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Atom trifft Nvidia: Zotacs ION ITX im Test

Atom trifft Nvidia: Zotacs ION ITX im Test
Von , Chris Angelini

Tom's Hardware hat sich in den vergangenen Monaten eingehend mit Intels Atom-Plattform auseinandergesetzt. Dabei ging es unter anderem um die Eignung der Atom-Plattform als Office-PC und um einen Effizienzvergleich mit AMDs Athlon sowie Intels eigenem Core 2 – von diversen Netbook-Tests und dem Vergleich mit VIAs Nano abgesehen. Basierend auf unseren Erfahrungen lautete unser Fazit bislang, dass die CPU sich im Netbook-Bereich sehr gut schlägt, für einen Desktop aufgrund der Performance-Defizite jedoch nicht geeignet ist.

Intels 945G-Chipsatz-Familie hatte auch ihren Anteil an dieser Einschätzung, da sie bislang die einzige Basis für den Atom-Prozessor dargestsellt hat.

Vor einigen Monaten hatte Tom's Hardware bereits Gelegenheit, sich die erste Atom-Plattform anzusehen, die gegen Intels schwachbrüstige Angebote antreten sollte: Nvidias ION. Als wir auf der diesjährigen CES den ersten Prototypen in Augenschein nehmen konnten, waren wir beeindruckt, wie viele moderne Anschlüsse Nvidia zusammen mit einer vergleichsweise leistungsfähigen GPU auf so geringem Platz unterbringen konnte.

Nun sind sechs Monate vergangen, Acer hat inzwischen seinen Aspire Revo genannten Nettop auf ION-Basis vorgestellt (ein Test folgt bald) und auch Lenovo hat ein ION-Netbook angekündigt. Parallel kommen auch erste Mini-ITX-Mainboards mit ION-Chipsatz auf den Markt, mit denen sich Bastler einen Kleinst-PC mit einer Atom-CPU bauen können. Die Kernfrage lautet somit: Lohnt sich das?

Nvidias ION: Features bis zum Umfallen
Der erste ION-Prototyp war mit Features geradezu vollgestopft. Er bot jede Menge USB-2.0-Ports, analogen 7.1-Sound, einen optischen Digitalausgang, DVI, HDMI, Gigabit-Ethernet- und SATA-Anschlüsse. All diese Fähigkeiten verdankte die kleine Box Nvidias GeForce-9300-Chipsatz, den die Firma jetzt »ION Graphics Processor nennt«. Bislang stand die Abkürzung IGP für »integrated graphics processor«. Unterm Strich vereint der GeForce 9300 beziehungsweise IGP in einem Chip die Funktionalität einer klassischen Northbridge-Southbridge-Kombination.

Der IGP zeigt sich extrem anschlussfreudig: Er bietet bis zu fünf PCI-Steckplätze, sechs SATA-Ports mit 3 Gb/s, insgesamt 20 PCI-Express Lanes, die in einen x16-Pfad und vier x1-Lanes aufgeteilt sind, einen integrierten Gigabit-Ethernet-Controller, 12 USB-2.0-Ports und HD-Audio.

Der Northbridge-artige Teil des IGP enthält einen Dual-Channel-Speicher-Controller, der entweder mit DDR2-800-Modulen oder DDR3-Riegeln mit bis zu 1333 MHz umgehen kann. Laut Nvidia verträgt der Chipsatz einen Front Side Bus von bis zu 1333 MHz und unterstützt damit alle CPUs vom Atom über den Celeron und den Pentium 4 bis hin zur aktuellen Core-2-Familie. In unserem Fall bringen uns aber die modernen, umfangreichen Speicher- und FSB-Fähigkeiten wenig, denn der Atom 330, den Zotac auf sein kleines Board lötet, nutzt einen 533 MHz schnellen FSB und DDR2-Arbeitsspeicher.

Dann gibt es noch die integrierte Grafiklösung. Als Derivat von Nvidias G86-GPU verfügt sie über 16 Shader-Prozessoren und zweigt sich ihren Grafikspeicher vom RAM des Rechners ab. Der Grafikkern selbst läuft mit 450 MHz, während die Shader mit 1100 MHz getaktet sind – also ein wenig langsamer als beim unserem Test des GeForce 9300 vom letzten Oktober.

