Apple: ARM-SoC soll x64-CPU im Macbook ablösen

Apple hat sich bei seinen Mac-Rechnern bis heute nicht endgültig auf eine Prozessor-Architektur festgelegt. Über viele Jahre setzte der Hersteller auf PowerPC-Chips von IBM, schließlich folgte der Umstieg auf Intel-Prozessoren. Nun scheint ein erneuter Wechsel bevorzustehen: Schon während der vergangenen Jahre kursierten immer wieder Gerüchte, dass ein Umstieg auf ARM-Chips geplant werde. Nun will Nikkei erfahren haben, dass der Hersteller konkret an der Umsetzung dieses Schritts arbeitet.

Demnach soll Apple ein eigenes Modem für kommende iPhones, einen Chip, der Fingerabdruckscanner, Touch- und Bildschirmtreiberfunktionen integriert, sowie einen für Notebooks bestimmte Prozessor entwickeln. Dazu hat der Hersteller Spezialisten von Qualcomm, Novatek, einem Entwickler von Display-Treibern und AU Optronics, einem Bildschirmhersteller, abgeworben.

Auch wenn entsprechende Gerüchte bereits seit Jahren immer wieder kursieren, wird die Wahrscheinlichkeit entsprechender Entwicklungen immer größer: Apple ist kein Fan von zu großen Abhängigkeiten zu anderen Herstellern, was einmal mehr unter Beweis gestellt wurde: Nach Jahren der Kooperation wurde der Kontrakt mit dem GPU-Spezialisten Imagination beendet und eine eigene Grafikeinheit aus dem Hut gezaubert, die mit Blick auf erste Benchmarks des neuen iPhones, eine gute Arbeit zu machen scheint.

Damit hat der Hersteller einen letzten großen Schritt hinter sich gebracht, denn die CPU-Kerne stammen schon seit langem aus der eigenen Entwicklungsabteilung, wenngleich sie auf dem ARM-v8-Befehlsatz basieren. Und mit dem A10X integriert der Hersteller bereits ein SoC in Tablets, den iPad Pro, die leistungstechnisch nicht allzu weit von Intels Core-i5-Chips der U-Serie entfernt ist.

Ein Umstieg auf einen eigenen Prozessor in den hauseigenen Notebooks ist damit naheliegend. Allerdings wäre der Schritt dennoch mit großen Umstellung verbunden, denn für viele Anwendungen, die auf den Mac-Rechnern zur Verfügung stehen, wird eine Portierung auf die neue Hardware benötigt, ansonsten kann es schnell zu Inkompatibilitäten kommen. Insbesondere im Arbeitsalltag könnte es zu Einschränkungen kommen. Allerdings hat Apple auch den Wechsel von IBM zu Intel nahezu geräuschlos "über die Bühne gezogen".

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
13 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • kingphiltheill
    Nur weil Geek enchanting sagt, dass der Apple hip mit einem i5 mithalten kann, muss das ja nicht stimmen. Was sagt denn die Praxis? Und von welcher Art i5 reden wir denn hier?
    0
  • bigreval
    Im Text vom i5 U ... Der hat mit den Desktopteilen nur das “i5“ gemeinsam...
    0
  • perusecreto2
    Und diese ARM-Kerne sind nicht x64?
    0