[UPDATE] Audio-Roundup: Die besten Gaming-Headsets im Vergleichstest

Gaming-Headsets und Kopfhörer sind zwar im Alltag und den gängigen Medien stets präsent, tiefschürfende Tests und Messungen findet man aber eher selten. Wir werden uns daher diesem Thema gründlich widmen und diesen Roundup-Artikel dabei ständig erweitern...

Ein Roundup wie dieser kann nur dann einigermaßen repräsentativ sein, wenn wir nach und nach weitere neue, am Markt präsente und nachgefragte Produkte testen. Deshalb halten wir das Ende - wie auch schon bei den 2.0- und 2.1-Lautsprechersystemen - bewusst offen und werden je nach Verfügbarkeit und Leserinteresse viele weitere Produkte in diesen Roundup aufnehmen.

UPDATE 27. April 2017: Mit dem heutigen Update haben wir unseren Kopfhörer- und Headset-Roundup um das Creative Flex erweitert. Viel Spaß beim Lesen!

Aktuell besteht dieser Roundup aus zehn Gaming-Headsets, die wir später um weitere Modelle und natürlich auch um reine Kopfhörer ergänzen werden.

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Da der Testaufbau in unserem Messraum langfristig in der jetzt aktuellen Form genutzt werden kann (und wird), sind alle hier aufgeführten Ergebnisse direkt untereinander vergleichbar, weil sie unter identischen Rahmenbedingungen und in der exakt gleichen Umgebung erzielt wurden.

Die Reihenfolge der Headsets und Kopfhörer orientiert sich einzig und allein am Alphabet und die Anzahl der getesteten Produkte eines Herstellers lediglich an der Verfügbarkeit zum Testzeitpunkt. Beides stellt keine Bewertung oder Präferenzierung einzelner Testmuster dar.

Test-Setup

Wir haben das Wichtigste bereits in unserem Grundlagenartikel Tom's Hardware intern: So testen wir Lautsprecher, Kopfhörer und Geräuschemissionen zusammengefasst, so dass wir uns die Details an dieser Stelle sparen wollen.

Wichtig ist jedoch, dass wir auf dieser Seite dann auch die Bedeutung der einzelnen Frequenzbereiche noch einmal ganz genau aufgeführt und erklärt haben. Dies ist wichtig für das bessere Verständnis unserer Analyse der einzelnen Messkurven, da wir nicht jedes Mal explizit wieder auf ein und dieselben Grundlagen eingehen können und wollen.

Wir versuchen zudem, alle Headsets an einer einzigen Soundlösung zu testen. In diesem Fall ist es die Creative Sound Blaster X7, die auch mit höheren Impedanzen bis 600 Ohm problemlos klarkommt. Headsets mit eigener USB-Soundlösung, die sich nicht analog anschließen lassen, müssen wir natürlich mit der internen Soundkarte messen und bewerten.

Der Rest muss mit gleichen Waffen kämpfen, wobei die Sound Blaster X7 zu den besten Lösungen zählt, die man derzeit für einen gerade noch vertretbaren Preis als fertiges Produkt bekommt. Doch es geht auch günstiger!

Externe Kopfhörerverstärker und Soundkarten

Über die Vor- oder Nachteile externer Kopfhörerverstärker wird nicht nur in den Foren heftig gestritten. Fakt ist, dass gute Mainboards mittlerweile einen guten bis sehr guten Onboard-Sound mitbringen. Was jedoch meist auf der Strecke bleibt, ist ein Kopfhörerausgang, der auch für höherohmige Headsets oder Kopfhörer genügend Spannung liefert und dessen resultierende Ausgangsleistung samt Reserven hoch genug ist, um weitgehend verzerrungsfrei auch mit höheren Ausgangspegeln klarzukommen.

Natürlich ist auch hier wieder jede Menge Voodoo im Spiel und nicht alles, was Gold ist und glänzt, wird auch wirklich benötigt. Der Creative Sound BlasterX G5 (bzw. E5 für den mobilen Einsatz) ist mit seinen reichlich 100 Euro noch einer der teureren Kopfhörerverstärker, der zudem mit einem DSP (leider über PC-Software zu steuern) und drei eigens definierbaren Profilen punkten kann. Leider ist hier kein lineares Profil ab Werk hinterlegt, so dass man erst einmal selbst tätig werden muss.