Aber genug der technischen Daten, sehen wir uns an, wie Zotacs Umsetzung eines Mini-ITX-Mainboards mit Nvidias IGP aussieht.
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Beispiel: Notebook, Festplatte, Speicher

Alle 22 Kommentare anzeigen.
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  • woerli , 31. Mai 2009 12:21
    Prinzipiell gut gedacht, das Zotac mal nicht, wie in anderen Tests, mit anderen "Atomen" zu vergleichen! Aber warum bitteschön mit einem so leistungshungrigen Prozessor und nicht beispielsweise mit einem E5200?? Kein Mensch, der einen möglichst stromsparenden HTPC fürs Wohnzimmer möchte kommt auf die Idee, so einen PRozessor zu wählen. Andererseits kommt auch niemand mit Leistungsambitionen auf die Idee, für sich eine ION-Platform in Betracht zu ziehen. Und dann vergleicht ihr schwerpunktmäßig Spielebenchmarks....

    Die einzigen für mich aus dem Test verwertbaren Aussagen sind:
    - wer Energie sparen will kommt an ION kaum vorbei (und das mit Nachdruck)
    - als Wohnzimmer-PC für die Wiedergabe von Videos scheint ION durch die umfangreicheren Funktionen auch deutlich besser geeignet als die Vergleichslösung (was im Test leider nur am Rande kurz mit erwähnt wird)

    Zudem hätte ich mir gewünscht:
    - Datendurchsatz (ihr verwendet eine SSD, hätte mich interressiert ob sie mehr als 80 MB/s schafft)
    - ein Vergleich zwischen 32 bit und 64 bit Betriebssystem

    PS: Gehört zum ION nicht der 9400 Chip von NVIDIA und nicht der 9300? (letzterer kommt auf den nich-ION Boards von Zotac zum Einsatz)
  • Jolly91 , 31. Mai 2009 15:00
    Zitat: [- ein Vergleich zwischen 32 bit und 64 bit Betriebssystem]

    gibt es doch schon.

    Finde den Test gar nicht mal so schlecht.
  • derGhostrider , 31. Mai 2009 15:27
    Ich frage mich schon, warum nicht wieder das Stromsparende System der letzten Tests verwendet wurde. Also das mit E7200, welches im Idle nur 35W aufgenommen hat.
    Und wieso ein 405 Watt Netzteil? Nur weil Enermax drauf stand? Das 250W FSP wäre doch viel passender gewesen.
    Es ist schon etwas merkwürdig, wenn das eine System vom Hersteller mit einem 90W Netzteil ausgestattet wird und das Vergleichssystem ein über 400W starkes Netzteil und keine sparsame CPU bekommt.

    Den Vergleich für die Stromaufnahme hätte man sich bei der Komponentenwahl dann doch leider schenken können; das wurde in den letzten Tests bereits schöner gemacht.
  • woerli , 31. Mai 2009 15:38
    @Jolly: Wo gibt es den? Würd ich gern mal drüber schauen.
  • Jolly91 , 31. Mai 2009 15:49
    Hier zum beispiel: http://www.tomshardware.com/de/64-bit-vista-gaming,testberichte-240289.html
  • woerli , 31. Mai 2009 16:44
    Achso..ich meinte speziell für ION. Dann teste ich es selbst mal, sobald ih mein Zotac habe.
  • Jolly91 , 31. Mai 2009 20:34
    Achso, ja wusste nicht wirklich was du meinst, aber das hat sich jetzt geklärt.
  • Anonymous , 1. Juni 2009 10:55
    Schade das Ihnen das Minix Board von J&W kein begriff ist, sonst hättet sie bemerkt das es sehr wohl ALternativen auf 780G Basis gibt die dem hier getesteten WEIT überlegen sind....Schade
  • stevez , 1. Juni 2009 11:43
    gibt es schon ion-boards in uatx? bräuchte für den htpc auf jeden fall noch 1 pci und 2pcie x1 slot für sound- und tv-karten...
  • layer8error , 1. Juni 2009 12:24
    Das
  • layer8error , 1. Juni 2009 12:25
    mrdjtommySchade das Ihnen das Minix Board von J&W kein begriff ist


    Das Board kostet aber auch ca. 180 Euro, ohne CPU!
  • cubaman , 1. Juni 2009 19:55
    layer8errorDas


    Das würde mich auch interessieren wobei mir schon 1x pci und 1x pci-e reichen würde.
    Denkt ihr das der Atom Prozessor gut mit einem RAID 5 und RAID 0 zurecht kommen
    von der Leistung her oder wäre der tota überfordert? Mit RAID 5 würde ich jetzt eins ohne
    eigene CPU meinen.
  • derGhostrider , 1. Juni 2009 20:03
    RAID-5 ohne Hardware-RAID-Controller ist keine gute Idee. Die sind viel zu empfindlich (siehe auch das passende Forum hier auf THG).
    RAID-0 ist keine Alternative zu einem RAID-5.

