Für Gamer: Killer-LAN und -WLAN im Feature-Check

Über Sinn und Unsinn der sich speziell an die Bedürfnisse von Spielern richtenden LAN- und WLAN-Chips von Killer gibt es seit jeher kontroverse Diskussionen. Mittlerweile bieten diese aber gerade in der Kombination ein beachtliches Feature-Set.

Im Laufe der letzten Jahre kristallisierte sich sowohl im Bereich der Computer-Hardware als auch ganz generell im Bereich der (Unterhaltungs-)Elektronik vielfach eine Tendenz zur Evolution in Form von Ausstattungsmerkmalen statt Performance-Revolution heraus.

In vielen Bereichen wurden Produkte mit einer zuvor ungeahnten Fülle an Möglichkeiten ausgestattet und das Ganze dann mit dem Namenszusatz "smart" versehen – ein Begriff, den der eine oder andere Leser und auch Redakteur schon beinahe nicht mehr hören kann.

Was unter anderem mit dem Wandel vom Handy zum Smartphone begann, setzte sich in anderen Bereichen fort und so gibt es heute smarte Steckdosen, smarte Monitore, smarte Gaming-Mäuse - und nicht zuletzt auch smart ducks.

Während sich so eine entsprechend smarte Ausstattungswelt um die Nutzer herum herausbildete, der in vielerlei Hinsicht auch die immer wieder bei den unterschiedlichsten PC-Komponenten heraufbeschworenen Gaming-Features entsprechen, blieb ein kleiner, aber nicht ganz unwichtiger Bereich überwiegend verschont von der explosionsartigen Zunahme an Ausstattungsmerkmalen und Möglichkeiten: Die Netzwerktechnologie, die doch ihrerseits wieder in der gegenwärtigen connected world die Basis für sowohl die Entstehung des gesamten Smart-Home-Bereichs als auch der enormen Popularität des Gaming an sich darstellt.

Die Pionierprodukte in diesem Bereich sind den meisten unserer Leser vermutlich geläufig: Die Killer-NICs. Anfangs vor allem wegen der sündhaft teuren Preise stark umstritten, haben sich diese mittlerweile auf Gaming-Mainboards für Desktop-PCs sowie Notebooks beinahe schon zum Standard entwickelt. Daneben gibt es im Prinzip nur noch Intel-Chipsätze, die neuerdings ebenfalls softwareseitig um gewisse Gaming-Funktionen erweitert werden. Realtek spielt hier nur noch im Einsteigerbereich eine Rolle.

Das Bündel an Features, das Killer LAN und WLAN aktuell bietet, hat aber nicht mehr viel mit den eigenen Ursprüngen gemein. Wenngleich es (leider) keinen eigenen Coprozessor mehr für die Regelung des Netzwerktraffics gibt – das übernimmt nun die verbaute CPU des PCs -, so ist die Fülle an Möglichkeiten doch immens gewachsen: Sämtlicher Netzwerkverkehr wird zugunsten von Spielen automatisch oder auf Wunsch auch manuell priorisiert (Advanced Stream Detect) und es lässt sich die zur Verfügung stehende Bandbreite festlegen (Visual Bandwidth Control). Geräte mit LAN- und WLAN-Chip von Killer bieten zudem DoubleShot Pro: Die schnellere Netzwerkverbindung wird dann automatisch für Spiele genutzt, die langsamere für restlichen Traffic. Die Hardware an sich gibt es für einen im Direktvergleich nur sehr geringen Aufpreis auf Mainboards für Desktop-PCs und Notebooks.

Die Killer-Produkte, die mittlerweile unter der Schirmherrschaft von Rivet Networks veröffentlicht und entwickelt werden, werden nun augenscheinlich sowohl im Bereich Hard- als auch Software schneller und zielstrebiger als zuvor weiterentwickelt. Das kurz angerissene Featureset richtet sich insbesondere an starke Muiltitasker und somit eine neue Generation an Gamern, die eben nicht ausschließlich vor dem PC sitzt und spielt, sondern nebenher ganz selbstverständlich Spiele-Videos streamt und Downloads tätigt.

