HP Elite X3: Business-Smartphone, das auch Mini-PC sein will

Mit dem Elite X3 will HP ein ganzheitliches Konzept für den mobilen Arbeiter bieten, mit einem Smartphone im Zentrum, das die Hardware selbst fürs Notebook stellt.

Einst war Blackberry die Marke von Smartphones für die Geschäftswelt. Weil aber auch Manager mal Abstand vom Arbeitsalltag suchen, fanden immer häufiger schicke iPhones ihren Weg in den Business-Dress. Doch die Strahlkraft von Apple scheint langsam, aber sicher etwas zu verblassen.

Spätestens seit dem iPhone 5 konnten die Entwickler aus Cupertino keine echten Neuerungen vorweisen. Google dagegen konnte mit Android und dank Smartphones von LG, Samsung und neuerdings auch chinesischen Hersteller wie Huawei oder Xiaomi zu Apple aufschließen - und teilweise zum Überholen ansetzen: Mit dem iPhone 6 etwa musste Apple anerkennen, dass kein Weg an größeren Bildschirmen vorbeiführt - und ein weiteres Indiz dafür ist der zuletzt deutlich gesunkene Marktanteil Apples.

Microsoft eröffnet neue Chancen im Business-Bereich

An anderen Stellen tritt der Mangel an Ideen fast noch offensichtlicher zu Tage. Es gab Zeiten, in denen das iPad zur Grundausstattung vieler Geschäftsmenschen gehörte.

Dann entdeckte ausgerechnet Microsoft mit seinem Surface eine Lücke und präsentierte ein Tablet, das dank seiner Tastaturlösungen und nicht zuletzt aufgrund der Verwendung von Windows als Betriebsystem sowie den damit verbundenen Programmen - nach wie vor ominpräsent auf den Desktop-PCs dieser Welt - ein verlockendes Angebot darstellte.

Gleichermaßen ansprechend ist die leistungsstarke Hardware sowie die auf den mobilen Büroalltag abgestimmte Peripherie inklusive des sehr guten digitalen Stiftes. Mit dem Surface Book wurde die Serie ausgebaut und um ein deutlich leistungsfähigeres Gerät im 2in1-Convertible-Konzept erweitert.

HP setzt auf neue Ideen fürs mobile Business

In Microsofts Fahrwasser versuchen weitere altbekannte Hardware-Partner mitzuschwimmen - das gilt auch und gerade für HP. Dabei zeigen sich die Amerikaner sogar noch risikofreudiger, denn eine Sparte spielte in den jüngeren Erfolgsmeldungen der Redmonder keine Rolle - die Smartphones. Windows Phone konnte nie wirklich überzeugen, zwischenzeitliche Hoffnungsschimmer erwiesen sich spätestens mit dem Misserfolge der Flaggschiffe Lumia 950 und 950 XL. Dennoch setzt HP nach Jahren der Abstinenz bei der Rückkehr auf den Smartphone-Markt ausgerechnet auf Windows 10.

Allerdings ist das HP Elite X3 auch kein gewöhnliches Smartphone - und das nicht aufgrund der Hard- und Software, sondern aufgrund des dahinter stehenden Geschäftsmodell. Das Mobilgerät soll nicht zuerst dem klassischen Privatkunden angeboten werden (auch wenn dieser nicht vor den Kopf gestoßen werden soll). Vielmehr stehen Unternehmen im Fokus, die auf der Suche nach einer optimalen Lösung für ihren Geschäftsalltag sind und am besten gleich die ganze Mannschaft mit einem X3 ausstatten wollen.

Docking-Station und Laptop-Dock

Als Lockmittel wird dabei nicht nur auf Windows gesetzt - auch die Peripherie soll schon vom Start weg überzeugen: Zum Lieferumfang gehört eine Docking-Station, die zwei zusätzliche USB-3.0-Schnittstellen, eine USB-3.0-Schnittstelle mit Typ-C-Interface, einen DisplayPort sowie einen LAN-Anschluss mitbringt.

Ein weiteres Highlight soll das optionale Laptop-Dock darstellen - eine Idee, die nicht ganz neu ist: Motorola hatte einst mit dem Motorola Atrix ein Lapdock mit einem Einschub für das Smartphone an der Rückseite vorgestellt, dass somit das Rechenherz für den Klapprechner bereitstellte. Damals war Motorola jedoch kein echter Erfolg beschieden. Denn der Tegra 2 von Nvidia mit seinen beiden jeweils ein Gigahertz schnellen Cortex-A9-Kernen bot jedoch zu wenig Leistung für große Sprünge und auch das damalige Android war für derartige Einsatzzwecke noch nicht wirklich geeignet.

Doch mittlerweile bieten die High-End-SoCs von Qualcomm eine Performance, die der einfacher Notebook-Chips von Intel in nichts mehr nachsteht. Der kommende Snapdragon 835 soll sogar mit einem Core i3 mithalten können. Zudem soll Windows 10 die nötigen Anwendungen bereitstellen, die eine derartige Erweiterung sinnvoll erscheinen lassen.

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