    Mal ganz davon abgesehen, daß das schon wieder nach der übelsten Vergewaltigung von solch einem Winzlingssystem klingt.
    Wie wäre es da mit einer 2TB-Festplatte? Mehr als genug Platz.
    Wenn etwas Datensicherheit gewünscht ist: RAID-1 aus zwei solcher Monster.
  • cubaman , 1. Juni 2009 21:40
    Sorry ich meinte RAID-1 :)  Da hast du natürlich recht. Ich habe bei mir gerade ein RAID-5 (was von Adaptec) und RAID-1 laufen mit einem Athlon XP 2800+. Ich habe nur mit dem Gedanken gespielt das alte Mainboard und Prozessor rauszuschmeißen und gegen ein stromsparendes Atom System zu tauschen, da eh "nur" Daten (Backups, Video, Audio, Bilder) hin und her geschoben bzw gestreamt werden müssen.

    Utopie oder machbar?

    Als ich mir das RAID 5 zugelegt habe, waren leider noch die 500GB Platten die einzig erschwinglichen, bekommt man mittlerweile zu dem Preis von damals ja schon 1,5TB.
  • derGhostrider , 1. Juni 2009 21:46
    RAID-1 sollte doch wirklich kein Problem sein. Da werden keine Parity-Daten berechnet, es wird der Datenstrom einfach doppelt gespeichert.

    Da sehe ich kein problem. Mit zwei passenden WDs (ebenfalls stromsparend) sollte das dann doch eine Weile ausreichen.

    *g* Bei mir ackern sechs 1,5TB Platten im RAID-6. Stromsparen ist mir da sowas von egal. ;) 
  • cubaman , 1. Juni 2009 22:01
    Danke dir. :)  Genau um den Aufwand die Parität zu berechnen ging es mir im Prinzip, weil das schon einiges an Leistung frisst.

    Da hast gut was zusammen an Speicher. Werd ich mir mal überlegen wie ich es mach. In meinem speziellen Fall nur zum Daten speichern wäre es halt unnötig ein System zu haben, das 70 ... 80W im idle braucht.
  • derGhostrider , 1. Juni 2009 22:04
    Je nachdem wie oft Du am Tag darauf zugreifst, könntest Du die Platten sogar parken lassen.

    Bei "häufiger als 5mal pro Tag anlaufen" würde ich die Platten lieber ununterbrochen durchlaufen lassen.
    Die WD GP sind recht stromsparend und vermutlich immernoch mehr als schnell genug für so eine Kiste.

    Viel Spaß beim Basteln. ;) 
  • cubaman , 1. Juni 2009 22:30
    Da haben wir ja die selbe Ansicht :)  Ich habe es bisher auch immer ununterbrochen laufen lassen, da ständige an- und ausschalten tut der Mechanik der Festplatten nicht besonders gut.

    Danke werd ich hoffentlich haben :) 
  • trg , 22. Juni 2009 20:00
    Also ehrlich einen unpassenderen Vergleich hätte man nicht ziehen können!

    Muss man euch erst sagen das es hier um Stromsparen geht?
    Wie kann man einen 8 Watt cpu gegen einen 90 watt cpu antreten lassen und euer ausgleichs 45-watt cpu den ihr natürlich nicht benutzt habt verbrät allein mehr als das ganze System.

    Warum habt ihr die ION platform nicht gleich gegen einen icore 7 antreten lassen oder gegen einer sgi workstation. Einfach lächerlich euer vergleich!

    Ausserdem wen wundert es das wenn man Vista benutzt die gesammte Rechenleistung in einem schwarzen Loch verschwindet. Von Linux habt ihr wohl auch noch nix gehört? Mittlerweile ist die Linuxgemeinde sehr gross und tests die unter Linux oder BSD laufen fände ich auch sehr interresant!

  • trg , 22. Juni 2009 20:06

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