Intels Cannon-Lake-Chips könnten AVX512 unterstützen

Bisher stand die letzte Ausbaustufe der Intel-AVX-Technologie lediglich bei den Highend-Desktop-Chips Skylake-X-Serie sowie den Xeon-Modellen Skylake-W und Skylake-SP zur Verfügung. Außerdem wird die Technologie bei den Xeon Phi Knights Landing und Knights Mill integriert. Künftig könnten mit der Cannon-Lake-Generation aber auch schlichtere Chips von der zusätzlichen AVX512-Erweiterung profitieren.

Die Cannon-Lake sollen eine nahezu vollständige Implementierung der AVX512-Befehle erhalten, die bisher nur für Chips zur Verfügung standen die im Wesentlichen für eine Nutzung in professionellen Systemen und Servern gedacht sind und nur bei wenigen Modellen abgeschaltet werden. Dieses Schicksal könnte auch den ULP-Prozessoren drohen, denn die Erweiterung vergrößert die Fläche der Chips um 15 Prozent und könnte den Stromverbrauch in die Höhe treiben. Auch günstige Versionen, die dem Einsteigersegment zugeordnet werden - vermutlich die Pentium- und Core-i3-Modelle, sollen außen vor bleiben.

Unterm Stich bleibt jedoch die Anzahl der klassischen Heimanwender, die von der AVX512-Erweiterung profitieren, begrenzt. Ihre Vorteile kommen vor allem gleitkommaintensiven Rechenoperationen, etwa beim Enkodieren und Bearbeiten von Videos sowie rechenintensiven Anwendungen zum Tragen, die im Bereich von Workstations angesiedelt sind.

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1 Kommentar
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  • derGhostrider
    Zitat:
    Unterm Stich bleibt jedoch die Anzahl der klassischen Heimanwender, die von der AVX512-Erweiterung profitieren, begrenzt.
    NOCH!
    Hätte damit nicht gerechnet, doch das ist eine Aufwertung für alle Skylake i7er, die AVX512 mitbringen: Wenn es in der breiten Masse in die Hardware einzieht, wird auch die Unterstützung dafür mit der Zeit steigen.

    Wenn also mit den nächsten in der Masse eingeführt würde, dann könnte man sagen, dass man in 2 bis drei Jahren auch mit Unterstützung in neuerer Software rechnen könnte. Sofern das überhaupt sinnvoll ist. Doch die Compiler werden dann schon entsprechende Renderpfade mitbringen.
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