Dieses Verhalten trifft sicher nicht auf das Gros der älteren Spieler zu, scheint jedoch mehr und mehr zuzunehmen. Davon zeugen auch Entwicklungen im Monitorbereich: So bietet Eizos FS2735 die Möglichkeit, Spielefeedback von gleichzeitig genutzten Android-Tablets auf dem Monitor anzeigen zu lassen.

Somit muss die Kernfrage lauten: Was kann Rivet Networks Killer-Netzwerkhardware dieser Spielergeneration anbieten?

Historie: Der lange Weg der zu Rivet Networks

Die meisten unserer Leser können sich vermutlich noch sehr gut an die berühmt-berüchtigten, ursprünglichen Killer-Netzwerkkarten erinnern: 2006 wurden mit der Killer NIC K1 und der noch etwas schnelleren M1 einschließlich ihres ikonischen Kühlkörpers die Erstlingswerke vorgestellt, damals noch unter dem Banner von Bigfoot Networks. Die M1 PCI-Karte verfügte über 64 Mbyte eigenen Speicher, einen 400 MHz schnellen MPC8343E Coprozessor aus der PowerQUICC II Pro-Familie von Freescale Semiconductors und basierten auf Broadcoms BCM5461 Gigabit-Ethernet-Chipsatz.

Mit Straßenpreisen von anfangs 200 und selbst später noch rund 90 Euro (K1) bzw. 140 bis 250 Euro (M1) waren die Netzwerkkarten aber reine Nischenprodukte für Enthusiasten und noch weit vom heutigen Verbreitungsgrad als Quasi-Standard in Gaming-Computern entfernt.

Es folgten weitere Kartengenerationen mit mehr Speicher, einem integrierten Audiochip (Killer Xeno Pro) und schließlich mit dem Killer 2100 ein neuer Chipsatz. 2011 übernahm Qualcomm Atheros die Lizenzrechte und entwickelte mit der Wireless-N 1202 die erste WLAN-Karte der Killer-Produktlinie sowie den Killer E2200 Gigabit-LAN Chip, der wenig überraschend auf der eigenen Technologie basierte (Qualcomm Atheros AR8161).

Seit 2014 heißt es nun wieder „Zurück zu den Ursprüngen“: Sowohl bestehende Killer-Produkte als auch Neuentwicklungen wie der E2400 Gigabit LAN-Chipsatz und das WLAN-Pendant Wireless AC-1535 laufen nun unter dem Banner von Rivet Networks. Dahinter stehen letztlich alte Bekannte: Michael Cubbage und Wayne Dunlap, die ehemaligen Gründer von Bigfoot Networks, sind auch die Gründer und CEOs von Rivet.

Die Produkte verstehen

Um die Produkte an sich richtig zu verstehen, muss zunächst einmal mit einem Vorurteil aufgeräumt werden, an dessen Entstehen die Vermarktung der ersten Generation an Killer-Netzwerkprodukten nicht ganz unschuldig war. Die Aussage „Killer NICs reduzieren die Ping-Zeit erheblich“ ist damals wie heute zumindest im Ansatz eine Fehlinformation: Kommuniziert nur ein Spiel über das Netzwerk und sonst nichts, dann hängen die Pingzeiten selbstverständlich maßgeblich vom ISP (und allenfalls in geringem Maß von der sonstigen lokalen Netzwerkstruktur) ab. Es handelt sich somit um eine Größe, auf die der Nutzer selbst also kaum Einfluss hat.

Aber bereits bei den ersten Killer-Netzwerkkarten ging es eigentlich um viel mehr: Nämlich die Priorisierung von Netzwerkverkehr und das Gewährleisten von genügen Bandbreite und guten Pingzeiten beim Spielen, während andere Anwendungen parallel Traffic im Netzwerk erzeugen. Der damalige Ansatz war im Vergleich zu den heutigen Möglichkeiten noch sehr begrenzt.

