Intel Ice Lake: Coffee-Lake-Nachfolger werden im 10nm+-Verfahren produziert

Mit Coffee Lake hat Intel eine Architektur entwickelt, die sich in Kürze in Form von neuen Prozessoren zeigen wird und deren wichtigste Neuerung wohl in der Vergrößerung der Anzahl der CPU-Kerne zu sehen ist: Künftig werden bei Intel auch klassische Desktop-Prozessoren der i5- und der i7-Baureihe über sechs physische CPU-Kerne verfügen, die in einem 14-nm++-Verfahren gefertigt werden.

Die Strukturbreite der Chips wird sich allerdings mit der nächsten Generation, die unter Bezeichnung Ice Lake entwickelt wird, ändern: Einem Bericht von OC3D zufolge wird der weltweit zweitgrößte Chiphersteller für die Fertigung der kommenden Desktop-Prozessoren auf das 10-nm+-Verfahren zurückgreifen; gleichermaßen wird auf die dritte Generation des FinFET-Verfahren gesetzt. Damit überspringt Intel den einfachen 10-nm-Prozess, vermutlich weil die Fortschritte bei Leistung und Energieverbrauch im Vergleich zu den 14-nm++-Chips nicht groß genug waren.

Mit dem Shrink ist auch eine Verkleinerung des Gate Pitches von 70 auf 54 Nanometer verbunden, gleichermaßen sinkt die Größe des Metal Pitchs von 52 auf 36 Nanometer. Mit diesem Schritt kann die Dichte der Transistoren erhöht werden: Künftig können 100,8 Millionen Transistoren auf einem Quadratmillimeter untergebracht werden - im Vergleich zu Coffee Lake bedeutet das eine Steigerung um das 2,7-fache.

Mit den neuen Chips will Intel eine Leistungssteigerung bei den Chips von bis zu 25 Prozent im Vergleich zu ihren Vorgängern erreichen, bei gleicher Leistung soll sich der Energiebedarf um 45 Prozent verringern.

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2 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Plitz
    Also realistisch 5% mehr Performance und 5% weniger Verbrauch? :D Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.
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  • derGhostrider
    Theoretisches Leistungsplus 25%: 10 Kerne statt 8 Kerne.

    45% geringerer Energiebedarf bei theoretisch gleicher Rechenleistung:
    4 Kerne statt 2, die mit sehr niedriger Spannung (deutlich) langsamer getaktet werden.

    Etwas vergleichbares wurde letztens schonmal vorgestellt. Da war es ein höher getakteter 4-Kerner im Vergleich zum dual-core, wenn ich mich recht erinnere, mit der Aussage, dass die neuen CPUs xx% schneller wären.

    Marketinggebrabbel, befürchte ich, würde jedoch gerne eines Besseren belehrt!
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