Generationswechsel: Festplatten mit 4K-Sektoren sind im Kommen

Die EARS-Serie von WD

WD hat als erster Hersteller Festplatten mit einer Sektorengröße von 4 KB im großen Maß auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich für Western Digital zwar nicht um den Marktstart einer bedeutsamen Technologie – die Laufwerke wurden ohne viel Aufhebens eingeführt – allerdings ist die Technologie und deren  einwandfreie Implementierung wichtig. Denn, wenn man nicht die spezielle Charakteristik der Sektorengröße von 4K beachtet, können bei der Verwendung von Betriebssystemen die älter als Windows 7 oder Windows Vista sind, Probleme mit der Geschwindigkeit auftreten worauf wir im weiteren Verlauf dieses Artikels noch genauer eingehen werden. Vermutlich hat sich Western Digital auch aus dem oben genannten Grund dazu entschieden, die 4K-Sektoren zuerst in der Caviar Green-Produktfamilie zu integrieren. Immerhin muss das Low-Power-Laufwerk keine maximale Performance bieten. Aber dennoch macht es seine Sache gut.

Ob es sich um ein Advanced Format-Laufwerk handelt, lässt sich recht einfach feststellen: Entweder anhand des Produktetiketts, das zusammen mit einer kurzen Notiz ans Laufwerk geheftet ist (siehe nächste Seite) oder anhand der Cache-Größe. Außer den Caviar Black- bzw. RE4-Laufwerken ist kein anderes Laufwerk von Western Digital mit einem Zwischenspeicher von 64 MB ausgestattet. Zumindest was die Caviar Green-Modelle angeht, dürfen man davon ausgehen, dass von einem AFD-Modell die Rede ist, wenn der Zwischenspeicher 64 MB groß ist.

Diese Laufwerke folgen auf die EADS-Serie, die wir im September 2009 getestet haben, und sie bieten im Vergleich zum Vorgänger zusätzliche Performance. Die Umdrehungsgeschwindigkeit beträgt weiterhin 5.400 U/Min, wobei die Leistungsanforderungen auf neue Rekordtiefen gesunken sind: Keine andere 3,5-Zoll-Festplatte kommt an die Leerlaufleistung von 2,8 W heran. Bedenken sollte man  dabei nur, dass dieses 1-TB-Laufwerk lediglich zwei Platter verwendet; für Laufwerke mit drei oder vier Platter ist eine derart niedrige Leistungsaufnahme nicht möglich. Die Leistungsaufnahme bei Aktivität des Laufwerks ist etwas höher als bei der WD10EADS, wobei sich das Ganze auf einem niedrigen Niveau abspielt. Die Anwendungs-Performance in PCMark Vantage beeindruckt nicht, wobei man nicht vergessen sollte, dass dieses Laufwerk nicht auf Performance ausgelegt ist.

HerstellerWestern Digital
ModellWD Caviar Green
ModellnummerWD10EARS
Formfaktor3,5"
Kapazität1000 GB
Umdrehungsgeschwindigkeit5.400 U/Min
Weitere Kapazitäten1500, 2000 GB
Platter2
Cache64 MB
NCQja
InterfaceSATA/300
Betriebstemperatur0-60°C
Angegebene Leerlaufleistung2,8 W
Gemessene Leerlaufleistung2,9 W
Betriebsschock (2 ms, Read)65 G
Garantie3 Jahre
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29 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • tobei
    Was sehr interessant wäre, ist wie man sich bei einem Raid zu verhalten hat.
    -1
  • tobei
    Was sehr interessant wäre, ist wie man sich bei einem Raid zu verhalten hat.
    -3
  • Anonymous
    Mir ist immer noch nicht klar, wie eine größere Platter Anzahl die Anzahl der beweglichen Teile erhöht. Sowohl die Platten als die Schreib-Leseköpfe sind doch fest verbunden und bewegen sich immer zusammen. Bei den Platten die ja mit konstanter Geschwindigkeit rotieren sollte es von der Energie einen sehr geringen Unterschied machen, eigentlich nur beim Beschleunigen, vielleicht ein bißchen durch Reibung aber ich glaube nicht, dass das viel sein wird.
    1
  • nova66
    NA ist ja eine echt glücklich gewählte Abkürzung. Dachte auf dem ersten Blick das ständ für Not Available...
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  • lrlr
    >Die Performance-Falle
    >Wenn Daten mit einer Größe von 512 Byte über zwei physische 4 KB-Blöcke

    logische sektore von MEHR ALS 512 Byte ...! muss das heißen..