Testvorhaben: Basisgerüst mit Raum für mehr

Normalerweise bringen wir nur sehr selten Tests im Bereich Netzwerkinfrastruktur. Das hat einen guten Grund: Vergleichstests sind gerade im WLAN-Bereich mit normalen Mitteln kaum zu stemmen, schon gar nicht innerhalb eines Bürogebäudes, in dem es an jeder Ecke per WLAN, LTE und Bluetooth funkt. Das gilt auch für die meisten Privatwohnungen: Nahezu alles kann den WLAN-Funkverkehr stören und Vergleichsmesswerte somit zur Farce machen. Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom warnte Ende 2015 sogar vor dem negativen Einfluss von Christbaumbeleuchtungen auf die WLAN-Performance.

Theoretisch würde also für sinnvolle Vergleichsmessungen ein leerer und abgeschirmter Raum benötigt – und selbst dann können sich verwirrende Ergebnisse einstellen, denn WLAN-Signale sind unter anderem darauf angewiesen, von Wänden und anderen Gegenständen im Raum zurückgeworfen zu werden.

Aus diesem Grund können wir entgegen unseres üblichen Vorgehens nur in sehr beschränktem Umfang Vergleichswerte liefern – der zur Verfügung stehende Testzeitraum war hier zunächst zu kurz, um mehr in die Tiefe zu gehen. Wir planen jedoch schon einen Follow-Up-Artikel, der sich der Killer-Thematik, soweit das möglich ist, noch einmal gründlicher widmen soll. Doch dazu mehr im Fazit einschließlich eines Aufrufs an unsere Leser, Testwünsche zu äußern.

Erstelle einen neuen Thread im Artikel-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
26 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • fffcmad
    Die Killer NIC tut nichts mehr in Hardware. Das ist eine reine treibergeschichte. Deswegen reicht es, sich bei Bedarf CFOSSPEED zu installieren. Sorgt fuer weniger Aerger und Abstuerze und tut seinen Job besser. Und das auch noch mit allen karten im System.

    Das die Teile keinen eigenen Prozessor haben hat was Gutes. So leidet die Performance nicht. Teuer waren die Killer NICs damals eigentlich nicht. Die preise waren harmlos. Denn Netzwerkkarten mit Prozessoren die 1Gbit oder 10Gbit und mehr liefern kosten das Vielfache. Die Killer NIC damals schaffte ja gerade mal 100MBit die Sekunde und brach dann schon klaeglich zusammen.
    2
  • THGLeser
    Früher hat man einfach mal die MTU verkleinert - führte zu besseren Pingzeiten und gut wars. CFOS macht auch nicht viel andres, zusätzlich optimiert es halt die Priorität der Pakete.CFOS reicht vollkommen. Also so ne Killernic ist meiner Meinung nach nur Marketing.
    0
  • derGhostrider
    Zitat:
    Wenngleich es (leider) keinen eigenen Coprozessor mehr für die Regelung des Netzwerktraffics gibt – das übernimmt nun die verbaute CPU des PCs -
    Knaller! Vermutlich nicht einmal mehr TCP-Offloading. Also Ramsch mit Software. Voll gut die CPU stärker auszulasten. Da lacht das Zocker-Herz: Erst die CPU mit riesen Aufwand bis zum Anschlag übertakten, um 4,37% Mehrleistung zu erreichen, dann irgendeinen Netzwerk-Quatsch draufhämmern, der die CPU richtig stark belastet.

    Seite 3:
    [qutoe]Die Ergebnisse liegen mit um 950 Mbyte/s nahe am Limit des Machbaren.
    und:
    Zitat:
    Dennoch schwanken die Ergebnisse im 5-GHz-Band zwischen 540 und 610 Mbyte/s bei.

    und...
    Zitat:
    Bei der gebündelten Nutzung von LAN und WLAN kommen wir beim TCP-Durchlauf auf 906 Mbyte/s und 551 Mbyte/s – zusammen also 1457 Mbyte/s.


