Zweiter Versuch: Auf Duron folgt Sempron
Inhaltsverzeichnis
- 1. Teileverwertung: Aus Athlon XP und Athlon 64 wird Sempron
- 2. Duron bleibt in der Gruft: Sempron heißt der neue Samariter
- 3. Sempron im Bilde
- 4. Maximale Kompatibilität
- 5. Auslaufmodell: Der Athlon XP
- 6. Krieg der Plattformen: AMD gegen Intel
- 7. Mitbewerber für kleinen Geldbeutel: Intel Celeron D
- 8. Celeron, Fortsetzung
- 9. Irgendwie ein alter Bekannter: Sempron 3100+
- 10. Verfügbare Chipsätze
- 11. Testkonfiguration
- 12. Benchmarks
- 13. Benchmark-Ergebnisse
- 14. DirectX 8
- 15. Auto Gordian Knot
- 16. Bapco Sysmark 2004
- 17. Synthetische Benchmarks
- 18. Fazit: Schneller als Celeron

Es ist ruhig geworden um AMD, seit der Sockel 939 auf den Markt kam. Tatsächlich leidet der Chip-Hersteller unter einem kleinen Dilemma: Derzeit hat der Athlon 64 außer seiner übermäßigen Größe keinen wirklichen Nachteil. Aber die Produktion verhindert die Auslieferung großer Mengen, was AMD wiederum daran hindert, langsamere und günstigere Versionen für den in hohem Maße attraktiven Sockel 939 einzuführen. Außerdem scheint der Athlon XP nicht richtig platziert zu sein, da die Athlon-Marke für das Beste vom Besten stehen soll. Es ist also an der Zeit zu handeln.
Bei Intel war man allerdings auch nicht müde und hat inzwischen mit der Auslieferung des Celeron-D-Prozessors begonnen. Basierend auf dem Prescott-Kern mit reduzierten 256 kB L2-Cache und einer Taktrate von bis zu 2,8 GHz (FSB533) stellt der modernisierte Celeron einen Vorläufer für die LGA775-Version dar, die mit dem XD-Bit und Thermal Monitoring 2 ausgestattet sein wird. Auch die 915G/GV- und 910GL-Chipsätze werden bald die Leistungsfähigkeit üblicher Einsteiger-Plattformen stark verbessern. Da es sich AMD nicht leisten kann, untätig auf die Verfügbarkeit von PCI-Express-fähigen Chipsätzen zu warten, müssen sämtliche verfügbaren Ressourcen voll ausgeschöpft werden, um Intel das Leben so schwer wie möglich zu machen.
Es ist schon verrückt genug, dass Features wie PCI Express, SATA RAID mit Befehlswarteschleife oder hoch entwickelte Audiosysteme für das kostenempfindliche Einsteiger-Segment interessant sein sollen. Es wird noch Monate dauern, bis das Gros des Marktes für Mainstream-Komponenten mit dem Einbau von PCI-Express-Teilen beginnt. Aber sobald wohlklingende Features im Chipsatz integriert sind, lassen diese sich mit einem Minimum an zusätzlichen Kosten implementieren - und können so zu überzeugenden Verkaufsargumenten werden.
Leider hat AMD selbst dafür gesorgt, dass der vorliegende Bericht kürzer ausgefallen ist, indem man dort das Freigabedatum des Sempron vom 17. August auf den 28. Juli vorverlegte. Infolge dessen hatten wir nicht genügend Zeit, um im üblichen Umfang Benchmark-Tests mit sämtlichen neuen Prozessoren durchzuführen. Dennoch haben wir eine ansehnliche Menge an Informationen und Testergebnissen zusammengetragen, um den Sempron 2800+ und den Celeron D 335 bei 2,8 GHz zu vergleichen. Der Sempron 3100+ für Sockel 754, der auf Athlon-64-Technologie basiert, wurde ebenfalls aufgenommen, läuft dabei aber mehr oder weniger außer Konkurrenz.
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