    die WD tabelle ist auch super
    und "NA" heißt normalerweise "not available"
    -1
  • nova66
    ja, meinte auch die WD Tabelle ^^
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  • mareike
    Schöner Test vor allem da ich mir die Platte vor 2 Wochen angeschaft habe. ;)

    Da tun sich für mich gleich ein paar Fragen auf eventuell an den Autor.

    1.
    im Test steht was von einer U/min von 5400.

    In Produktbeschreibungen zb bei Geizhals aber das
    ...5400rpm-7200rpm (IntelliPower) • 64MB Cache • 8.9ms • Besonderheiten: Advanced ...

    Frage was stimmt nun ?

    2.
    ..Wenn Daten mit einer Größe von 512 Byte über zwei physische 4 KB-Blöcke..

    wie können Daten mit der grösse von 512byte über zwei physische 4 kb blöcke gehen, wenn doch in jeden 4 kb block 8 512er blöcke passen ?

    3.
    zu der frage mit dem für den anwender nicht vorhandenen vorteils durch die schlankere verwaltung. wo ist der vorteil hin ? nutzt WD die platter nicht voll aus im vergl. zu herkömmlichen hds ? kann mir nicht vorstellen das WD für die 4kb modele andere platter verwendet (kleinere)?

    4.wie sieht die performance aus wenn man die platten in physisch passenden 4kb blöcken formatiert (zb für nutzer mit grossen dateien zb audio , video)??

    Ich bin mit der platte bisher zufrieden. Investiere nur noch in hardware die auch in sachen silent, und energieverbrauch akzeptabel ist.
    fürs system hab ich eine ssd, und für die daten / anwendungen past diese platte ideal
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  • Anonymous
    In meinem persönlichen Vergleich der 1.5 TB EARS zur vorhandenen 1.5 TB Samsung F2 ist mir vorallem mal aufgefallen, daß die EARS Platte nicht schneller ist (positive Ausnahme: Blockgrößen unter 4KB werden im ATTO wesentlich beschleunigt, NTFS formatiert mit 4k Blockgröße), nicht ein MB zusätzliche Kapazität für den Käufer bleibt, und sie weder bei Temperatur noch Lautstärke echte Vorteile bietet.
    Würde übrigens empfehlen das Dateisystem beim Formatieren auch an die 4K Blockgröße anzupassen, dann so kann das Problem, daß kleine Dateien über die physikalische Blockgrenze laufen erst gar nicht entstehen, und NTFS hat auch keine Probleme damit. Zusätzlich sollte man dann die ganzen Benchmarks noch einmal machen, weil vorallem Zugriffe und I/Os so bessere Werte liefern sollten. Ist doch eh klar, daß sich der Zugriff auf die hinteren "simulierten" 512er Blöcke verzögert, wenn zuerst der ganze 4k Block ausgelesen werden muss.
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  • noskill
    @lsfdavo23