    Bit! Das sind Bit, keine Byte!

    ----

    Vonwegen Advanced Stream Detect und die Lügerei in den Tabellen: Deren Hardware angeblich bis zu 6 Level an Priorisierung und andere hätten NULL.
    Haben die nichts von QoS gehört? Das nennt sich "Quality of Service" und wurde nur für die Priorisierung von Traffic geschaffen. Für NICHTS anderes. Das ist ein genormtes Feature, was jeder verwenden kann.
    Außerdem machen das ordentliche Netzwerkchips in Hardware, kostet die CPU also nichts.
    Heißt dann aber auch nur QoS und nicht "Hyper Mega Ultra Killer Advanced Stream Detect 5.0"

    ---

    Die zum Vergleich herangezogene Intel-Netzwerklösung humpelt ein bisschen:
    Das ist ein spezieller Low-Power Netzwerkchip, der 0,5 W TDP mitbringt.

    Kann mir mal jemand erklären, wie der Ping ins Internet gesenkt wird, wenn WLAN und LAN beide über die gleiche Leitung nach draußen gehen? Ich vermute mal, dass der andere Traffic ins Bodenlose gedrosselt wird, während ansonsten das Video-Streaming per QoS höher priorisiert wird.
    Also: QoS-Einstellungen anpassen!

    Diese Killer-Software kann NICHTS an der Internetverbindung beschleunigen. GAR NICHTS. Es ist nur eine Frage der Priorisierung und die sollte über QoS geregelt werden.
    Wenn ich natürlich die Bandbreite von allem außer dem Spiel auf "fast nichts" reduziere, ist es kein Wunder, dass das Spiel gut läuft.

    Ich vermisse ordentliche Durchsatztests. Also auch gegen Top-Netzwerklösungen von Broadcom und Intel. Nicht nur im Vergleich zur 0,5 W Low-Power, Low-Cost Mobile Lösung, bei der nichts eingestellt wird.

    Nunja, die Tabellen des Herstellers bestätigen mich in meiner bisherigen Meinung über diesen Hersteller. "Zur Not lügen wir halt, damit unsere Produkte einen scheinbaren Vorteil haben!"

    Zusätzliche CPU-Last für Spieler... Wer wirklich einen guten Ping haben will, der startet halt keine Videos im Hintergrund und lädt auch nicht nebenbei "das Internet" runter.
    1
  • Headyman
    Nicht jeder hat Bandbreite satt, muss mit 4Mbit Leben.
    Aktuelle Spieleupdates dauern bei mehreren GByte Stunden!
    Ohne Killernic kann ich neben einem Update definitiv nicht mehr gamen !!!
    CFOS kenne ich nicht, scheint das gleiche zu machen, auch gut.

    @derGhostrider
    QoS, hmm und wie stellt das ein "Normal Anwender" ein???
    Mit Killersoftware ein Kinderspiel!!!
    Was nützt QoS wenn man es nicht einfach(!) nutzen kann...
    Und Lügen kann ich keine erkennen, ich hab 40 ms Game-Ping und die Leitung "glüht" mit zusätzlichem Download auf Anschlag! Das bietet mir kein Router oder Betriebssystem auf so einfache Weise und schon gar nicht Anwendungsspezifisch, oder?
    0
  • Myrkvidr
    Anonymous sagte:
    Bit! Das sind Bit, keine Byte!


    Argh, sorry! Wird gefixt, aber irgendwie ist gerade der Chef drin.