Natürlich reicht auch ein einfacher, analoger Kopfhörerverstärker locker aus. Da muss noch nicht einmal ein DAC verbaut sein, denn selbst rein analoge Verstärker bieten schon reichlich mehr Reservern und eine problemlose Handhabung auch höherer Impedanzen. Einfache Bausätze  beginnen schon bei wenigen Euro und fertige Geräte gibt es ab rund 30 Euro.

Mit DAC und USB-Eingang steigt man dann immer noch deutlich unter 100 Euro ein. Geräte wie ein Fiio 10K werden in Foren oft empfohlen und man kann solche Lösungen sogar mit integriertem Akku ordern, der dann wie beim Creative Sound BlasterX E5 auch für den längeren Mobilbetrieb sorgt.

Generell sollte man sich aber von einfachen Röhrenverstärkern fernhalten, die mit viel Tamtam auf diversen Plattformen angeboten werden. Die verbauten chinesischen oder russischen Clone gebräuchlicher Röhren sind dabei meist noch nicht einmal schlecht - nur der Kram drumherum taugt oft nichts.

Letztlich wird aber jeder selbst entscheiden müssen, ob sich der Aufwand wirklich lohnt.

Headsets oder Kopfhörer der Spitzenklasse sollte man - schon auf Grund der besseren Aussteuerung - an hochwertigeren Mainboards oder eben einem separaten Kopfhörerverstärker betreiben. Wer Kabelsalat vermeiden möchte, nutzt dann am besten eine USB-Variante mit zusätzlichem Mikrofoneingang.

Headsets im Test


20. Dezember 2016

Arctic P533 Penta

9. November 2016

Cougar Immersa
27.04.2017

Creative Flex (Neu)



25. Mai 2016

Creative Sound Blaster Inferno
25. Mai 2016

Creative Sound Blaster Tactic3D Rage Wireless V 2.0
25. Mai 2016

Creative Sound BlasterX H5

8. Februar 2017

Lioncast LX50
25. Mai 2016

Logitech G230
30. November 2016

Ozone Ekho H80

8. September 2016

Qpad QH-90
17. Oktober  2016

Razer ManO'War
17. Oktober  2016

Roccat Renga
04. April 2017

Sharkoon Skiller SGH1
25. Mai 2016

Steelseries Siberia 200
25. Mai 2016

Steelseries Siberia 800

Wird fortgesetzt...

Technische Daten Headsets

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57 Kommentare
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  • samserious
    Sehr schöner Vergleich!
    In die günstigere Preisklasse würde auch das Beyerdynamic MMX-2 als klassisches Headset für ~ 50€ noch sehr gut reinpassen.
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  • 0x90
    Kann ich für die Bausätze für die Kopfhörerverstärker weiterführende Informationen haben? Danke.
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  • FormatC
    So etwas gibt es ab ca. 7 Euro:
    http://www.elv.de/low-voltage-stereo-kopfhoerer-verstaerker-komplettbausatz.html

    Oder einfach mal googeln :)
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  • 0x90
    Anonymous sagte:
    So etwas gibt es ab ca. 7 Euro:
    http://www.elv.de/low-voltage-stereo-kopfhoerer-verstaerker-komplettbausatz.html

    Oder einfach mal googeln :)


    Ja, ich hatte versucht zu googlen, aber nichts gefunden.
    Wahrscheinlich, weil ich so wenig ahnung von dem Thema habe.
    Deshalb gleich noch eine kleine Frage: Die verlinkte Platine hat nur einen Klinkenanschluss. Aber so ein Verstärker wird doch zwischen Wiedergabegerät und Kopfhörer geschaltet, oder? muss man den zweiten Klinkenanschluss selbst an diese Kontakte anlöten?
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  • samserious
    Die Quelle und Stromversorgung musst du an der gegenüberliegenden Seite der Platine anlöten.
    Guck dir das einfach mal das Beispielbild mit den beiden Batterien und dem Scart-Kabel an :)

