ZTE Blade A452: Günstiger Einstieg in die untere Mittelklasse?

Die Leistungsdaten auf dem Papier halten zwar nicht immer, was sie zu versprechen scheinen, aber der große Akku dürfte gerade Nutzer erfreuen, die mit einer begrenzten Anzahl von Diensten auskommen, aber lange Laufzeiten erwarten.

Auf Besitzer günstiger Smartphones wird schnell von oben herabgeschaut. Wer etwas auf sich hält, betrachtet seine multifunktionale Bimmelkiste als Statussymbol, das ihn als in der neuen, mobilen Welt als angekommen ausweist.

Aber jenseits der Fixierung auf modische Attitüden zählt klassisch das Preis-Leistungs-Verhältnis, wobei an dieser Stelle das Motorola Moto G zum Inbegriff geworden ist: Eine solide Mittelklasse-Kiste mit brauchbarer Hardware-Leistung bis hin zur Kamera, die gerade bei der ersten Generation als Preisbrecher galt und maßgeblich zur steigenden Attraktivität der Klasse beitrug.

Die Nachfolger erhielten mit jedem Update zwar neue Funktionen und/oder mehr Leistung, allerdings ließ sich der Hersteller diese Veränderungen stets ordentlich bezahlen, sodass das Moto G3 nur noch ein Smartphone unter vielen ist.

Zwischen Einstieg und Mittelklasse

Nun scheint ein anderer Fabrikant eine Lücke für sich ausgemacht zu haben: ZTE bringt mit dem Blade A452 ein Smartphone auf den deutschen Markt, das mit einem Verkaufspreis von 149 Euro genau zwischen Einstieg und Mittelklasse angesiedelt ist.

Der Hersteller setzt auf ein fünf Zoll großes HD-Display, hinter dem ein Quad-Core-SoC von Mediatek verbaut wurde, was beides an höherwertige Geräte erinnert. Die Speicherausstattung mit einem Gigabyte RAM und acht Gigabyte für das Speichern von Daten erinnert dagegen an einfache Modelle.

Ähnlich gespalten ist der Eindruck bei der Kamera: Während die Bilder auf der Rückseite mit 13 Megapixeln aufgenommen werden, ist die Auflösung für Selfies mit zwei Megapixeln zumindest auf dem Papier eher mager. Wenig Überraschendes hält die Schnittstellenausstattung bereit: In WLAN-Netzen werden die Standards b/g/n genutzt, das LTE-Modem unterstützt die Bänder B3/B7/B8/B20.

Ein erfreuliches Alleinstellungsmerkmal findet sich dann aber doch: Das ZTE Blade A452 besitzt einen mit 4000 mAh erstaunlich großen Akku, der auf sehr lange Laufzeiten hoffen lässt.

Aktuelles Android mit allen nötigen Diensten und noch etwas mehr

Nicht nur mit der Hardware will ZTE überzeugen, auch Software-seitig will man sich zumindest nicht blamieren. Dies wird schon mit dem Betriebssystem unterstrichen: Installiert ist Android 5.1 - und das ist für ein Smartphone der unteren Preiskategorie mehr als akzeptabel.

Die Optik des Homescreen wurde leicht angepasst und auch einen App Drawer gibt es. Doch spätestens die Menüs zeigen, dass die Veränderungen nicht allzu weit über das Basis-ROM Googles hinausgegangen sind. Anders als etwa bei den höherwertigen Modellen wird auf die hauseigene Midavor UI verzichtet.

Neben den üblichen Google-Diensten werden auch die darüber hinausreichenden Standardwerkzeuge - etwa ein Datei-Manager, ein Taschenrechner, eine To-Do-List usw. - installiert. Außerdem steht produktiven Nutzern mit dem ersten Start ein WPS-Office-Paket zur Verfügung. Dies wird um den Mopria-Print-Service ergänzt, sodass vom Smartphone aus gedruckt werden kann. Für Sicherheit soll Avasts Mobile Security sorgen.

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3 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Tesetilaro
    kannst Du immer explizit dazu schreiben ob App 2 SD unterstützt wird? - weil 8 GB kann ggf. hier und da funktionieren, aber halt nur wenn man 300 MB+ Apps zu weiten Teilen auf der Karte lagern kann...
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  • matthias wellendorf
    Asche auf mein Haupt, das hab ich vergessen. Derzeit unterstützt das A452 jedoch Apps2SD nicht.
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  • Tesetilaro
    danke für den Nachtrag, aber dann ist das ding schon wieder diqualifiziert -.- schade...
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