    Dennoch: Der I219-V ist genau der Controller, den andere Mainboard-Anbieter die als Intel-Gaming-LAN verkaufen, von daher ist der direkte Vergleich fair.
    0
  • alterSack66
    Dann spielt halt nicht während ein Download läuft. Wie man gleichzeitig Videos schauen und spielen kann versteh ich eh nicht so.
    0
  • derGhostrider
    Fast alle Router können QoS, Einrichtung ist je nach Hersteller unterschiedlich.
    Bei ASUS gibt es eine Hand voll Buttons, von denen einer gleich "Gaming" heißt. Ein Klick, fertig.

    Unter Windows ist es nicht ganz so banal, aber seit Windows 7 für jede beliebige Anwendung, IP mit Portnummer und auch URL konfigurierbar.
    Der Router muss natürlich QoS verstehen. Dann stehen einem 64(!) Abstufungen für Traffic-Priorisierungen zur Verfügung.

    Zwei Links mit Erläuterungen:
    http://www.biztechmagazine.com/article/2010/03/boost-network-performance-windows-7-qos
    https://technet.microsoft.com/de-de/library/cc771283(v=ws.11).

    Dafür gibt es bestimmt auch Tools, die es hübscher und anklickbar machen...

    Und ansonsten kann man auf andere Tools ausweichen, wie bereits erwähnt.

    Die "Killer" Netzwerkkarte hat daran allerdings KEINEN Anteil. Wirklich null. Das ist eine sehr simple Traffic-Priorisierung bzw Bandbreitendrossel. In Software, nicht in Hardware.

    Ich wüsste zu gern, ob die Software zumindest das QoS-tagging ordentlich durchführt, oder einfach nur so in die Bandbreite pfuscht.
    1
  • fffcmad
    Zitat:
    Wenngleich es (leider) keinen eigenen Coprozessor mehr für die Regelung des Netzwerktraffics gibt – das übernimmt nun die verbaute CPU des PCs -
    Knaller! Vermutlich nicht einmal mehr TCP-Offloading. Also Ramsch mit Software. Voll gut die CPU stärker auszulasten. Da lacht das Zocker-Herz: Erst die CPU mit riesen Aufwand bis zum Anschlag übertakten, um 4,37% Mehrleistung zu erreichen, dann irgendeinen Netzwerk-Quatsch draufhämmern, der die CPU richtig stark belastet.

    Seite 3:
    [qutoe]Die Ergebnisse liegen mit um 950 Mbyte/s nahe am Limit des Machbaren.
    und:
    Zitat:
    Dennoch schwanken die Ergebnisse im 5-GHz-Band zwischen 540 und 610 Mbyte/s bei.

    und...
    Zitat:
    Bei der gebündelten Nutzung von LAN und WLAN kommen wir beim TCP-Durchlauf auf 906 Mbyte/s und 551 Mbyte/s – zusammen also 1457 Mbyte/s.


    Bit! Das sind Bit, keine Byte!

    ----

    Vonwegen Advanced Stream Detect und die Lügerei in den Tabellen: Deren Hardware angeblich bis zu 6 Level an Priorisierung und andere hätten NULL.
    Haben die nichts von QoS gehört? Das nennt sich "Quality of Service" und wurde nur für die Priorisierung von Traffic geschaffen. Für NICHTS anderes. Das ist ein genormtes Feature, was jeder verwenden kann.
    Außerdem machen das ordentliche Netzwerkchips in Hardware, kostet die CPU also nichts.
    Heißt dann aber auch nur QoS und nicht "Hyper Mega Ultra Killer Advanced Stream Detect 5.0"

    ---

    Die zum Vergleich herangezogene Intel-Netzwerklösung humpelt ein bisschen:
    Das ist ein spezieller Low-Power Netzwerkchip, der 0,5 W TDP mitbringt.

    Kann mir mal jemand erklären, wie der Ping ins Internet gesenkt wird, wenn WLAN und LAN beide über die gleiche Leitung nach draußen gehen? Ich vermute mal, dass der andere Traffic ins Bodenlose gedrosselt wird, während ansonsten das Video-Streaming per QoS höher priorisiert wird.
    Also: QoS-Einstellungen anpassen!

