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Zweikanal bezahlbar: Chipsätze mit Dual-DDR400 für den Pentium 4

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Hochleistungsrechner unterscheiden sich meist beim verwendeten Prozessor, der Festplatte oder der Grafikkarte. Ein weiterer Faktor ist in den vergangenen Monaten jedoch immer mehr zum Garant für hohe Performance geworden: Ein Speichercontroller, der zwei Speicherbänke gleichzeitig bedienen kann. "Dual-Channel DDR" lautet das Motto.

Der Grund für diesen Trend liegt auf der Hand: Wenn hohe Speicherperformance gefragt ist, gibt es bislang noch keine Alternative. Während DDR-SDRAM als erheblicher Fortschritt gegenüber herkömmlichem SDRAM-Speicher anzusehen ist, steht ein ähnlicher Leistungssprung durch den Nachfolger DDR2 noch aus. Der Ruf nach mehr Speicherbandbreite wurde somit konsequenterweise durch Zweikanal-RAM beantwortet.

Da die ersten Dual-Channel-Plattformen lediglich auf DDR266-Speicher basierten (PC2100), haben einige Hersteller schnell nachgebessert. Systeme mit Dual-DDR333 (PC2700) waren bald erhältlich. Intel jedoch hielt sich vornehm zurück und begnügte sich mit Dual-DDR266, bis der Pentium 4 mit 800 MHz FSB-Takt an den Start ging. Die Steigerung auf 166 MHz Speichertakt (DDR333) hätte etwas höhere Ansprüche an die Hardware sowie die Aufgabe des synchronen Betriebs von Hauptspeicher und FSB bedeutet - das Ergebnis hat den Mehraufwand nicht gerechtfertigt.

Intels Chipsätze 865PE (Springdale) und 875P (Canterwood) passen dagegen perfekt zur Idee des synchronen Speicherbetriebs, denn zwei Speicherkanäle à 200 MHz (PC3200) im Dual-Data-Rate-Verfahren ergeben effektiv eine Taktrate von 800 MHz, was dem FSB-Takt des Pentium 4 entspricht - schnelle Timings und gute Performance sind das Resultat.

SiS und VIA bieten gleichartige Betriebsmodi; die aktuellen Chipsätze der Taiwaner unterstützen darüber hinaus jedoch auch zahlreiche pseudo-synchrone Betriebsmodi, z.B. FSB400 samt Dual-DDR333. Diese machen vor allem bei Aufrüstungen Sinn, denn so können entweder der Prozessor oder ein bereits vorhandenes Speicherpärchen erst einmal weiter verwendet werden.

Sowohl SiS als auch VIA haben sich viel Zeit gelassen, doch nun können beide wieder technisch hochwertige Chipsätze anbieten: Der SiS655FX beinhaltet eine neue Southbridge namens SiS964. Dieser bietet neben acht USB-2.0-Ports auch zwei Serial-ATA-Ports. VIAs PT880 scheint auf den ersten Blick gleich, bietet jedoch im Detail ein paar zusätzliche Features, die wir im entsprechenden Abschnitt behandeln.

Die eigentliche Frage lautet jedoch: Können die neuen Chipsätze unsere Erwartungen erfüllen? Nachdem beide Chipschmieden deutlich mehr Zeit hatten als Intel, erwarten wir mindestens ähnliche Leistungen.

Die Testplatine mit dem VIA PT880 war ein Prototyp-Board von Soltek, während die Platine mit dem SiS655FX direkt von SiS stammte. Mögen die Spiele beginnen! Hoffen wir nur, dass wir die Löwen nicht loslassen müssen.

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