Google Chrome blockiert die versteckten Crypto-Miner


Seit einigen Wochen testen die Betreiber einiger Webseiten eine ganz neue Methode der Finanzierung, die allerdings nicht ganz legitim ist: Sie setzen auf Crypto-Mining. Scrips wie CoinHive, die ursprünglich gut überwacht wurden, verlangten etwa das Einverständnis des jeweiligen Seitenbesuchers, bevor sie einen kleinen Teil seiner CPU-Leistung für das Generieren von virtuellem Geld abzweigten. Allerdings ließen abgewandelte Varianten der Skripte nicht lange auf sich warten, die sich wenig für eine Erlaubnis des jeweiligen Nutzers interessierten.

Auch entsprechende Gegenmaßnahmen ließen nicht lange auf sich warten. So bietet Google beispielsweise für seinen Chrome-Browser Erweiterungen wie AntiMiner, mit dem sich die verdeckt agierenden Miner blockieren lassen. Nun wollen die Chrome-Entwickler der Softwareschmiede allerdings noch einen Schritt weiter gehen und eine entsprechende Abfrage direkt in den Browser integrieren, sodass es für den Nutzer noch einfacher wird entsprechende Skripte auf seinem Rechner zu stoppen. Um diese zu erkennen setzen die Entwickler auf eine Messung der Leistung der CPU beim Aufbau einer bestimmten Seite in einer bestimmten Zeit. Wenn bestimmte Grenzen überschritten werden (etwa 100 Prozent Nutzung in 60 Sekunden), wird die Seite in einen "Energiesparmodus" versetzt, mit dem die zur Verfügung stehenden CPU-Ressourcen drastisch reduziert werden, Hintegrundanwendung könnten sogar vollständig pausieren.

Die exakte Funktionsweise ist jedoch noch nicht klar festgelegt, denn mit einer solchen Maßnahme könnten auch erwünschte Prozesse in Mitleidenschaft gezogen werden, die in diesem Moment eigentlich eine hohe Leistung des Prozessors benötigen würden (dazu gehören etwa die Verarbeitung von Daten, Online-Spiele, grafiklastige Anwendungen, Simulationen und wissenschaftliche Berechnungen). Auch wenn derzeit noch keine finale Lösung in Sicht ist, dürfte dem Problem des "Cryptojackings" in Zukunft mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Dep

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