    Diese Killer-Software kann NICHTS an der Internetverbindung beschleunigen. GAR NICHTS. Es ist nur eine Frage der Priorisierung und die sollte über QoS geregelt werden.
    Wenn ich natürlich die Bandbreite von allem außer dem Spiel auf "fast nichts" reduziere, ist es kein Wunder, dass das Spiel gut läuft.

    Ich vermisse ordentliche Durchsatztests. Also auch gegen Top-Netzwerklösungen von Broadcom und Intel. Nicht nur im Vergleich zur 0,5 W Low-Power, Low-Cost Mobile Lösung, bei der nichts eingestellt wird.

    Nunja, die Tabellen des Herstellers bestätigen mich in meiner bisherigen Meinung über diesen Hersteller. "Zur Not lügen wir halt, damit unsere Produkte einen scheinbaren Vorteil haben!"

    Zusätzliche CPU-Last für Spieler... Wer wirklich einen guten Ping haben will, der startet halt keine Videos im Hintergrund und lädt auch nicht nebenbei "das Internet" runter.

    Das Ganze kann ich komplett unterschreiben.

    Ich nutze derweil eine Broadcom NetXtreme mit TCP Offload. Ich habe noch eine Emulex liegen, dort löaesst sich QoS deutlich besser konfigurieren, leider haben die seit nem Jahr ungefaehr einen fehler im Netzwerkstack des NIC und im Zusammenspiel mit WIndows 10 sind dann einige Webseiten nicht mehr aufrufbar. -_-

    Das TCP Offload macht sich stellenweise sehr stark bemerkbar. Seiten mit aktiven und massig vorhandenen Elementen sind mit so einer Netzwerkkarte deutlich angenehmer. Bei SPielen nuetzt sowas leider weniger. Denn Spiele nutzen vorrangig UDP.
    1
  • Michalito
    Ich downloade und Zocke standig gleichzeitig. Energieeffizeinz und so, wenn die Kiste an ist, soll sie Arbeiten
    0
  • besterino
    Priorisierung stelle ich primär mal da ein, wo der Flaschenhals sitzt - nicht am Endgerät sondern am Router. Aber klar, wenn dein gbit-Netz am Limit ist oder du ne Latenz von 0.005ms statt 0.003ms vom Desktop zum Router hast, muss man da optimieren... Aua.

    Den PC zum Router für alles zu machen ist - mit Verlaub - auch völliger Schwachsinn, und das nicht nur weil diese tollen KillerNIChts kein TCP Offloading und wahrscheinlich auch sonst nix kann, was die CPU wirklich entlastet.
    0
  • Headyman
    Niemand zwingt Euch die Killer zu nutzen.
    Für mich ist es ein essentielles Feature.
    Und von Pfusch kann ich weit und breit nichts erkennen, es tut genau das was es verspricht und in meinem Fall PERFEKT! Ohne irgendeiner Limitierung.
    Und gepaart mit einfachster Handhabung.

    Leider gibts praktisch keine CPU-"Entlastung" Netzwerk-Karten mehr, es wurden offenbar viel zu wenige verkauft.
    Wer hier meckert, sollte sich fragen, ob er durch sein Kaufverhalten dazu beigetragen hat...

    Mein Router priorisiert schon zwischen zig Endgeräten. Aber das reicht nicht, da ich auf dem selben Endgerät priorisieren muss... und zwar Anwendungsabhängig... da hat der Router nun mal keine Chance...
    0
  • derGhostrider
    @Headyman:
    Nochmal für Dich:
    Jede gute Netzwerkkarte entlastet die CPU.

    Wer also entsprechend kauft, hat genau das richtige gemacht.

    Dein Router soll Traffic priorisieren, nicht nur zwischen Endgeräten. Google mal ein bisschen nach QoS, dann sollte Dir klar werden, dass das die Aufgabe des Routers ist. Es ist dabei völlig egal, wieviele Endgeräte angeschlossen sind.

