Huawei Matebook: Tablet mit Tastatur soll Notebook ersetzen

Huawei legt bei seinem Matebook Wert auf eine schicke und vor allem schlanke Gestalt. Damit verbunden sind allerdings auch Einschränkungen, die nicht jedem schmecken dürften.

Die Tabletverkäufe haben längst den Zenit überschritten und laufen deutlich schlechter als noch vor wenigen Jahren. Vor etwa drei Jahren waren die Hersteller noch optimistisch, dass die Flachrechner das klassische Notebook obsolet machen könnten, doch produktive Nutzer ließen sich von der fehlenden Tastatur abschrecken.

Daraus versucht die Branche schon seit einer ganzen Weile Kapital zu schlagen und setzt in immer stärkerem Maße auf sogenannte 2in1-Tablets, bei denen eine anschließbare Tastatur zum Ausstattungsumfang gehört. Als Vorreiter dieses Formats gilt Asus: Die Taiwanesen stellten bereits 2011 mit dem Transformer TF 101 einen mobilen Rechner vor, bei dem der Tablet-Teil erstmals auch in ein Tastatur-Dock eingeschoben werden konnte.

Vor allem Microsoft und Intel erkannten jedoch die Möglichkeiten, mit derartigen Systemen ihre alten Stärken in einer neuen Produktkategorie auszuspielen und verlorenen Boden wieder gut zu machen, denn bei den Rechnern ohne Tastatur konnten sie nur mit hohen Rabatten wahrnehmbare Marktanteile übernehmen.

Huawei will ein Stück vom 2in1-Kuchen

Mittlerweile sind die 2in1-Systeme die Mobilkategorie mit dem größten Wachstum und locken Hersteller, die sich bisher vor allem auf Geräte für klassische Privatnutzer konzentriert haben, wie etwa Huawei. Die Chinesen setzten bis dato lediglich auf Mediatablets wie das entsprechend benannte Mediapad M2 10.0. Nun folgt mit dem Matebook ein Flachrechner, der sich an produktive Nutzer richtet.

Dazu greift der Hersteller auf ein 12-Zoll-Display mit einer Auflösung von 2160 x 1440 Pixeln zurück, das in einem sieben Millimeter schlanken Gehäuse verbaut wird. Im Inneren der günstigsten Variante kommt ein Intel Core m3-6Y30 zum Einsatz, dem ein vier Gigabyte großer Arbeitsspeicher zur Seite steht. Daten steht beim Testgerät ein Speicherplatz von 256 Gigabyte zur Verfügung, der in eine 80 Gigabyte große Windows- und eine 157 Gigabyte große Daten-Partition unterteilt ist. Die kleinste Version wird nur mit einer 128-Gigabyte-SSD bestückt.

Fürs einfache Authentifizieren steckt ein 360°-Fingerabdruckscanner in der schlanken Gehäuseseite zwischen den beiden Lautstärketasten. Obwohl diesem nicht mal eine Breite von sieben Millimetern zur Verfügung steht, reicht ein kurzes Auflegen des Fingers in beliebiger Position, um den Flachrechner zu entsperren.

Schmale Schnittstellenausstattung fürs produktive Arbeiten

Damit der Produktivität nichts im Wege steht, wird serienmäßig eine in eine Schutzhülle integrierte Tastatur dazugelegt. Zudem sind optional ein digitaler Stift sowie eine Dockingstation verfügbar. Letztere dürfte zu einem unverzichtbaren Zusatz werden, wenn das Matebook tatsächlich ein Notebook ersetzen soll, denn mit der Schnittstellenbestückung als solcher ist es nicht sonderlich weit her: Für die Drahtlos-Kommunikation steht WLAN nach ac-Standard bereit, eine einzelne Buchse nimmt einen USB-Typ-C-Stecker auf, wobei hier der USB-3.0-Standard unterstützt wird.

Als Betriebssystem - wie sollte es anders sein - wird Windows 10 installiert. Doch obwohl das Matebook Unternehmenskunden ansprechen soll, wird lediglich auf die Home-Version zurückgegriffen.

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