ARM-basierte Notebooks sind im Anmarsch

Laut – wie üblich namenlos bleibenden – Quellen aus der IT-Industrie (engl.) arbeiten Schwergewichte wie Samsung, Toshiba, Acer und Asus momentan an ARM-basierten Notebooks. Spezielle Asus hat ein 13-zölliges Gerät in Arbeit, das auf Nvidias Tegra-Prozessor und Googles Android-Betriebssystem setzt. Die ersten dieser Geräte könnten bereits Ende diesen Jahres auf den Markt kommen.

Laut den gleichen Quellen sind solche Geräte aber eigentlich nichts Neues: Vor zwei Jahren brachten Toshiba und Lenovo bereits ARM-basierte Geräte auf den Markt, die damals unter dem Label Smartbook liefen – und floppten, da Anwender praktisch die gleiche Leistung und Kompatibilität wie bei herkömmlichen Notebooks erwarteten.

Mittlerweile ist das Spielfeld aber ein anderes und Smartphones und Tablets veränderten die Vorstellungen der Anwender ganz enorm. Zudem wären die heutigen ARM-Notebooks dank Multi-Core-Prozessoren, erweiterten Speichermöglichkeiten und neuen Interfaces deutlich leistungsstärker und attraktiver als ihre Vorgänger.

Da ARM-basierte Prozessoren in der Regel energieeffizienter und deutlich billiger sind als die X86-Lösungen von Intel und AMD, könnten ARM-Notebooks ein ganz neues Marktsegment darstellen, in dem komplette Geräte zu Preisen von 299 US-Dollar und weniger angeboten werden. Preisunterschiede wird es natürlich immer noch geben: Die Hardware wird sich im Detail unterscheiden und es ist natürlich preislich ein Unterschied, ob Windows 8, Chrome, OS, Android oder Ubuntu installiert ist.

Vor einigen Wochen sagt ARMs CEO Tudor Brown, dass Microsofts kommendes Windows 8 – das wir bereits im Januar auf ARMbasierten SoCs laufen sagen – sich bis 2015 auf 40 Prozent aller Netbooks ausbreiten will. Er schätzte außerdem, dass im gleichen Jahr 85 Prozent aller Tablets auf ARM-Prozessoren basieren werden.

Laut Brown würde die Kombination aus Windows 8 und ARM-basierten CPUs keine Überhitzungsprobleme wie aktuelle Intel-basierten x86-Lösungen kennen und den Innovationszyklus weiter beschleunigen, so dass Gerät noch leichter und günstiger werden und längere Akkulaufzeiten haben könnten.

Die ersten ARM-basierte Notebooks mit Windows 8 werden aber frühestens 2012 auf den Markt kommen.

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9 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • kmueho
    Theoretisch kann Intel seinen Atom dann endgültig einpacken, wenn ARM-basierte Net-/Notebooks mit Windows 8 auf dem Markt sind.

    Wie geschrieben: Theoretisch!

    Denn es wird sicher auch danach noch 'ne Weile dauern, bis alle möglichen Treiber und Anwendungsprogramme in ARM-compilation verfügbar werden.
    Vielleicht gibt das auch ein derartiges Desaster, dass der Atom als lachender Sieger aus dem Wettbewerb hervorgeht....
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  • thomaz
    "ARM-basierte Notebooks sind fürn Arsch"

    theoretisch könnte intel uns ein vollwertiges highend system (ob notebook, pad, smartphone oder desktop) präsentieren welches im idle extrem wenig strom verbraucht (2-5 watt) und im mobilen betrieb halt passend runtergetaktet und kastriert supersparsam abgeht.
    zuhause am stromnetz mit genug kühlung gibts dann halt die volle 3-4ghz dröhnung.

    das problem is nur das die neue marktniesche mit den minderwertigen möchtegern produkten wieder wechfallen würde.

    abhilfe würden nur gesetze schaffen die sowas vorschreiben denn freiwillig gibt kein abzockender untermensch sein handwerk auf.
    -1
  • fffcmad
    Ich weiss nicht warum die ganzen Leute immer nach ARM- Notebooks geifern. Die Teile taugen doch gar nicht fuer sowas?! Der Atom ist schon lahm. Der ARM duerfte sogar noch einmal deutlich langsamer sein, je nach Situation. Das EInzige was den ARM dann wieder retten kann sind spezialisierte Einheiten, die den ARM dann teilweise genauso aufblaehen wie das x86 Pendant, wenn man das denn so nennen kann. Der x86 hat sich nicht um sonst durchgesetzt.
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