    Ach: Deine Killer-Software hilft Dir überhaupt nichts, wenn z.B. Dein Smart-TV ein Update runterlädt oder Dein Smartphone ein paar Hundert MB für App-Updates saugt.
    Dann muss der Router eingreifen oder Dein Ping geht durch die Decke.
    Und wenn er das macht, dann kann er auch einfach nach Paketart priorisieren:
    Gaming: Prio hoch, alles andere: Prio niedrig.
    Das sind dann genau ZWEI Datentypen, die unterschieden werden müssen. Das sollte einfacher zu handhaben sein, als X-Geräte gegeneinander abzuwägen.

    Aber nunja, lies Dir doch bitte erstmal durch, was QoS macht und was Router mit den getaggten Datenpaketen machen sollten.
    Wenn Du damit durch bist, wirst Du uns zustimmen. ;)
    0
  • KalleWirsch
    So wie ich das in den Kommentaren verstanden habe wird der PC mit dem Killer Net zum Router gemacht? Ist das richtig?
    Kann ja anders fast nicht funktionieren, sonst drängelt sich ein anderes Gerät vor.

    Ich bin echt ein totaler Laie, aber erhöht sich damit nicht am Ende der Ping für alle anderen Geräte? Immerhin müssen dann alle Pakete für andere Geräte über den Killer...-PC umgeleitet werden. Und am Ende hängt der Killer.Net-PC noch am WLAN? Und dann noch alles in Software?

    Das ist doch so als ob ich alle Autos erst mal durch die Fußgängerzone in die Innenstadt leite um die dann von einem Hilfspolizisten einzeln in die richtigen Stadtteile zu leiten. Oder hab ich das falsch verstanden?
    0
  • fffcmad
    Nein. Die Killer funktioniert nicht als Router. Und im Gegensatz zu dem Killer-Frickelmist erledigt Cfosspeed die Aushandliung der Datenrate mehrerer Clients untereinander. Sowas moechte man dann aber nicht im Firmennetzwerk. QoS ist erst einmal ganz nett und funktioniert halbwegs. Cfosspeed kann es aber feiner granulieren und eben auch Latenzen optimieren. (Der Ping ist soweiso wurscht. Wichtig ist die reale Latenz der Datenpakete)
    0
  • derGhostrider
    Anonymous sagte:
    So wie ich das in den Kommentaren verstanden habe wird der PC mit dem Killer Net zum Router gemacht? Ist das richtig?
    Kann ja anders fast nicht funktionieren, sonst drängelt sich ein anderes Gerät vor.

    Und dann noch alles in Software.

    Oder hab ich das falsch verstanden?


    Du hast es schon richtig verstanden:
    Die Killer-Nic geht davon aus, dass exakt EIN Gerät im Netzwerk ist: Der PC mit der Killer-Nic.

    Alles andere kann nicht kontrolliert werden.

    Bei einer mehrköpfigen Familie, oder wenn man mehrere Systeme hat, vielleicht automatische Backups und automatische Updates, Streaming zum UHD-TV, usw, dann hat man eben Pech.

    Darum ist das ja auch eine Pfusch-Lösung:
    Klappt nur, wenn EIN PC Traffic verursacht und der direkt am Internetrouter hängt.
    0
  • lowmotion
    Irgendwie ist das Thema seit 10 Jahren ein Hass-Thema. Da wird aktuell ein Nic Onboard verkauft, der "gratis" Software mitbringt, die ein paar Features hat, die man für spezielle Aufgaben nutzen kann.

    Wenn ich nun im Netz einen Artikel zum "Tuning" mit CFOSSPEED such, bekomme ich vermutlich nichts Aktuelles zu sehen oder höchstens etwas mit Hass-Kommentaren wie "braucht man auch nicht".

