LG Optimus Black: Schwarze Flunder fürs coole Dress

Mit einer hübsche Fassade versuchen Smartphones zwar in den Auslagen der Händler zu gefallen, doch über die Leistungsfähigkeit sagt das noch nichts. Oft werden der Form wegen Funktionseinschränkungen in Kauf genommen. Doch was kann das LG Optimus Black?

Nach wie vor gilt das iPhone als das Must-Have von Leuten, die neben dem schieren Leistungsvermögen auch auf den Style-Faktor Wert legen. Doch spätestens wenn zwischen den Fingern eines pummeligen Mädchens in pinkem Dress an der Haltestelle des öffentlichen Nahverkehrs  das silberne Apfel-Logo erstrahlt, während sie ihre Facebook-Seite mit den neusten Highlights des Alltags füttert, ist es vorbei mit Coolness & Co. Dann sehnt man sich schnell nach einem Gerät mit einem etwas größeren Alleinstellungsmerkmal, und wird letztlich eher in der Android-Welt fündig, die mit ihren zahlreichen Herstellern eine Vielzahl von Geräten für jeden Bedarf bieten. Wie zum Beispiel LG, das mit dem Optimus Black das Telefon liefern will, das den Inbegriff des Understatements darstellen soll.

Äußeres: Schlichtes Schwarz für Puristen

Das LG Smartphone trägt sein wesentliches Alleinstellungsmerkmal bereits im Namen: Es ist vollkommen schwarz. Dem einen oder anderen werden vielleicht einige gestalterische Highlights fehlen, falsch machen kann man so allerdings nichts. Übertrieben aufdringliche Zierelemente wie beispielsweise die dicken Chromleisten eines Dell Venue Pro können da schon eher verschrecken.

Einfach schwarz: Die Optik des Optimus Black ist unspektakulär, aber doch gefälligEinfach schwarz: Die Optik des Optimus Black ist unspektakulär, aber doch gefällig

Zudem ist es durch eine recht niedrige Höhe von nur 9 mm nicht nur sehr schlank, sondern wirkt allein dadurch elegant und weit weniger klobig als die Grundfläche 122 x 64 mm befürchten lässt. Das Gerät liegt trotz seiner recht üppigen Dimensionen, die dem 4“ großen Display geschuldet sind, gut in der Hand. Äußerst positiv macht sich dabei auch das Gewicht bemerkbar. Mit gerade einmal 112 g gehört das Gerät zu den Leichtgewichten seiner Klasse. 

Die Verarbeitung ist ordentlich, sieht man vom Deckel ab

Damit macht das Optimus Black schon auf den ersten Blick einen schicken Eindruck, der durch eine matte Rückseite auch nicht von Fingerabdrücken zu sehr getrübt wird. Hier hätte man aber vielleicht bei der Wahl des Materials ein etwas geschickteres Händchen beweisen können und den Deckel aus einem etwas hochwertigeren Werkstoff fertigen können. Die schlichte Kunststoffabdeckung wirkt ein bisschen wie Sparzwang und wird auf Dauer sicherlich nicht von Kratzern verschont bleiben, zumal diese sehr großzügig gestaltet ist und bis an die Display-Einfassung heranreicht. Ein Mechanismus, der ein schnelles Öffnen der Rückseite ermöglicht, um leicht an Akku und SIM- sowie Speicherkarte heranzukommen, fehlt. Stattdessen wird die Abdeckung mit spitzen Fingernägeln und einigem Kraftaufwand aus der Verankerung gezogen. Beim Verschließen des Deckels wird dieser mit etwas Druck in die dafür vorgesehene Fassung hineingedrückt. Dies lässt schnellen Verschleiß erwarten, vor allem dann wenn Nutzer häufiger ihre Karten wechseln wollen. Zudem löst sich der Deckel bereits dann, wenn das Smartphone vom Schreibtisch fällt. Sicherlich nichts, was täglich dreimal passieren sollte, zeigt aber eine gewisse Schwachstelle auf.

Ansonsten ist die Verarbeitung tadellos. Alle Teile sitzen fest an ihrem Bestimmungsort.

Schwer zu beurteilen ist in Tests wie diesem immer wieder die Haltbarkeit der Displays. Das glänzende Finish des Bildschirms erstreckt sich über die gesamte Oberfläche des Optimus Black und ist dementsprechend anfällig für äußere Einflüsse, zumal der Hersteller auch auf robustes Gorilla-Glas verzichtet. Im Test konnte das Displayglas dennoch überzeugen, zumal wir mit dem Gerät nicht gerade zimperlichen umgegangen sind.

Der matte Deckel rundet die Optik angenehm ab, erweist sich aber als eine der Schwachstellen des GerätsDer matte Deckel rundet die Optik angenehm ab, erweist sich aber als eine der Schwachstellen des Geräts

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