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Zuverlässige Business-Partner: Drei Ultra320-Festplatten mit 10.000 U/Min

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Noch vor wenigen Jahren liess sich das geeignetste Festplatteninterface ganz pragmatisch auswählen: ATA für zuhause oder das Büro, SCSI für alle professionellen Anwendungen. Heute gestaltet sich die Auswahl im Business-Segment nicht mehr so einfach: ATA-Festplatten sind bald genauso schnell, im Schnitt doppelt so groß und auch noch erheblich billiger als SCSI-Laufwerke. Die Versuchung ist also enorm, doch lohnt sich das Widerstehen überhaupt noch?

Auf jeden Fall! Sobald an Festplattenlaufwerke nämlich Ansprüche gestellt sind, die über Datentransferrate und Kapazität hinausgehen, darf auf keinen Fall mehr nur der Preis entscheiden. Gemeint sind jene Anwendungen, die keine Ausfallzeiten erleiden dürfen (infrastrukturell oder dem Business-Ablauf dienende Systeme).

Es gibt zwischen ATA- und SCSI-Laufwerken erhebliche qualitative Unterschiede, denn die meisten Low-Cost-Laufwerke (dazu zählen wir fast alle ATA-Modelle) sind beispielsweise nicht für den Dauerbetrieb vorgesehen. Auch wenn es um permanente Laufwerksaktivität geht, entsteht mehr mechanische und schließlich auch thermische Belastung als bei vergleichsweise kaum beanspruchten Desktop-Systemen. Diese Dauerbenutzung muss das Laufwerk auch unter widrigsten Bedingungen unbeschadet überstehen, etwa wenn die Klimaanlage im Serverraum einmal ausfällt.

Nichtsdestotrotz werden ATA-Festplatten vermehrt für kleinere Server-Systeme eingesetzt. Webhoster haben beispielsweise großen Gefallen daran gefunden, denn somit lassen sich verlockende Systeme günstig vermieten. Das Ausfallrisiko durch einen Festplattendefekt bleibt beim Kunden.

In der Praxis machen auch ATA-Festplatten im Dauerbetrieb bislang nicht viele Schwierigkeiten. Kopfschmerzen sollte jedoch die Garantiekürzung seitens der Festplattenhersteller im Herbst letzten Jahres bereiten. Für die meisten ATA-Modelle stehen sie nämlich nur für ein lächerliches Jahr ein (die zweijährige Gewährleistungspflicht innerhalb der EU ausgenommen).

Genau hier liegt ein kritischer Punkt: Serversysteme müssen für gewöhnlich über mehrere Jahre ihren Dienst tun (allein aus steuerlichen Gründen), und hier ist die große Unbekannte: Werden ATA-Festplatten auch nach zwei Jahren Dauerbetrieb noch weitere Jahre zuverlässig funktionieren oder treten vermehrt Defekte durch Verschleisserscheinungen auf?

Aufgrund der genannten Fakten kann unsere Empfehlung nur lauten: Bei ernsthaften Anwendungen - es muss sich nicht einmal um Business-Critical-Anwendungen handeln - dürfen nur hochwertige Festplatten zum Einsatz kommen. Quasi als Belohnung winkt neben der ordentlichen Garantiezeit von fünf Jahren eine nach wie vor höhere Performance als bei ATA-Modellen, da alle heutigen SCSI-Laufwerke mit mindestens 10.000 U/Min arbeiten.

Zur Wahl stehen insgesamt vier Modelle im bekannten 3,5"-Format: Die MAP-Serie von Fujitsu, Hitachis UltraStar DK32EJ, die Maxtor Atlas 10K IV sowie die Seagate Cheetah 10K.6. Leider haben wir die UltraStar von Hitachi nicht mehr rechtzeitig erhalten. Die Ergebnisse dieses Laufwerks werden jedoch baldigst nachgeliefert.

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