    Ich finde es gut, dass das Thema hier aufgegriffen wird und aktuell beschrieben wird, was es kann.
    0
  • fffcmad
    Cfosspeed ist so das Einzige Programm seiner Art, welchem die Funktionalitaet bestaetigt werden kann. Leute die an sowas zweifeln gibt es immer. Ich sag nur: 25/ 30FPS reichen-"Spinner".
    0
  • lowmotion
    Natürlich gibt es viel Wissen und Glauben im Netz.

    Ich würde wohl Szenarien erstellen: SingleUser/Familie/Firma am Router/Wlan Router/4Mbit/200Mbit mit Killer/IntelNic/KartemitCopro und verschiedenen Anwendungen/Spiele/Datenschieberei

    Dann kann man die Vorteile in einem Satz unterbringen.


    PS: Vermutlich würde ich das Killernic/Wlan nicht gezielt kaufen und dann eventuell Installieren und Nutzen. Beim Wechsel dann auf nicht-Killer würde ich vermutlich den einen oder anderen Vorteil vermissen.

    ATM lese ich mich in die Tuning Maßnahmen ein, also die Optionen in den Treibern meines Intel NICs lassen Spielraum für Verbesserungen. Das Deaktivieren der zwei Stromsparfunktionen merkt man fast sofort.
    0
  • KalleWirsch
    @ Gostrider:
    Ich dachte es würde wie ein Ersatzrouter zwischen "Modem" und die anderen Geräte geschaltet.
    Und hatte mich gewundert wie man sowas problemlos für alle verschiedenen Router konfiguriert bekommt.

    Wenn das nur den Traffic eines einzelnen Geräts optimiert, dann ist das in der Tat hoffnungsloser Unsinn.
    Umso unsinniger, weil der Router ja ohnehin irgendeine QoS Priorisierung als Default Einstellung hat, die am Ende mit der Killer-NIC quer schießt.

    Fazit:
    Die Killer-Nic ist sowas wir ein Routenoptimerungs-Tool, das den Stau vor deiner Nase nicht sieht und keine Umleitungsschilder lesen kann.

    @ Gostrider:
    Danke übrigens für den Tipp mit den QoS-Router-Einstellungen: Kinderleicht - Ist nicht schwerer als eine Firewall zu konfigurieren.

    @lowmotion
    Einziges Scenario in dem eine Killer NIC dann Sinn macht:
    --- Eigene Internet-Leitung für den Spiele-PC ---

    Sonst aktualisiert das Handy gerade seine 500 Apps, oder jemand telefoniert gerade und schaut dabei noch Fernsehen übers Internet, oder ein anderer PC sichert seine Platte gerade in die Cloud oder läd ein Windows -Update runter.

    @Kai Tubbesing
    Spar dir den Folge-Artikel. Hier ist der Fünf-Punkte-Plan für das High-Speed-Zocken:

    1) Schnellere Internet-Leitung
    2) Kabel vor Powerline vor W-LAN
    3) QoS im Router einstellen
    4) Keinen Software-basierten Overhead drauf packen (Killer Nic, weitere Software Firewalls, ...)
    5) Eigene Internet-Leitung für den Spiele-PC
    1
  • lowmotion
    Genau das geht doch durch das Netz: niemand testet es, weil es nicht funktionieren darf. Ich bin eben gerade deswegen gespannt, was aktuell dabei herauskommt. Die Killernic Software wird relativ oft aktualisiert.

    Im anderen Fall kommt natürlich der Kaufwunsch: ich will einen Intel NIC, weil der ist besser als der KillerNic *BlingBling* *Firlefanz* *Unnötig* *Kiddyspielzeug* ... die Frage nach der Sinnhaftigkeit ähnelt der Frage nach Windows 7 oder Windows 10, Overclocking oder default, DDR3-1333 oder DDR4-4266, Wasser oder Luftkühlung, ...

    @KalleWirsch: hast du es überhaupt mal ausprobiert? (no offense).
    0