    Eben, eine Festplatte beschleunigt auch ständig und läuft nicht die ganze Zeit mit einer konstanten Drehzahl -> Energieverbrauch steigt mit zunehmenden Trägheitsmoment durch steigende Platterzahl.
    Ausserdem sind die Leseköpfe bewegliche Teile und je mehr Platter, desto mehr Leseköpfe.
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  • Scour
    Die Green-Serie dreht nach wie vor mit 5400U/Min, das mit den 7200U/Min ist Quatsch, da wird nicht hoch/runtergereglt
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  • titan1981
    Ich habe genau die getestete Platte in meinem Rechner, wollte sie allerdings in meinen Mediarecorder einbauen leider wird sie nicht erkannt aufgrund dieser Änderung mit den 4k sektoren. Muss ich mir wohl noch irgendwoher ne ältete 1TB FPalatte holen.
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  • lrlr
    gibts jetzt irgendeinen vorteil?
    wenn sie jetzt anstellen von 1TB z.b. 20% mehr also 1,2TB hätte, OK aber so ??
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  • Firunwulf
    Immerhin hat man statt der ~ 976 GB Nettokapazität jetzt das komplette Terrabyte zur Verfügung. Ist doch auch mal was.
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  • Firunwulf
    Im ersten Moment wollte ich die Platte sofort kaufen, 110.000 MB/s Durchsatz ist ein Spitzenwert. Scheint sich aber nur um einen Fehler in der ersten Grafik zu handeln wenn man sich so den Rest des Tests anschaut ;)
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  • noskill
    @Firunwulf

    Was hat die Blockgröße mit der 2^n Rechnung bei Datenspeichern zu tun?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Byte

    Eine mit 1TB angegebene Festplatte hat auch 1000GB bzw. 931,3GiB oder 0,909TiB.
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  • suit
    noskill@Firunwulf Was hat die Blockgröße mit der 2^n Rechnung bei Datenspeichern zu tun?http://de.wikipedia.org/wiki/ByteEine mit 1TB angegebene Festplatte hat auch 1000GB bzw. 931,3GiB oder 0,909TiB.


    Da hast du uneingeschränkt recht - danke auch für die korrekte Nutzung der IEC-Präfixe in diesem Kontext :)
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  • schroeder
    Abwarten, wie die in einem raid laufen..
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  • aarfy
    tobeiWas sehr interessant wäre, ist wie man sich bei einem Raid zu verhalten hat.

    liegt doch auf der Hand: je nach Anzahl der Platten im Raid und verwendetem Raid Modus muss ein vielfaches der 4kb als Blockgröße gewählt werden. Was allerdings nicht zu empfehlen ist da das aufgrund der größeren einzulesenden Datenmengen deutliche Einbrüche bei der Performance mit sich bringen dürfte. Kurzum diese Laufwerke sind nicht empfehlenswert wenn man einen Raid einrichten möchte, ausser man verwendet Daten mit einer sehr großen Dichte z.B. Filme o.Ä. so das diese gut in z.B. 16Kb Blöcken eingelesen werden können. Je fragmentierter die Daten sind desto mehr bricht die Performance ein.

    Beispiel: ein Dateifragment von 7 Kb wird ungünstigerweise auf ein mit 512Bytes Formatiertes Raid 0 mit zwei Platten geschrieben - dabei werden die Daten vom BS so fragmentiert das jeder 512bytes Block in einem anderen Sektor liegt - jetzt muss die Platte jeweils für 512 Bytes an Daten 8KB auslesen (jeweils 4KB von jeder Platte) - was die Geschwindigkeit DEUTLICH veringert.
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  • mareike
    @ autor/übersetzer

    den test hier rein zu "klatschen" ob selbst gemacht oder nur übersetzt und dann den tread hier nicht zu betreuen empfinde ich als mangelhaft!
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  • ka0t
    Es sollte eine etwas eindeutigere Bezeichnung der Platten mit der neuen Blockgrösse geben, finde ich. Ich hoffe, das überall das 4 KB- Blockgrößenzeugs in der Artikelbeschreibung zu finden ist / als Warnung oder Kaufargument je nach einzusetzendem OS ^^
    Ein Jumpergefrickel beim Klonen einer sterbenden HDD auf ne neue WD oder sonstigen Spaß will ich mir definitiv ersparen- es soll bei Privatkunden stabil laufen und nicht ein paar bytchen schneller, die der Office- User eh nicht mehrkt.
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