HTC One Max im Test: Stilvoller Bürorechner für richtig große Hosentaschen

Heller Bildschirm, dicke Boxen

Display: Groß und hell

Das wesentliche Kriterium für den Kauf eines Phablets ist natürlich ein möglichst großer Bildschirm. Mit einer Diagonale von 5,9 Zoll bietet der neuste Ableger der One-Serie zwar noch nicht das größte Display unter den kleinen Giganten; diesen Platz nimmt das Sony Xperia Z1 Ultra mit seinem 6,4 Zoll grßen Display ein. Dennoch übertrifft das HTC One Max locker Konkurrenten wie das LG Optimus G Pro (5,5 Zoll) oder das Samsung Galaxy Note 3 (5,7 Zoll). großen Display dennoch ist reichlich Platz für Bildschirm-intensive Anwendungen von Office bis hin zu Spielen vorhanden.

Dem Zeitgeist folgend und dem Premiumanspruch gerecht werdend verbaut der Hersteller dabei ein LCD-Panel, das mit einer gestochen scharfen Auflösung punkten kann. Mit einer Pixeldichte von 373 ppi fällt es zwar deutlich hinter den aktuellen 5-Zoll-Pendants zurück, die 445 ppi liefern, aber dem menschlichen Auge ist das herzlich egal - es kann den Unterschied bei normalem Betrachtungsabstand nicht mehr erkennen. Darüber hinaus glänzt der Bildschirm mit hohen Kontrasten, ordentlichen Farben und einer sehr hohen Blickwinkelunabhängigkeit. 

Auch bei der Leuchtdichte macht HTC alles richtig. Im Test konnten Werte von bis zu 410 cd/m² gemessen werden, so dass sich das übergroße Smartphone auch für den Außeneinsatz an sehr hellen Tagen eignet. Der Unterschied zwischen hellstem und dunkelstem Messpunkt liegt übrigens bei 22 cd/m².

Telefonie: Eher mäßig

Ein Phablet ist zwar von seiner Displaygröße her nicht mehr weit von einem Tablet entfernt, aber aufgrund der Multifunktionalität und nicht zuletzt durch das Schielen auf Business-Nutzer gehört aber nach wie vor das klassische Telefonieren zu den Kernkompetenzen des Geräts.

Trotz seiner Größe macht das One Max am Ohr nicht die schlechteteste Figur. Es hält sich nicht nur über ein längeres Telefonat recht angenehm, sondern überzeugt auch beim Gespräch, wennglich die Wiedergabe in lauten Umgebungen etwas lauter sein könnte. Ansonsten ist die Gesprächsübertragung klar und verständlich.

Die Lage stellt sich ganz anders dar, wenn das integrierte Mikrofon und die Lautsprecher zum Freisprechen verwendet werden sollen. Hier wirken die Wortbeiträge des Gegenübers weit weg, etwas höhenlastig und minimal verzerrt. Unschön ist jedoch vor allem, dass die Boxen bei voller Lautstärke erheblich dröhnen, worunter die Verständlichkeit merklich leidet.

Hier greift man besser auf das sehr gute, mitgelieferte Headset zurück, dass nicht nur bei der Medienwiedergabe gefällt. Die In-Ear-Hörer stecken tief im Gehörgang und sitzen dort recht gut. Das Gespräch wird sauber übertragen und das integrierte Mikrofon sorgt dafür, dass die eigenen Wortmeldungen ebenfalls den Weg zum Gegenüber finden.

Die Ohrstöpsel machen nicht nur beim Telefonieren eine gute Figur, sondern überzeugen gleichermaßen bei der Medienwiedergabe mit einem satten Sound. Ohne Headset oder "echte" Kopfhörer wissen die prominent in Szene gesetzten Boxen bei der Medienwiedergabe durchaus zu überzeugen. Ihnen mangelt es zwar etwas an ausgeprägten Höhen, doch gerade wenn man das Smartphone in der Hand hält, liegt das Klangniveau über dem der meisten Konkurrenten.

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3 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Pega
    Schöner Test...aber bei dem Preis kann auch die aktuelle Hardware verbaut sein!

    Preis vergessen im Fazit "Die Preise starten derzeit bei knapp über Euro für die 16-Gbyte-Version"
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  • matthias wellendorf
    Danke für den Hinweis. Der Preis ist aktualisiert.
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  • Patrick Wetzig
    Top Gerät aber eher für zu Hause gedacht ... HTC hätte es nicht als Phablet sondern gleich als Tablet raus bringen sollen. Meine Freundin nutzt es für Zuhause kann man nur empfehlen. Genial nicht nur als Universalfernbedienung ... Weiter so HTC ... Ich wünsche mir persönlich aber eher ein tablet von HTC im Transformer style von Asus also tablet mit Dockingtastatur. Das wäre der Hammer
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