektur basieren, die es für jede Anwendung ermöglicht, nur die notwendigen Softwareteile in ein Gerät zu implementieren. Darüber hinaus hat es sein eigenes Sicherheitssystem, in das man laut Kaspersky nur mit Hilfe eines Quantencomputers in absehbarer Zeit eindringen können soll.

Als dritten Grund für die Sicherheit nennt Kaspersky die Tatsache, dass kein Bausteinchen einem anderen, bekannten Betriebssystem entlehnt ist – auch nicht, wie so oft, Linux. Damit sollen DDOS-Attacken wie in letzter Zeit unmöglich werden, in denen Devices aus dem IoT großen Schaden angerichtet hatten.

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