SAS und SATA für Server-Storage

SAS: Toshiba MK2001TSKB (2 TB)

Der zweite Kandidat sieht genauso aus wie der erste, kommt aber mit SAS-Schnittstelle und angepasster Firmware daher. Bezüglich der verwendeten Hardware kommen die gleichen Komponenten zum Einsatz. Bei diesem Laufwerk gibt es 16 MB Cache und die Drehzahl von 7.200 U/Min, die es ermöglicht, auf die Kapazitäten von 1 TB und 2 TB zu kommen. Zum Vergleich: SAS-Laufwerke mit höheren Drehzahlen liegen bei 600 oder 900 GB Gesamtkapazität (dies allerdings meist auch in 2,5”).

Auch die thermischen Spezifikationen liegen mit 5-55°C Betriebstemperatur im gleichen Rahmen. Es mag Laufwerke geben, die breitere Temparaturbereiche abdecken; diese sind allerdings dann für solche Einsatzszenarien vorgesehen. Die Begrenzung auf übliche Temperaturbereiche wie hier ermöglicht es erst, Laufwerke für 5+ Jahre Betriebsdauer im ununterbrochenen Einsatz auszulegen.

Dank der SAS-Schnittstelle ist die MK2001 flexibler einsetzbar und kann im Gegensatz zur MK2002 mit SATA-Interface auch in Anwendungen eingesetzt werden, die höhere Anforderungen an die Verfügbarkeit stellen. Ein Im Fall eines Server-Ausfalls kann ein Backup-Server ein Laufwerks-Array auf Basis von MK2001TSKB-Laufwerken über die SAS-Infrastruktur unter Nutzung des zweiten Ports der Laufwerke ansprechen – die Verfügbarkeit wäre gewährleistet.

Vorteile bei der Performance pro Laufwerke ergeben sich aufgrund der gleichartigen Konfiguration der SATA- und SAS-Laufwerke kaum, wobei die SAS-Modelle meist ein bisschen Reserven bei den I/O-lastigen Tests zeigen. Klar ist jedoch, dass Performance hier kein Grund für oder gegen einen der beiden Laufwerkstypen ist.

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2 Kommentare
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  • Anonymous
    Solche Testbeiträge sollten öfters mal erscheinen sehr informativ, weiter so THG Team!
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  • st0ff
    Trotzdem diese Informationen nicht zu verachten sind, muss ich ein paar Wehrmutstropfen liefern, die mich hier etwas irritiert haben:
    - Ihr schreibt, die interne Hardware der beiden Platten wäre gleich, aber bei der Beschreibung des SAS-Laufwerks werden 16MB Cache erwähnt - Tippfehler?
    - "das Caching des Adaptec-Controllers wirkt sich positiv aus" - war nicht der neue LSI MegaRAID SAS2 9265-8i verwendet?
    - IOmeter gibt es seit gut einem Jahr als Version 1.1 Release Candidate. Wenn ihr das nicht benutzt, wird es ewig ein RC bleiben!

    Schonmal über die Benutzung von FIO als Testing-Tool nachgedacht? Gibts auch für Windows ...

    Nur ein paar Anregungen ... beste Grüße und danke für die viele gute Arbeit,
    Stefan
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