    Oder du nimmst einfach etwas fertiges. Den Topping NX-1 für knapp 30€ kann ich sehr empfehlen. Der klingt gut (sehr rauschfrei), kommt wirklich laut und hat einen eingebauten LiIon-Akku + einen erstaunlich hochwertiges Poti. Wunder darf man nicht erwarten, aber was billigeres fertiges würde ich nicht kaufen.
    Und bei Bausätzen wie dem oben sollte man schon genau vor Augen haben, welche Stromquelle, welches Gehäuse etc. man verwenden will.
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  • FormatC
    Selbstbau ohne ein Minimum an Praxis geht entweder schief oder schafft den Einstig in eine neue Welt (beim Gelingen). Wer sich es nicht zutraut - ab ca. 80 Euro gibt es auch brauchbare Geräte fix und fertig.
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  • kleinstblauwal
    Mal wieder ein sehr schöner Test, der bei vielen sicherlich ins Schwarze trifft, vor allem wenn das Round Up noch erweitert wird, hoffentlich auch mit Ohrwärmern, die eher aus dem HiFi-Bereich kommen und nicht Gaming-Peripherie. Wenn die nur nicht so knausrig mit Testmustern wären.

    Was ich mir mal wünschen würde, wäre eine Gegenüberstellung von verschieden Signalquellen. Wie steht ein teures Mainboard mit ALC 1150 und gesondert abgeschirmten Audiobereich zu investieren, oder tut es auch eine günstigere PCIe oder USB-Soundkarte.
    Auch ein Vergleich zwischen Smartphones verschiedener Preisklassen fände ich interessant, z.B. HTC wirbt ja mit hochwertigem DAC. Oder ist für den mobilen Einsatz ein mobiler Kopfhörerverstärker besser.

    Und vor allem die Frage, wie gut die Kopfhörer (und das Quellmaterial) sein müssen, dass es wirklich einen Unterschied macht.
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  • FormatC
    Smartphone ist schwierig zu messen, man kann es maximal subjektiv beurteilen. Onboard wird meist überbewertet, wichtig sind eigentlich nur die Abschirmung und natürlich die erreichbaren Pegel bei der gewünschten Impedanz. Wenn nichts rauscht und zirpt, kann auch onboard reichen. Der Rest wird sicher auch vom eigenen Anspruch und der Hörerfahrung abhängen. Der Normaluser sollte es kaum bemerken.

    Die Familie Beyer liefert garantiert Testmuster, man kennt sich mittlerweile. AKG ist problematischer, Sennheiser sollte lösbar sein. Bose und Sony sind unlösbar. Bose habe ich sogar mehrmals kontaktiert - kein Interesse oder wir sind die falsche Zielgruppe.

    Das Roundup WIRD erweitert, alles schon im Plan und eine Warteschlange gibt es auch. Allerdings möchte ich eigentlich nicht in den HiFi-Bereich, dann greift das mit der Zielgruppe sogar :D Dafür gibt es die Goldohren-Gazetten...
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  • samserious
    Naja, ich drücke mal die Daumen, dass es vielleicht doch klappt mit AKG. Der K701 / K702 ist einfach ein Klassiker und ganz anders abgestimmt als der DT990.
    Aber im Idealfall geht der geneigte Leser zum Musikladen seines Vertrauens und hört selber Probe, was ihm oder ihr klanglich gefällt und gut aufm Kopp sitzt.
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  • Derfnam
    Vielleicht der richtige Zeitpunkt (und Thread oder umgekehrt^^), um mal auf diesen Artikel zu verweisen:
    http://www.tomshardware.com/reviews/high-end-pc-audio,3733.html
    Spiele spielen keine Rolle, aber sonst...
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  • FormatC
    Den Artikel habe ich gelesen, teile aber die Meinung nicht ganz. Wenn Testpersonen ohne musikalische Vorbildung und Hörerfahrung in einem Blindtest antreten, kann nur Murks rauskommen. Ist wie Weinverkostung, wo der süßeste Wein bei den Frauen fast immer gewinnt. :D

