Die Entwicklung von 3,5-Zoll-Enterprise-Festplatten – Eine Analyse

SSDs sind sehr schnell, aber nicht sehr verbreitet. Physische Laufwerke liefern hohen Durchsatz und sind zuverlässige Weggefährten für bestehende PC-Ökosysteme. Wir haben die Entwicklung von vier Generationen einer Enterprise-Festplatte untersucht.

Ein funktionierendes System sollte man nicht verändern – dieser Leitspruch ist  womöglich einer der wichtigsten im Enterprise-Segment, in dem Produktions-Server und –Clients eine bestimmte Zeit ohne auszufallen laufen müssen. Jede Komponente wird normalerweise validiert und sogar durch identische Teile ersetzt, obwohl es eventuell deutlich leistungsfähigere Hardware gibt. Eine der wenigen Komponenten, die durch andere Produkte ersetzt werden können, ist die Festplatte: Viele neuen Festplatten eignen sich als sogenannter Drop-In-Ersatz. Wir haben uns die vier jüngsten Enterprise-Laufwerke von Hitachi mit 15.000 U/Min angesehen.

In diesem Artikel gehen wir nicht weiter auf die Unterschiede zwischen physischen Festplatten und SSD-Laufwerken ein. SSDs könnten zukünftig die mechanischen Laufwerke aus dem Performance-Segment verdrängen, da ihre I/O-Leistung sowie ihre Leistungseffizienz unschlagbar sind. Zur Zuverlässigkeit lässt sich derzeit allerdings noch nicht viel sagen, denn SSDs sind noch vergleichsweise jung und die Erfahrungen damit begrenzt – was mit der Zeit allerdings besser wird. Solange jedoch die Kapazität von SSDs nicht an die Kapazität physischer Festplatten heranreicht, werden uns die herkömmlichen Festplatten erhalten bleiben.

Derzeit liegt die maximale Speicherkapazität von SSDs für den Endkundenmarkt wie der X25-M von Intel bei 256 GB. In den kommenden Monaten dürfte diese auf 320 GB ansteigen. Im Enterprise-Segment sind SSDs auch weiterhin deutlich teurer und die Kapazitäten geringer, da lediglich SLC-Flash-Speicher den hohen Performance-Ansprüchen gerecht werden kann.

Jetzt aber genug über SSDs: In diesem Artikel geht es um Enterprise-Festplatten im 3,5-Zoll-Format. Obwohl der Trend eindeutig vom 3,5-Zoll-Formfaktor hin zum 2,5 Zoll-Format geht, stellen sie noch immer das Rückgrat schneller Speicherlösungen in Enterprise-Umgebungen dar. Wir haben die vier jüngsten Laufwerksgenerationen zwischen 147 GB und 600 GB getestet und die Performance sowie die Leistungseffizienz verglichen.

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8 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Sic
    Haben will!
    Durchsatz und I/O besser als die ValociRaptor.
    Das ist mal ne HDD, aber für die 600GB Variante direkt 500€
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  • checkmate
    Zitat:
    SSDs sind sehr schnell, aber nicht sehr verbreitet. Physische Laufwerke liefern hohen Durchsatz und sind zuverlässige Weggefährten für bestehende PC-Ökosysteme.


    Sind SSDs keine physischen Laufwerke (in Abgrenzung zu den logischen Laufwerken)? Vielleicht sind ja SSDs gar psychische Laufwerke? :ouch:
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  • konkretor
    was mich an dem Artikel stört ist folgendes:
    Es soll in dem Artikel nicht von SSD gesprochen werden aber auf den ersten 5 Seiten wird überall SSD gesprochen.
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  • jo-82
    sicHaben will! Durchsatz und I/O besser als die ValociRaptor. Das ist mal ne HDD, aber für die 600GB Variante direkt 500€


    Künststück bei 5.000 U/min mehr. Trotzdem Kinderkram gegen ne gute SSD.
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  • TGH1978
    Eine andere Frage - die mit diesem Artikel nur am Rande zu tun hat - betreffend die Entwicklung von 2,5" Festplatten:
    Da THG ja oft Hardware zum Testen bekommt - bevor sie auf den Markt kommt - wisst ihr vielleicht ob bzw. besser für wann 2,5" HDD's mit 1000 GB in 9,5mm Bauhöhe (also Notebook tauglich) geplant sind?
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  • konkretor
    sowas kann es momentan noch nicht geben, die platten dichte und abwärme lassen sowas nicht zu.

    also wenn du speed willst am notebook kommst du momentan ab einer ssd nicht vorbei
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  • TGH1978
    Mir geht es nicht um Speed sondern um Platz!
    Und ich will den Speicherplatz im Gerät haben - nicht auf einer externen Platte - die wird dann wenn zum Sichern verwendet...
    Wie kommst Du drauf, dass wenn ich nach 1000 GB Platten fragen, ich es auf Speed abgesehen habe...

    Ich baue regelmäßig Notebooks im Freundes- und Bekanntenkreis zusammen - und da es inzwischen schon sehr nette Geräte gibt wo man 2 Platten - manche sogar wo man 3 Platten - einbauen kann - ich sage nur zb. Clevo D900F - würde es sich anbieten eine SSD mit zb. 128 GB oder 256 GB fürs System und eine HDD mit 1000 GB für die Daten bzw. sogar 2x 1000 GB die man dann sogar in Raid 1 schalten könnte - zu nehmen....
    das letzte Clevo D900F System, das ich zusammengebaut habe, haben wir (neben einem Intel Core i7-975 Extreme und 3x Kingston SO-DIMM 4GB DDR3-1333) noch so gelöst, dass wir 3 Seagate 7200.4 G-Force 500GB verbaut haben - mit Intel Matrix Raid - eine System Partition in Raid 0 und eine Daten Partition in Raid 5 erstellt... aber eine SSD und 2x HDD mit je 1000GB wäre "eleganter"...
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  • Anonymous
    @TGH1978: Das sind keine Notebooks, sondern sinnlose Desktopreplacements, die sich keine normal denkende Person anschaffen würde!
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