Wirbel um ATI: Radeon X700 und Catalyst A.I.

Die Entwicklung von Grafikprozessoren schreitet rasant voran. An Produktzyklen von weniger als 6 Monaten sind PC-Käufer bei Grafikkarten inzwischen gewöhnt. Die Leistungssteigerung gegenüber dem Vorgängermodell hielt sich in der Vergangenheit aber meist in Grenzen und spielte sich im Bereich von 20 bis 40 Prozent ab - nicht unbedingt ein Grund für ein Upgrade.

Umso beeindruckender und überraschender war der enorme Leistungssprung, den ATI und NVIDIA mit Einführung ihrer Topkarten Radeon X800 und GeForce 6800 erzielten. Je nach Spiel und Auflösung steigen die Frameraten gegenüber den Vorgängermodellen Radeon 9800XT und GeForce FX 5950 Ultra um mehr als 100 Prozent! Von diesem Leistungspotenzial profitieren nun auch die billigeren Mittelklasse-Modelle, die letztendlich auf dieser Architektur aufsetzen. Um die üblichen Preise von 150 bis 250 € zu ermöglichen, setzen die Hersteller den Rotstift an. In erster Linie bedeutet das: Transistoren sparen, um die Ausbeute pro Wafer zu erhöhen. Weiteres Sparpotenzial liegt im Kartenspeicher. Eine Reduzierung der Speicherinterface-Breite von 256 auf 128 Bit verringert die Anzahl der Leiterbahnen auf der Platine und macht deren Produktion billiger. Gepaart mit herabgesetzten Taktraten und langsameren Speichermodulen versuchen die Hersteller, aus diesem Cocktail soviel Leistung wie möglich herauszukitzeln und attraktive Produkte auf die Beine zu stellen. Mit genau dieser Maxime schickt ATI die neue X700-Mainstream-Kartenserie in den Kampf um Marktanteile.

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