    Fakt ist, dass die Chips auch auf den Mainboards immer besser werden. Doch nicht immer reichen die Pegel bei hohen Impedanzen und ein Gain-Switch fehlt sowieso. Für einfache 32-Ohm-Schmalzwärmer reicht onboard eigentlich fast immer. Der Rest kommt sowieso oft vom miesen Mainboard-Layout und nicht von schlechten Onboard-Chips. Ein guter KHV, gern auch auch anlaog, ist nie verkehrt. Die USB-Soundkarten sind hingegen meist Müll.
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  • Derfnam
    Yo, der Gewürztrainer^^.
    Mal davon ab, dass ich süßen Wein auch lieber mochte als diese furztrockene Schlorke: es ist nunmal der erdrückend größere Teil der, der eben keine Vorbildung und Hörerfahrung hat.
    Ganz banal gesagt/-fragt: du hast da zwei Kopfhörer, der eine kostet etwa 50.-, der andere an die 100.- und beide erhalten das gleiche Prädikat.
    Was gefällt dem vorbildungsfreien Süßweintrinker besser?
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  • FormatC
    Das ist eigentlich unmöglich, wenn der 100-Euro-Klunker wenigstens einigermaßen dem Preis gerecht wird. ;)

    Der Normalkonsument ist auch mit einem 25-Euro-Superlux zufrieden zu stellen, ich nicht. Auch blind nicht. Nur ist es halt so, dass gerade die Süßweintrinker immer am deutlichsten den Kennerblick aufsetzen und so tun, als hätten sie die Rebensäfte schon statt Muttermilch eimerweise gebechert :D
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  • Derfnam
    Bestimmt wegen der süßen Muttermilf.
    Worauf ich hinaus will: der CreativeX dürfte schwerlich doppelt so gut sein wie das Roccatteil, zumindest lesen sich die beiden Fazittexte nicht so.
    Mit den richtigen Einstellungen sollte also der ungeschulte Laie ähnlich 'scheitern' wie die Blindtester in dem Audiophilartikel oder liege ich da komplett daneben?
    Oder anders: was spricht am Ende für den Creative, was die Preisdifferenz auch rechtfertigt? Das Fazit fehlt mir, also eine finale Übersicht.
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  • samserious
    Du meinst das Teil von Steelseries, nicht von Roccat, oder?
    Im Soundblaster X7 steckt ein Vollverstärker, um Regalos ranzuklemmen, ist quasi das All-in-One-Audiopaket. Auch wenn ich da wohl persönlich eher den NAD 3020d nehmen würde.
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  • Derfnam
    Hmh? Ich meine die beiden Kopfhörer auf den Seiten 4 und 6.
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  • FormatC
    Der Creative bringt Tiefbass, extrem viel Druck, ist enorm pegelfest und haptisch die 100 Glocken auch wert. Beim Roccat ist es eben nur der Kompromiss-Fuffi, aber bestimmte Fixkosten sind nun mal immer da. Ziehe mal so um die 20 Euro ab, dann stehen 30 zu 70 Euro :)
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  • Derfnam
    Bräuchte ich sowas und hätte das Geld dafür, dann nähm ich das CreativeX, weil sich das rein vom Text her besser liest.
    Zudem erinnert mich Roccat zu sehr an Wännää^^.
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  • samserious
    Den H5 könnte man fast empfehlen, wenn Creative beim Design nicht so tief in Beyerdynamics Schubladen gegriffen hätte :/

    Den echten DT770 / DT990 gibts ab 130€, Ansteckmikrofon dazu und gut ist.
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  • FormatC
    Das H5 Headset ist stellenweise schon unter 100, Die KH der Beyer-Family sind aber schwerer. Ich hatte das H5 über Stunden im Flieger auf und habe meine Gershwin-Sammlung mal wieder am Stück gehört. Sitzt wirklich schmerzfrei. Bei den T90 kochen nach 2 Stunden die Ohren :D
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