AMD Ryzen: Performance steigt bei optimierten Spielen um 30%

Die Ryzen-7-Prozessoren können in parallelen Anwendungen durchaus mit Intels Core-Prozessoren mithalten, beim Spielen jedoch fallen sie deutlich hinter den Intel-Chips zurück. AMD gibt dafür den Entwicklern der Gaming-Engines zumindest eine Teilschuld: Über viele Jahre wurden diese auf die Prozessoren optimiert, die am weiteresten verbreitet waren, und das waren die von Intel. Nun hat uns AMD vorab Zugriff auf eine  Version von Ashes of the Singularity gegeben, die für die Ryzen 7 optimiert wurde: Und siehe da - die Leistung steigt um bis zu 30 Prozent.

Für den Test wurde ein Ryzen 7 1800X (mit einer Nvidia GeForce GTX 1080 FE und DDR4-2666-RAM) verwendet, mit dem die offizielle und die noch nicht veröffentlichte Beta-Version ausgeführt wurde. Die präsentierten Ergebnisse wurden bei einer Full-HD-Auflösung in der Grafikeinstellung "Crazy" mit Hilfe des integierten Benchmarks CPU Focused sowie GPU Focused gewonnen.

Reelle Zuwächse, die jedoch von den Einstellungen abhängen

Im CPU-Test legt der Ryzen 7 1800X um 16,4 Prozent im Hinblick auf die Bilder pro Sekunde zu und bietet damit die doppelte Performance des  Core i7-7700K. Die Flüssigkeit des Spiels verbessert sich ebenfalls leicht. Dabei setzt die neue Version von AotS die Leistung der Intel-Chips nicht herab - im Gegenteil, bei einem Intel Core i7-6900K steigt sie um 2,5 Prozent.

Im GPU-Test sind die Zuwächse nur gering, was aber auch nicht weiter verwunderlich ist, schließlich steht hier die Grafikkarte im Zentrum. Mit der Crazy-Qualtiätsstufe ist sie bereits derart ausgelastet, dass sie zum limitierenden Faktor wird.

Der Ryzen 7 1800X gewinnt unterm Strich rund sieben Prozent hinzu und überflügelt den i7-7700K, bei den Intel Chips bleibt alles beim alten.

Die Leistung der Ryzen-Prozessoren steigt bei optmimierten Anwendungen tatsächlich, allerdings fallen die Zuwächse in unseren Messungen deutlich geringer aus als von AMD versprochen wird. Der Grund für die Unterschiede liegt in den gewählten Einstellungen. AMD nutzte die Quatitätsstufe "hoch", wir "crazy". Unsere Kollegen von PC Per haben auf der Basis der hohen Einstellungen gestestet und darüber hinaus schnelleren Speicher verwendet und kamen damit auf die mehr als 30 Prozent Zuwachs die AMD in Aussicht gestellt hat.

Wenn die Spiele-Engines auf die Eigenheiten der (Ry)Zen-Architektur hin optimiert werden, können die AMD-Prozessoren auch beim Gaming ein mit den Intel-Chips vergleichbares Niveau bieten. Leider dürfte kaum ein Entwickler bei einem aktuellen Titel nachträglich eine Aktualisierung anstreben. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Publisher nun die Ryzen-Chips auf der Rechnung haben und diese bei künftigen Spielen stärker berücksichtigt werden.

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51 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Plitz
    Nur weil ein Spiel unter optimalen Umständen 30% gewinnen kann (Spoiler, es sind lange keine 30%) heißt es nicht, dass alle Spiele durch Optimierung 30% gewinnen können ... Erst mal heißt das nur, dass dieses Spiel einfach nur grottig optimiert war!

    Edit: Dass es sich hierbei um ein Spiel handelt, bei dem AMD quasi direkt am Code mitgearbeitet hat ist nicht nur traurig, sondern auch erschreckend. Wie wenig Weitsicht hat AMD eigentlich, dass sie ihr quasi eigenes Spiel an der eigenen Hardware direkt vorbei optimieren?

    Edit2: Oder hat man sich einfach nur die Option offen gelassen einen Patch nach zu schieben, um genau diese Überschriften zu provozieren in der Hoffnung es würde Leute geben die diese 30% auf alle Anwendungsgebiete übertragen und sich blauäugig einen R7 kaufen?
    -2
  • coexe
    Kann mir den Satz, aus dem Artikel, mal jemand erklären?

    Zitat: "Im CPU-Test legt der Ryzen 7 1800X um 16,4 Prozent im Hinblick auf die Bilder pro Sekunde zu und bietet damit die doppelte Performance des Core i7-7700K."

    Passt die Grafik nicht, schau ich schief, oder ist der Satz einfach nur falsch?
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  • MyRunner
    Der folgende Satzteil "Dabei setzt die neue Version von AotS nicht herab - im Gegenteil ... " ist auch schwer verstaendlich.
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